Aufmerksamkeitsökonomie bedroht Demokratie: Dortmund sucht Wege aus der Plattformfalle

Diskussion über soziale Netzwerke, Social-Media-Falle und Alternativen

Menschen an der Weggabelung: Düstere City der Techgiganten oder dezentrale digitale Dörfer...
Fediverse statt Tech-Giganten? Durch dezentrale und europäische Lösungen ließe sich auch heute schon etwas machen. Visualisierung: Nordstadtblogger-Redaktion mit KI

Über zweieinhalb Stunden lang drehte sich im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek alles um eine Frage, die längst nicht mehr nur Technik-Interessierte beschäftigt: Wer entscheidet, was wir im Netz sehen – und welche Folgen hat das für unsere Demokratie? Die ver.di-Vertrauensleute der Stadtverwaltung Dortmund hatten gemeinsam mit dem ver.di-Bezirk Westfalen zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung eingeladen. Die entscheidende Frage: „Wie könnten soziale Netzwerke zu einer demokratischen Kraft werden?“

„Das freie Internet wird abgeschafft“

Im Zentrum stand ein ausführlicher Impulsvortrag von Björn Staschen, Journalist, Medienwissenschaftler und Initiator von „Save Social – Networks for Democracy“. Anschließend ordneten drei Gäste aus Stadtverwaltung, Kirche und Technikwelt das Gehörte für Dortmund ein, bevor das Publikum selbst das Mikrofon übernahm. Moderiert wurde die Diskussion von Nordstadtblogger-Redaktionsleiter Alexander Völkel.

Verdi-Sekretär David Staercke Foto: Hartmut Müller

Eröffnet hatte die Veranstaltung der zuständige ver.di-Sekretär David Staercke. Soziale Medien könnten demokratische Arbeit zerstören, bewusst oder unbewusst, mahnte er gleich zu Beginn – als Beispiel nannte er den Rechtsstreit zwischen Elon Musk und dem ZDF, dem der Sender vorgeworfen hatte, indirekt zur Gewalt aufgerufen zu haben. Die Kernfrage des Abends: Wie werden aus sozialen Netzwerken wieder eine demokratische und keine zersetzende Kraft?

Björn Staschen begann seinen Vortrag mit einem Bekenntnis: Er habe digitale Plattformen lange geliebt und als Reporter intensiv genutzt. Während des G20-Gipfels in Hamburg habe ihm Twitter geholfen, ein Bild jenseits offizieller Polizeimitteilungen zu bekommen. Soziale Medien hätten damals tatsächlich mehr Symmetrie in die Berichterstattung gebracht.

Doch genau diese gute Idee sei inzwischen kaputtgegangen, so seine zentrale These: Das einst freie Internet werde von wenigen Tech-Konzernen schrittweise abgeschafft. Als Beleg führte er an, dass durch das Programm „Lavender“ Menschen getötet worden seien, weil ihre WhatsApp-Metadaten über Geheimdienste ausgelesen worden seien – ein Hinweis, wie sehr sich in Zeiten hybrider Kriegsführung ein genauerer Blick auf die eigenen Smartphones lohne.

Geschäftszweck war nicht Vernetzung, sondern Datensammlung

Den eigentlichen Auslöser für die Gründung von „Save Social“ machte Staschen an einem Foto fest: der Amtseinführung von Donald Trump Anfang vergangenen Jahres, bei der sich Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Google-Chef Sundar Pichai und Elon Musk demonstrativ hinter dem neuen Präsidenten aufstellten.

Björn Staschen ist Journalist, Medienwissenschaftler und Initiator von „Save Social“. Foto: Hartmut Müller

Einen Tag später habe Zuckerberg seine Moderationsteams entlassen, Musk habe das längst getan – für Staschen der Moment, in dem klar wurde, dass diese Plattformen keine „sozialen“ Medien mehr sein könnten. Ihr eigentlicher Geschäftszweck sei nie die Vernetzung der Menschen gewesen, sondern die Sammlung von Daten: „Das Produkt sind wir.“

Diese Daten seien die erste Stufe einer Kette, an deren Ende KI-Modelle stünden, die Arbeitsplätze überflüssig machen könnten. Als besonders kritisch nannte er die Analysesoftware Palantir: Auch wenn Meta keine Daten direkt weitergebe, seien über Umwege Daten in den entsprechenden Pool gewandert.

