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Barrierefrei ins Museum: Das Naturkundemuseum lädt Menschen mit Behinderung zum Netzwerktreffen ein

So soll einmal die neue Ausstellung im Naturkundemuseum aussehen. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren.

Das Naturkundemuseum Dortmund möchte nach seiner Wiedereröffnung auch Menschen mit Behinderung einen erlebnisreichen Museumsbesuch ermöglichen. Ob mit Seh-, Hör- oder geistiger Behinderung: Die neue Dauerausstellung soll barrierearm und inklusiv für alle sein.

Museumsvertreter laden Menschen mit Behinderungen zum Austausch ein

Hinter einer Schutzwand ist der bereits sanierte Gebäudeteil mit dem Aquarium verschwunden.

Welche Wünsche Menschen mit Behinderung ans Museum haben, darüber möchten die Museumsvertreter gerne mit Menschen mit Behinderungen diskutieren und laden ein zu einem ersten Netzwerktreffen am Samstag, 23. Juli, 10 bis 16 Uhr im Klassensaal des Museums für Kunst und Kulturgeschichte (Hansastr. 3). Der Raum ist ebenerdig zu erreichen, eine FM-Anlage ist vorhanden.

Nach einer kurzen Vorstellung des neuen Ausstellungskonzepts freut sich das Museum auf Anregungen und Wünsche: Welche Objekte sind besonders von Interesse? Welche Darstellungsweise ist ansprechend? Welche thematischen Führungen sollten ins Angebot aufgenommen werden?

Wer an dem Treffen teilnehmen möchte, kann sich bis zum 11. Juli anmelden bei Dr. Katharina Filz, Tel. (0231) 50-24854 oder per Mail: kfilz@stadtdo.de. Wünsche nach besonderen Hilfsmitteln oder einem Dolmetscher bitte mitteilen.

Neue Ausstellung wird nach dem Zwei-Sinne-Prinzip gestaltet

Unter einer Schutzverkleidung ist auch der riesige Iguanodon, der „Leguanzahn“, verschwunden.

Die neue Ausstellung im Naturkundemuseum wird nach dem Zwei-Sinne-Prinzip gestaltet: Geplant sind zwei Themen-Rundgänge mit Objekten zum Anfassen, z.B. Originalpräparaten, Modellen, Reliefbildern, sowie Hör- und Riechstationen, die die Besucher durch den geologischen sowie den biologischen Ausstellungsteil führen. Aktionen, Lernspiele und Experimente sollen zudem das Verständnis der Exponate erleichtern.

Raumtexte sowie Objektbeschriftungen sollen in Profilschrift angebracht werden. Zusätzlich gibt es beschreibende sowie inhaltliche Zusatzinformationen im Audiotext eines Multimedia-Guides. Dieser soll zusätzlich über eine Tonspur in Leichter Sprache sowie einen Videoguide in DGS verfügen. Raumbücher in Groß- und Brailleschrift sowie in Leichter Sprache sollen das Informationsangebot im Museum vervollständigen.

Auch das Raumangebot und die Objektplatzierung berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse der Besucher. Ein bildhaftes, taktiles Leitsystem entlang der thematischen Routen sowie Handbücher in Leichter Sprache und Braille-Schrift sollen die Orientierung im Haus vereinfachen.

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