Hafen wird zum flinta*sialand: Ein Festival der Vielfalt – nicht nur für die queere Community

Bühnenprogramm und Netzwerktreffen am 15. August, Eintritt frei

DJs, Livebands – alle Sparten: flinta*sialand feiert auch in diesem Jahr die musikalische Vielfalt jenseits starrer Schubladen (Archivbild 2025) AdinaSalomeHarnischfeger

Am Samstag (15 August 2026) findet zum zweiten Mal das Festival flinta*sialand statt. Es will FLINTA* Künstler:innen mehr Sichtbarkeit verschaffen, sie untereinander vernetzen und auf diese Weise stärken. FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, transgeschlechtliche und agender Personen. Das Sternchen dient hier als Platzhalter für weitere Identitäten.Gefeiert wird Open-Air, auf dem Gelände des Speicher 100, und alle Menschen sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

13 FLINTA* Acts auf zwei verschiedenen Bühnen

„Eigentlich wollten wir dieses Jahr kleiner werden, aber nun haben wir im Gegensatz zu letztem Jahr ein deutlich umfassenderes Programm“, erzählt Lisa von FLINTA*SIA. Und tatsächlich hat das Kollektiv eine Menge auf die Beine gestellt: 13 FLINTA* Acts auf zwei verschiedenen Bühnen, hinzu kommen verschiedene Workshopangebote, die das Programm inhaltlich begleiten.

Keine Angst vor genreübergreifenden Experimenten. AdinaSalomeHarnischfeger

Wie im letzten Jahr präsentiert flinta*sialand dabei musikalische Vielfalt jenseits starrer Schubladen. Punk trifft auf Hip-Hop, elektronische Musik auf genreübergreifende Experimente. Das Line-up bringt FLINTA*- und BIPOC-Künstler*innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen und verbindet lokale Live-Acts mit DJs und Performance.

Dabei sind unter anderem Beste&Liv (DO) , Tigrrez Punch (BO), scherwin hosseini b2b Alias Shay (DO) sowie makahaun (MS). Alle Infos finden sich auf der Webseite und bei Instagram: @flintasia_kollektiv.

Szenografinnen setzen liebevolle Kontraste zum Industriecharme

Besondere Atmosphäre auf dem Festival 2025 AdinaSalomeHarnischfeger

Auch das Workshopangebote ist bunt: Poesie, Grafitti, Latexkunst, Nähen, Mutmuskel trainieren – dazu Lesungen und 16 Verkaufsstände von FLINTA* Personen, die Kunst, Kleidung oder Accessoires selber machen und im Community Space des Festivalgeländes anbieten.

Die Macher:innen von flinta*sialand möchten die bestehende Szenen stärken, neue Stimmen sichtbar machen und zeigen, wie vielfältig die FLINTA*-Kulturlandschaft direkt vor der Haustür ist.___STEADY_PAYWALL___

Auch der Ort rund um den Speicher 100 lässt sich an diesem Tag auf besondere Weise erfahren: Die von einem Szenografinnen-Team konzipierte und umgesetzte Dekoration will einen liebevollen Kontrast zum industriellen Charme setzen.
Bühnendeko, gemütliche Chillouts aus Gendersternchen-Kissen und – wenn es dunkler wird – Beleuchtung und Visuals sollen für eine entspannte Atmosphäre sorgen.

Wer produziert, organisiert und gestaltet eigentlich Kultur?

„Letztes Jahr hatten wir über den Tag verteilt rund 900 Menschen zu Besuch“, erinnert sich Lisa und „der positive Zuspruch hat uns sehr motiviert, das Festival noch einmal zu veranstalten.“

Flinta* Workshop 2025 Lena Liedmann

Der Plan der Veranstalter:innen, einen Raum für Sichtbarkeit, Empowerment und Vernetzung von FLINTA*-Künstler*innen und queeren Communities zu schaffen, scheint aufzugehen: „Wir sehen auch, dass immer mehr FLINTA* Personen sich bestärkt fühlen selber auf die Bühne oder hinter die Decks zu gehen und das möchten wir supporten“, so Lisa.

Dabei geht es flinta*sialand nicht nur um die Sichtbarkeit von Künstler:innen auf der Bühne, sondern auch um die Frage, wer Kultur produziert, organisiert und gestaltet.

Von Projektleitung, Kuration und Szenografie über Grafikdesign, Social Media und Technik bis hin zu Awareness- und Sicherheitsstrukturen setzt das Festival bewusst auf FLINTA*-Perspektiven in Bereichen, die im Kulturbetrieb häufig von cis-männlichen Akteuren geprägt sind.

Langfristig braucht es einen Perspektivwechsel

Was wünschen sie sich vom FLINTA*SIALAND 2026? „Vor allem, dass sich alle Menschen willkommen fühlen und FLINTA* den Festivalraum als Safer Space wahrnehmen, in dem sie eine gute und sichere Zeit haben, feiern, entdecken und sich ausprobieren können“, denkt Lisa.

Langfristig aber braucht es mehr als einen Festivaltag, nämlich finanzielle Möglichkeiten, faire Chancen und vor allem einen Perspektivwechsel. Lisa: „Wir hoffen, dass Booker*innen und Veranstalter*innen sich von unserem Festival inspirieren lassen und ihre Line-ups hinterfragen. Es gibt so viele großartige FLINTA*-Artists, die Bühnen verdienen.“

Der Hafen wird zum Flintasia*land: Festivalplan 2026 Presse Flintasialand

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