Geschlossene Silos statt offenes Netz

Ein weiterer Schwerpunkt war die zunehmende Abschottung der großen Plattformen voneinander. Wer auf Instagram einen Beitrag entdecke und weiterlesen wolle, lande über den einzigen erlaubten Link in der Bio meist wieder nur im plattformeigenen Browser.

Staschen erinnerte an eine Warnung des Web-Erfinders Tim Berners-Lee: Große soziale Netzwerke würden die Inhalte ihrer Nutzer regelrecht vom Rest des Internets abschotten, jede Plattform sei zu einem geschlossenen „Silo“ geworden.

Wie drastisch das ist, zeigte er anhand einer Auswertung des Medienwissenschaftlers Martin Andree: Auf wenige Plattformmonopole konzentriere sich praktisch der gesamte Internet-Traffic in Deutschland, der Rest erhalte kaum noch Aufmerksamkeit – Staschen sprach pointiert von einem „Friedhof“.

Wenn Journalismus zum Gast auf fremdem Boden wird

Auch unabhängige Medien blieben von dieser Entwicklung nicht verschont. Klassische, lineare Medien erreichten zwar noch immer 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung, doch die journalistische Sichtbarkeit verschiebe sich in eine algorithmische Blackbox: Selbst Chefredaktionen wüssten kaum noch, wen sie über die Plattformen tatsächlich erreichten.

Eine Demokratiesäule erodiert durch Fakewws und Co
Die Demokratie und zentrale Werte stehen durch die Plattformökonomie im Internet unter Beschuss. Visualisierung: Nordstadtblogger-Redaktion mit KI-Unterstützung

Weit mehr als die Hälfte der Werbegelder in Deutschland fließe inzwischen an Google und Meta. Allein 2022 hätten öffentlich-rechtliche Sender 751 einzelne Angebote für soziale Medien produziert, rund 75 davon exklusiv für die Plattformen, deren Algorithmen laut Staschen aktiv an der Demokratie sägten, weil Formate zunehmend emotionalisiert würden, um bessere Reichweiten zu erzielen.

Treffend habe das einst auch der frühere Burda-Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen formuliert, der unabhängige Verlage sinnbildlich als David im Slalom um fünf Goliaths beschrieben habe.

Wenn der Plattformbesitzer selbst zum Brandstifter wird

Besonders eindringlich wurde Staschens Vortrag, als er auf die Rolle einzelner Plattformbesitzer einging. Anhand einer Recherche zeigte er, wie Elon Musk im Zusammenhang mit Unruhen im nordirischen Belfast Beiträge veröffentlicht hatte, in deren Antworten die Auswertung mehrere hundert konkrete Gewaltaufrufe fand. Juristisch habe das ZDF gegen Musk verloren, weil er formal selbst nicht zur Gewalt aufgerufen habe – Reichweite aber habe er.

Björn Staschen ist Initiator von „Save Social – Networks for Democracy“. Foto: Hartmut Müller

Studien rund um die Bundestagswahl hätten zudem gezeigt, dass die AfD auf X und TikTok deutlich häufiger empfohlen wurde, als es ihrer eigenen Aktivität entsprochen hätte, während Grüne und FDP trotz häufigerer Beiträge seltener ausgespielt wurden – aus Staschens Sicht Ausdruck der politischen Haltung der Plattform-Eigentümer.

Mit Blick auf KI-Chatbots als wachsende Nachrichtenquelle, laut Reuters Digital News Report 2025 besonders bei jüngeren Nutzergruppen, warnte er: Erhalten Nutzende direkt fertige Antworten, verschwinde die Möglichkeit, die Glaubwürdigkeit einer Quelle zu überprüfen. Ergänzend verwies er auf eine Einschätzung des Club of Rome, wonach die größte Herausforderung der Gegenwart die kollektive Unfähigkeit sei, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden.

Offene Standards statt geschlossener Plattformen

Praktisch wirbt die Initiative Save Social für den monatlichen „Digital Independence Day“. Screenshot: Save Social

Sein zentraler Lösungsvorschlag: Soziale Netzwerke müssten künftig genauso interoperabel funktionieren wie E-Mail oder RSS-Feeds. Genau das ermögliche das offene Protokoll ActivityPub, auf dem das Fediverse mit Diensten wie Mastodon, Pixelfed oder Funkwhale basiert – ergänzt um das jüngere AT-Protokoll rund um Bluesky.

Mit „Save Social“ habe man eine Petition vorgelegt, die unter anderem fordert, dass öffentlich finanzierte Inhalte auch auf offenen Plattformen verfügbar sein müssen, Schulen vorrangig offene Systeme vermitteln, sowie Marktanteilsobergrenzen und eine Digitalsteuer für Qualitätsjournalismus.

Mehrere Forderungen fänden sich bereits im Koalitionsvertrag wieder, auch die SPD habe per Präsidiumsbeschluss den Aufbau alternativer, gemeinwohlorientierter sozialer Medien unterstützt.

Praktisch wirbt die Initiative zudem für den monatlichen „Digital Independence Day“, an dem ein Dienst gewechselt werden kann, etwa von WhatsApp zu Signal. Sein Rat an alle, die sich nicht komplett lösen wollten: die „Plus-eins-Strategie“ – neben den etablierten Kanälen mindestens eine offene Alternative aufbauen.

Verwaltung im Spannungsfeld: digitale Souveränität versus Reichweite

Christian Nähle von den ver.di-Vertrauensleuten ordnete die Lage aus Sicht der Stadtverwaltung ein. Die Vertrauensleute würden von den Kolleginnen und Kollegen gewählt, um als Bindeglied zwischen Beschäftigten und Gewerkschaft zu wirken. Die Stadtverwaltung sei längst auf kommerziellen Plattformen aktiv, inzwischen aber auch bei Mastodon und Bluesky präsent.

Christian Nähle (re.) ist Vertreter der ver.di-Vertrauensleute innerhalb der Dortmunder Stadtverwaltung. Foto: Hartmut Müller

Genau das berge ein Dilemma, so Nähle: Für die Daseinsvorsorge sei die Verwaltung auf digitale Infrastruktur angewiesen, die erkennbar nicht im Sinne des Gemeinwohls arbeite – sichtbar am städtischen X-Account mit über 100.000 Followern, während der parallele Mastodon-Account nur einen Bruchteil davon erreiche.

Dahinter stehe eine größere Frage: Habe man als öffentlicher Dienst noch ausreichende Kontrolle über die eigene „immaterielle Infrastruktur“? Als weiteres Beispiel nannte er die 70.000 angeschafften iPads für Dortmunder Schulen sowie PayPal als einzigen digitalen Bezahlweg der Stadt. Die Vertrauensleute planten nun eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema.

Kirche und Klimabewegung: ein Widerspruch zu den eigenen Werten

Als zweiten Impulsgeber begrüßte die Runde Pfarrer Friedrich Laker, der im Klimabündnis Dortmund und in der evangelischen Kirche aktiv ist. Für die Dortmunder Zivilgesellschaft – derzeit auf dem Weg zu einem gemeinsamen Initiativenrat – seien digitale Plattformen zur Kommunikation unverzichtbar, würden zugleich aber viel zu unreflektiert genutzt: ein Widerspruch zu den eigenen Werten.

Pfarrer Friedrich Laker engagiert sich im Klimabündnis Dortmund. Foto: Hartmut Müller

Besonders bewegte Laker eine Erkenntnis des Abends: Warum erreichten selbst offensichtliche Fakten zum Klimawandel die Menschen nicht in dem Maße, das nötig wäre – und warum sei „Fridays for Future“ wieder abgeflacht?

