
Das Klangvokal Musikfestival Dortmund 2026 präsentiert internationale Opernproduktionen, Chormusik und neue Klangperspektiven. Rund 4.700 Sänger:innen aus 180 Chören wirken mit. Highlights sind Opernwerke von Rameau, Donizetti und Purcell sowie der Tenor Pene Pati. Das Festival verbindet künstlerische Exzellenz mit dem Engagement der Stadtgesellschaft. Das Publikum kann sich auf Pop-, Jazz- und Familienkonzerte freuen.
Opern als glanzvolle Höhepunkte
Mit drei konzertanten Opernaufführungen spannt das Festival einen Bogen von französischer Tragédie lyrique über italienischen Belcanto bis zur englischen Barockoper. Jean-Philippe Rameaus „Les Boréades“ erklingt am 22. Mai im Orchesterzentrum|NRW. Die internationale Koproduktion unter Barockspezialist Reinoud Van Mechelen ist exklusiv in Dortmund zu erleben.
Gaetano Donizettis „La favorite“ steht am 7. Juni im Konzerthaus Dortmund auf dem Programm. Varduhi Abrahamyan, Kang Wang und Germán Enrique Alcántara übernehmen die zentralen Partien, begleitet vom WDR Rundfunkchor und Funkhausorchester unter Antonino Fogliani. Das Konzert ist eine Eigenproduktion des Festivals in Kooperation mit dem WDR.
Ein weiteres Highlight bietet Pene Pati am 29. Mai mit neapolitanischen Kanzonen. Begleitet vom Barockorchester Il Pomo d’Oro vermittelt er Belcanto-Tradition, subtile Interpretationen und stilistische Eleganz. Henry Purcells Barockoper „Dido and Aeneas“ erklingt im Rahmen der Klangvokal-Konzertsaison am 9. Februar 2027 im Reinoldihaus Dortmund, interpretiert vom Ensemble Vox Luminis.
Chormusik als verbindendes Zentrum
Chormusik bildet das identitätsstiftende Zentrum von Klangvokal. Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ erklingt am 30. Mai in St. Reinoldi mit Karolina Bengtsson, Daniel Behle, Manuel Walser, dem Dortmunder Bachchor und der Neuen Philharmonie Westfalen.

Das „Fest der Chöre“ am 13. Juni zeigt die gesellschaftliche Verankerung des Festivals. 180 Ensembles aus Dortmund und der Region schaffen eine vielstimmige Klanglandschaft. Die Veranstaltung unterstreicht die integrative Dimension von Klangvokal.
Torsten Mosgraber, Direktor des Musikfestivals, betont: „Die Stimme ist das unmittelbarste musikalische Ausdrucksmittel, das wir haben – sie schafft Nähe, ermöglicht Verständigung und lässt Vielfalt hörbar werden. Klangvokal versteht sich als Resonanzraum für diese Erfahrung und als Einladung zum Zuhören, Entdecken und gemeinsamen Erleben.“
Pop, Jazz und neue Klangperspektiven
Internationale Stimmen wie Cyrille Aimée am 16. Mai und Andrea Motis am 27. Mai bringen Jazz, Global Music und Pop ins Programm, während Clubkonzerte im domicil Nähe zwischen Publikum und Künstler:innen schaffen.

Das „Soundzz-Familienkonzert“ am 17. Mai mit dem Trio Luah lädt junge Zuhörer:innen ein, die Welt der Stimme spielerisch zu entdecken. Erstmals eröffnet Klangvokal mit einem Pop- und Rock-Abend im Konzerthaus Dortmund.
Unter dem Motto „Back to the 90s“ treffen am 15. Mai ikonische Songs eines prägenden Jahrzehnts auf sinfonische Arrangements. Die Neue Philharmonie Westfalen unter Chefdirigent Rasmus Baumann interpretiert die Songs und vereint Nostalgie mit Modernität.
Klangvokal-Konzertsaison 2026/27
Vom 13. November 2026 bis 9. April 2027 setzt die 6. Klangvokal-Konzertsaison im Reinoldihaus Dortmund die Festivalidee fort. Renaissance- und Barockprogramme mit Concerto Italiano, Solist:innen wie Bruno de Sá, Cecilia Molinari und Marie-Nicole Lemieux sowie Werke von Monteverdi, Purcell und Scarlatti prägen die Reihe.

Ergänzt werden die Programme durch Akzente jenseits der Alten Musik, etwa mit Eric Bibb am 13. November und dem Lettischen Rundfunkchor am 9. April 2027 mit Arvo Pärts „Kanon Pokajanen“.
Dirk Schaufelbeger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund, hebt die Rolle der Partner hervor: „Klangvokal steht beispielhaft für das, was kulturelles Engagement bewirken kann: Es bringt Menschen zusammen, stärkt das Miteinander und macht die enorme Vielfalt der Chor- und Musikszene in unserer Stadt sichtbar. Besonders die Zusammenarbeit der vielen Chöre aus Dortmund und der Region ist ein Ausdruck gelebter Gemeinschaft, die wir aus Überzeugung fördern.“

