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Alles Gute für den Hoeschpark: Stadt Dortmund lässt die BesucherInnen zu Wort kommen und deren Ideen sammeln

Die Zukunft des Hoeschpark stand im Mittelpunkt der Beteiligungsveranstaltung.

Von Susanne Schulte

Bienen und Ballspiele, Clubgäste und Ruhesuchende, Kinder und Erwachsene – sie alle sollen sich im Hoeschpark, der 80 Jahre alten unter Denkmalschutz stehenden Sport- und Erholungsstätte wohl fühlen. Viele von ihnen tun das bereits jetzt. Aber wie immer: Es gibt nichts, was man nicht noch verbessern kann.

Drei Stunden Diskussionen und als Ergebnis lange Vorschlagslisten

Susanne Linnebach sie begrüßte die Gäste.

Das dachten sich auch die gut 50 Frauen und Männer, die die Einladung der Stadt Dortmund angenommen hatten und drei Stunden lang im Luther-Gemeindezentrum ihre Ideen aussprachen und aufschrieben.

Susanne Linnebach, Leiterin der Abteilung Quartiersentwicklung, hatte mit ihrer Truppe die Veranstaltung gut vorbereitet. Die AnwohnerInnen und VereinsvertreterInnen, LehrerInnen und ErzieherInnen, WirtInnen und HundebesitzerInnen klebten 16 blaue Punkte auf Tafeln, mit denen sie anonym, aber aussagekräftig, etwas von sich preisgaben: Linnebach wollte wissen, wo sie wohnen und was sie sich für den Hoeschpark wünschen. A

uch das schönste Platz im Hoeschpark – Wald, Teich, Freibad und Festwiese – und der schäbigste – Tunnel zwischen den Sportplätzen, Buswartehäuschen und Eingangsbereich – sollten markiert werden. Anschließend ging es in die Arbeitsgruppen, geleitet auch von den MitarbeiterInnen des Quartiersmanagement.

Bienenlehrpfad und Trend-Sportfestivals, Kino im Freibad und eine verlässliche Gastronomie

Die Ökologie-Gruppen wünscht sich für die Zukunft des Hoeschparks als Pflanzen heimische Hölzer, als Tiere viele Bienen und Amphibien und natürlich ein Ende der Überschwemmungen im Wald. Naturführungen und ein Bienenlehrpfad standen ebenfalls auf der Liste.

Dass der Hoeschpark sich ideal als Veranstaltungsort eignet, hat er in seiner jahrzehntelangen Geschichte oft bewiesen. Waren es einst Radrennen und Rollschuhmeisterschaften, Leichtathletikwettbewerbe und Fußballturniere, sollen es nun laut der Ideensammlung sowohl Musikabende und Sporttage werden wie Paralympics und Trendsport-Festivals, Kino im Freibad und Open-air-Konzerte.

Gewünscht sind, und das von allen Gruppen, eine verlässliche Gastronomie und mehr Toiletten.

Alle Generationen sollen im Park das finden, was sie möchten: Erholung und Bewegung

Die VertreterInnen der im Hoeschpark trainierenden Sportvereine – Fußball, Baseball und Football – möchten ein festes Dach über dem Kopf als Mitgliedertreffpunkt, gerne in einem der bestehenden Gebäude, sowie Ersatzbänke auf dem oberen Sportplatz.

Doch auch, wer lieber joggt, walkt oder spazieren geht, soll weiter die Qualität im Park vorfinden, die es bereits gibt, so die Arbeitsgruppe Gesundheit und Bewegung. Vorschläge sind, auf den vom Verein nicht mehr benutzten Tennisplätzen kostenloses Spielen zu ermöglichen und vor allem das Freibad Stockheide richtig schön zu machen. Ein Mehr-Generationen-Spielplatz könnte zudem einen Platz finden.

ArchitektInnen werden alle Vorschläge in eine Form bringen – Das Geld soll bereitstehen

Um den Park zum Verweilen und für Familien noch attraktiver zu machen, wurde angeregt, die obere Wiese von den Löchern zu befreien und sie somit besser zu pflegen, in Nähe der DoBo-Villa, die nachmittags geöffnet werden soll und eine Außengastronomie eröffnen könnte, einen Spielplatz anzulegen und für Kinder im Freibad kostenlose Schwimmkurse anzubieten.

Wie viele der Idee umgesetzt werden, kommt aufs Geld an – da scheint es jetzt genug zu geben –, und auf das Können der ArchitektInnen. Die Stadt, so Linnebach, schreibt dazu einen Wettbewerb aus. Sie machte aber gleich klar, dass wohl nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten.

Aber sie werde alles tun, um eine der wenigen Grünflächen in der Nordstadt so attraktiv wie möglich zu machen, damit der Hoeschpark das bleibt, was er war und wieder werden soll: ein Park für alle.

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