Ein Teil der Antwort liege, wie er nun deutlicher sehe, in einer digitalen Kommunikationsstruktur, die bewusst dafür sorge, dass bestimmte Inhalte nicht durchdringen. Auf die Frage, wie die evangelische Kirche – mit deutlich mehr Mitgliedern als ver.di – das Thema diskutiere, musste Laker einräumen: bislang kaum, obwohl das angesichts kirchlicher Werte ein eklatanter Widerspruch sei.

TCP/IP für Menschen: Wie das Fediverse funktioniert

Den technischen Part übernahm Hartmut Müller, der die Nordstadtblogger seit Jahren unterstützt. Er erklärte das Prinzip mit einem einfachen Bild: So wie TCP/IP der Standard sei, über den Computer überhaupt erst kommunizieren könnten, sei ActivityPub der Standard, über den unterschiedliche Anwendungen Menschen vernetzen.

Mastodon gilt als die frei organisierte Alternative zu X. Screenshot: Mastodon

Mastodon sei dabei nur eine von vielen möglichen Anwendungen. Jede und jeder könne einen eigenen Server betreiben, kostenlos oder kostenpflichtig, und trotzdem blieben alle Server über das offene Protokoll verbunden – ähnlich wie verschiedene E-Mail-Anbieter; die Nordstadtblogger selbst seien über die Instanz .social im Fediverse vertreten.

Auf die Frage, was eine größere Dortmunder Community wie „Dortmund Social“ bräuchte, antwortete Müller pragmatisch: zuallererst den Willen, tatsächlich etwas zu tun. Bei der Frage, wer eine solche Plattform betreiben sollte, zog sich Müller als „Techie“ bewusst zurück: Entscheidend sei, wem zukünftige Nutzende am meisten vertrauten, gerade bei heiklen Moderationsfragen. Damit ein solches Projekt aus der Nische herauskomme,  persönliche Begegnung – ein weiterer Server irgendwo im Netz reiche nicht.

Die Diskussion: Zwischen Datenschutzbedenken und Tatendrang

An der lebhaften Diskussion beteiligten sich zahlreiche Interessierte und Engagierte aus Verbänden, Gewerkschaften, Parteien, der Stadtverwaltung sowie aus zivilgesellschaftlichen Initiativen. Sie brachten unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft digitaler Plattformen, den Umgang mit sozialen Netzwerken und die Möglichkeiten einer unabhängigen digitalen Infrastruktur ein.

Die Stadt Dortmund auf Social Media – den reichweitenstarken X-Account musste sie auf politischen Druck stilllegen.

Dabei wurde deutlich, dass das Thema weit über technische Fragen hinausreicht und Politik, Verwaltung sowie die organisierte Zivilgesellschaft gleichermaßen beschäftigt.

Ein solcher Schwerpunkt der Debatte war die Frage, wer eine mögliche Dortmunder Mastodon-Instanz betreiben könnte und welche rechtlichen sowie organisatorischen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssten.

Diskutiert wurde insbesondere, welche Rolle eine Kommune dabei übernehmen kann und wo aus Gründen der Meinungsfreiheit und staatlichen Neutralität Grenzen verlaufen. Einigkeit bestand darüber, dass der langfristige Erfolg einer solchen Plattform weniger von der technischen Infrastruktur als vielmehr von einer verantwortungsvollen Moderation und einer aktiven Community abhängt.

Aus den Reihen der Verwaltung wurde zudem auf datenschutzrechtliche Herausforderungen hingewiesen, die den Einsatz offener Softwarelösungen bislang erschweren.

Gleichzeitig machten Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Initiativen deutlich, dass sie die Idee einer lokalen Plattform grundsätzlich unterstützen, ein solches Projekt derzeit aber nicht allein organisatorisch und personell tragen könnten. Stattdessen wurden verschiedene Modelle einer Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Vereinen und engagierten Einzelpersonen diskutiert.

Frustration über Algorithmen, Datensammlung und mangelnde Transparenz

Mehrere Wortmeldungen beschäftigten sich außerdem mit der Frage, welche Bevölkerungsgruppen an der Debatte bislang kaum beteiligt sind. Kritisch angemerkt wurde, dass vor allem Männer mittleren und höheren Alters über digitale Alternativen diskutierten, während jüngere Menschen und Frauen deutlich unterrepräsentiert seien.

