Ein Jahr Citybus-Linien in Dortmund: DSW21 zieht positive Bilanz zu Linien 400 und 401

Umfrage zeigt: 72 Prozent der Fahrgäste sind mit dem Angebot zufrieden

Foto: Jörg Schimmel für die DSW21 Die neue City-Buslinie 400 bindet die Innenstadt-Quartiere u.a. an den Hauptbahnhof und en Knotenpunkt Hörde seit einem Jahr an. Die DSW21 zieht eine erste Bilanz.

Vor einem Jahr haben DSW21 und die Stadt Dortmund die Citybus-Linien 400 und 401 eingeführt. In ihrem Einzugsgebiet leben mehr als 100.000 Menschen. Zum Jahrestag legt DSW21 Zahlen vor: Die Linien werden gut angenommen, ein Drittel der Fahrgäste steigt nach eigenen Angaben öfter in den Bus als zuvor.

Was die Linien bisher geleistet haben

Die Linie 400 umfährt im Kernabschnitt im 10-Minuten-Takt die City und verbindet Stadthaus, Hauptbahnhof und Funkenburg miteinander. Alle 20 Minuten wird zudem der Stadtteil Hörde angebunden. Die Linie 401 fährt zwischen Funkenburg und Stadthaus und schließt durch die Verbindung mit dem Kronprinzen- und Kaiserviertel den innerstädtischen Ring. An Wochentagen bedeutet das auf der Linie 400 rund 100 Fahrten pro Tag und Richtung.

Foto: Jörg Schimmel für die DSW21 Mit der neuen City-Buslinie 400 hat DSW21 ein neues Angebot geschaffen.

Für die beiden Linien hatte DSW21 sechs neue Busse im Wert von 2,5 Millionen Euro angeschafft und 25 zusätzliche Mitarbeitende im Fahrdienst eingestellt. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf zusätzlich 2,4 Millionen Euro, überwiegend für Personal.

Das Tiefbauamt hatte eigens eine Bus- und eine kombinierte Bus- und Fahrradspur auf dem Wall eingerichtet sowie Ampelschaltungen auf die Bus-Taktungen angepasst.

Und was sagen die Fahrgäste zum Angebot?

In einer Befragung von DSW21 zu Jahresbeginn, an der rund 1.000 Personen teilnahmen, gaben 72 Prozent der Fahrgäste an, mit dem neuen Linienangebot sehr zufrieden zu sein. Insbesondere mit Taktfrequenz, Erreichbarkeit der Haltestellen, Komfort der Fahrzeuge und Anschlussmöglichkeiten.

Mehr als die Hälfte der Nutzer:innen (56 Prozent) profitierte nach eigenen Angaben direkt durch eine Verbesserung des persönlichen Nahverkehrsangebots. Ein Drittel gab an, nun öfter Bus zu fahren als zuvor.

Eine repräsentative Image- und Reputationsbefragung des Marktforschungsinstituts Prolytics, an der sich 728 Personen zu den Citybus-Linien äußerten, bestätigte diesen Befund laut DSW21. Als Vorteile wurden vor allem schnellere Verbindungen und der Wegfall von Umstiegen genannt.

Doch es bleiben Herausforderungen im Betrieb

Die Baustellen-Situation in der Innenstadt – aktuell etwa an der Kronprinzenstraße – stellt den Linienbetrieb nach Angaben von Lars Hirschfeld, Leitung Verkehrsplanung und -management bei DSW21, vor tägliche Herausforderungen. Ziel sei es, Auswirkungen auf den Betrieb so gering wie möglich zu halten.

Zum Fahrplanwechsel Mitte Juni wurden im gesamten Linienverlauf die Abfahrtszeiten angepasst. Auf einer morgendlichen Fahrt zwischen Funkenburg und Hörde erhöhte DSW21 zum Schuljahresbeginn im September die Kapazitäten durch den Einsatz eines Gelenkbusses.


Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

Reaktion schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert