
Die freie Theatergruppe AustroPott beginnt in Kooperation mit dem Dortmunder U eine neue Spielzeit. Auf dem Programm stehen eine schwarze Krimikomödie, ein Briefwechsel-Stück, ein Kammerspiel und ein literarischer Soloabend. Die erste Premiere ist am 17. Oktober. AustroPott zeigt seit 2012 regelmäßig Komödien, Kriminalstücke und literarische Bühnenprogramme im Kino im Erdgeschoss des Dortmunder U. Viele der beteiligten Schauspieler*innen waren am Schauspiel Dortmund engagiert und sind auch aus Film und Fernsehen bekannt.
Krimikomödie über einen Anwalt, der achtsam mordet
Den Auftakt macht am 17. Oktober „Achtsam morden“ nach dem Bestseller von Karsten Dusse. Im Mittelpunkt steht der Spitzenanwalt Björn Diemel, der mit einem Achtsamkeitsseminar seine Work-Life-Balance verbessern will und dabei höchst ungewöhnliche Wege einschlägt.
Zwischen Atemübungen, Leichenentsorgung und Kindergarten-Elternabend wird aus dem gestressten Juristen ein erstaunlich entspannter Mörder. Monika Bujinski, Harald Schwaiger und Michael Kamp übernehmen gemeinsam 25 Rollen. Weitere Vorstellungen sind bis April 2027 geplant.
Zwei Menschen, die sich ein Leben lang schreiben
Ab dem 15. November steht „Love Letters“ von A.R. Gurney wieder auf dem Spielplan. Das Stück erzählt von Melissa und Andy, die sich seit ihrer Kindheit Briefe schreiben und über Jahrzehnte verbunden bleiben, obwohl ihre Lebenswege unterschiedlicher kaum sein könnten.
Es handelt von Nähe, verpassten Chancen, Humor und der großen Liebe und gilt als eines der bekannten Theaterstücke der amerikanischen Literatur. Nach Angaben der Gruppe wurde es 1990 für den Pulitzer-Preis nominiert.
Ein früheres Ehepaar trifft sich am Grab des gemeinsamen Kindes
Am 23. Januar 2027 folgt „Gift. Eine Ehegeschichte“ von Lot Vekemans. Ein ehemaliges Ehepaar begegnet sich viele Jahre nach der Trennung am Grab des gemeinsamen verstorbenen Kindes.
Die Begegnung konfrontiert beide mit Vergangenheit, Trauer und den unterschiedlichen Wegen, mit dem Verlust zu leben. Monika Bujinski und Michael Kamp spielen das Kammerspiel über Liebe, Schuld, Hoffnung und die Möglichkeit von Versöhnung.
Harald Schwaiger spielt Zweigs „Schachnovelle“ als Soloabend mit Chansons

Ab dem 30. Januar 2027 bringt Harald Schwaiger Stefan Zweigs „Schachnovelle“ als Soloabend auf die Bühne.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der 1938 in einem Gestapo-Gefängnis in Wien unter Isolation und psychischer Folter um seinen Verstand kämpft. Das Schachspiel wird für ihn zum geistigen Widerstand und zum Sinnbild für Freiheit und Menschlichkeit.
Zwischen den Szenen singt Schwaiger Chansons aus den 1920er- und 1930er-Jahren und verbindet so Literatur, Musik und Theater.
Weitere Informationen und Termine gibt es unter austropott.de.