Die Diskussionsteilnehmer mit Musikerin Charlotte Voigt, die für musikalische Impulse und Besinnungspausen sorgte. Foto: Alex Völkel für Nordsatadtblogger.de

Daraus entwickelte sich eine Diskussion darüber, wie insbesondere Jugendliche besser erreicht werden können und welche Rolle Schulen, Jugendzentren und niedrigschwellige digitale Angebote dabei spielen könnten.

Auch die Dominanz großer kommerzieller Plattformen war ein wiederkehrendes Thema. Mehrere Teilnehmende beschrieben, dass Facebook, Instagram oder TikTok zwar durch ihre einfache Nutzung attraktiv seien, gleichzeitig aber immer häufiger Frustration über Algorithmen, Datensammlung und mangelnde Transparenz auslösten. Deshalb wurde darüber gesprochen, wie digitale Selbstbestimmung gestärkt und mehr Menschen für dezentrale und datenschutzfreundliche Alternativen gewonnen werden könnten.

Ziele: Gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Beteiligung

Darüber hinaus kreiste die Diskussion um die Frage, wie sich bekannte Persönlichkeiten, Vereine und Institutionen für einen Plattformwechsel gewinnen ließen und wie sich lokale digitale Gemeinschaften erhalten oder neu aufbauen könnten.

Auch Forderungen nach strengeren Regeln für soziale Medien, insbesondere zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, wurden angesprochen. Dabei überwog die Einschätzung, dass nicht pauschale Verbote, sondern eine Regulierung manipulativer Algorithmen sowie die Förderung eigener, demokratisch organisierter Plattformen zielführender wären.

Weitere Wortmeldungen beschäftigten sich mit dem Umgang mit Hasskommentaren, der gesellschaftlichen Verantwortung großer Technologiekonzerne und den langfristigen Folgen einer zunehmenden Abhängigkeit von wenigen internationalen Plattformbetreibern.

Immer wieder wurde betont, dass digitale Räume zwar wichtig seien, gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Beteiligung jedoch vor allem durch persönliche Begegnungen, lokales Engagement und funktionierende Netzwerke vor Ort entstünden. Zum Abschluss der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, sich für eine Arbeitsgruppe einzutragen und die Diskussion über konkrete nächste Schritte fortzusetzen.

Mehr zur Save Social: savesocial.eu/


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Diskussion: Wie könnten soziale Netzwerke zu einer demokratischen Kraft werden?

Reaktionen

  1. ph

    Da sowohl die Stadt Dortmund als auch Nordstadtblogger auf der Domain ruhr.social ihre Fediverse-Heimat gefunden haben, frage ich mich warum überhaupt noch über eine Dortmunder Lösung diskutiert wird. Föderalismus in allen Ehren, aber diese Kleinstaaterei ist doch Unsinn, wenn man die bestehende Infrastruktur nutzen kann.

    • Nordstadtblogger-Redaktion

      Hallo, bei der Diskussion ging es nicht um Kleinstaaterei, sondern um eine Dortmund-Community – online wie auch offline.

  2. Christian Nähle

    An diesem Artikelauszug

    „Aus den Reihen der Verwaltung wurde zudem auf datenschutzrechtliche Herausforderungen hingewiesen, die den Einsatz offener Softwarelösungen bislang erschweren.“

    ist zu merken, wie viel Aufklärungsarbeit die Verwaltung in die eigenen Reihen noch zu leisten hat. Open Source ist ein Vertrauensanker. Denn nur, wenn von unabhängigen Dritten nachvollzogen werden kann, was eine Software tatsächlich tut, kann diese datenschutzrechtlich vollends beurteilt werden. Fachlich verweise ich beispielhaft auf die Entschließung der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder vom 22.09.2020 mit dem Titel „Digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung herstellen – Personenbezogene Daten besser schützen „. Dort heißt es u.a., dass die „Nutzung von Open Source Software besonders erfolgversprechende Handlungsoptionen“ bietet. Wann kommt dieses Wissen auch in der Stadtverwaltung Dortmund vollumfänglich an?

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