Auch beim zweiten Nordstadt-Gespräch geht’s ums Wohnen: Die Sorge um das Dach überm Kopf

Bewohner:innen sollen ihre Erfahrungen schildern können

Zu sehen sind alte und modernisierte Gebäude
Plakatmotiv zum zweiten Nordstadtgespräch am 7. Oktober zum Wohnen auf dem Kirchplatz in der Münsterstraße.

Nach dem gelungenen ersten Nordstadtgespräch im April zum barrierefreien Wohnen beginnt am Mittwoch, 7. Oktober, um 16 Uhr das zweite Nordstadtgespräch auf dem Platz vor der Kirche St. Joseph an der Münsterstraße. Und wieder geht es ums Wohnen, dieses Mal um unsichere und schlechte Wohnverhältnisse, um Zwangsumzüge und -auszüge, um Mieterhöhungen und Nebenkosten.

 Vor der Bühne an der Münsterstraße sind genügend Bänke aufgebaut

Wie bereits im April sollen die Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen und ihre Erfahrungen schildern. Antworten geben am 7. Oktober Sozialamtsleiter Michael Gonas, Markus Roeser vom Mieterverein Dortmund, der Leiter des Wohnungslosenzentrums Wichern Timo Stascheit sowie Fatma Karacakurtoğlu, Mitglied im Sozialausschuss. Die Moderation übernimmt erneut die Hörfunk-Journalistin Judith Schulte-Loh. Gemeinsam sollen im Gespräch die Probleme benannt und erkannt, Lösungen gesucht und formuliert werden. Vor allem sollen jedoch die Menschen im Publikum sagen, was Sache ist.

Podiumsrunde mit Gesprächspartner:innen aus Politik und Verwaltung, von Wohnungsgesellschaften und dem Mieterverein. Lilia Krächter | Nordstadtblogger

Die öffentliche Veranstaltung haben wieder Johannes Kirsch und Susanne Schulte vom Seniorenbeirat Dortmund geplant und organisiert; dieses Mal zusammen mit Silvia Koslowski von der Nachbarbude. Vor der Bühne an der Münsterstraße sind genügend Bänke aufgebaut, sodass niemand aus dem Publikum stehen muss. Sollte es an diesem Mittwochnachmittag regnen, wird das Nordstadtgespräch vom Vorplatz der Josephskirche in das Gotteshaus verlegt.

Für das Thema unsichere und unsägliche Wohnverhältnisse haben sich die Gastgebenden entschieden, weil sie immer wieder lesen und von betroffenen Menschen hören, dass Vermieter nichts gegen Schimmel unternehmen, Baustellen in den Häusern nicht zu Ende bringen und notwendige Reparaturen nicht erledigen; dass das Sozialamt zum Umzug drängt, wenn eine Person verwitwet ist und die Wohnung nun zu groß ist; dass der Name die Wohnungssuche zur Qual machen kann und dass ganze Häuser plötzlich geräumt werden müssen, weil die Eigentümer die Sanierung jahrelang verweigerten.


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