Für eine bessere Verkehrsplanung: Die Stadt Dortmund startet Mobilitätsbefragung

33.000 zufällig ausgewählte Haushalte bekommen Fragebögen

Die Stadt Dortmund befragt 33.000 Haushalte zu ihrem Mobilitätsverhalten. Foto: Jörg Schimmel für DSW21

Um die Bedürfnisse der Dortmunder:innen rund um Mobilität und ihr alltägliches Verkehrsverhalten besser in die Planung zu berücksichtigen erhalten 33.000 Haushalte einen Fragebogen zum Thema Mobilität und Verkehr von der Stadt Dortmund. Oberbürgermeister Thomas Westphal bittet diese zufällig ausgewählten Haushalte in einem Anschreiben, sich an der Mobilitätsbefragung zu beteiligen: „Ihre Teilnahme ist freiwillig, aber wir bitten Sie sehr herzlich, uns zu unterstützen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.“

Daten als wichtige Grundlage für den neuen Nahverkehrsplan

Der Fragebogen enthält Fragen zur Haushaltssituation, zu den im Haushalt lebenden Personen sowie ein Wegeprotokoll. Teilnehmenden können aus mehreren vorgeschlagenen Terminen einen passenden Werktag auswählen, an dem sie alle zurückgelegten Wege dokumentieren.

Auszug eines Fragebogens
Ein Muster: So sieht der Fragebogen aus, den 33.000 zufällig ausgewählte Haushalte mit der Post erhalten. Muster-Fragebogen: Stadt Dortmund

Teil der Befragung sind unter anderem Fragen wie: Mit welchem Verkehrsmittel wurde der Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen, zum Sport, in der Freizeit, nach Hause oder zu anderen Zwecken zurückgelegt? Wie oft nutzen Sie die unterschiedlichen Verkehrsmittel? Wie bewerten Sie die verschiedenen Verkehrssysteme in Ihrem Wohnumfeld? Was würde Sie motivieren, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen?

Welche Verkehrsmittel die Dortmunder:innen wie nutzen, wurde zuletzt in den Jahren 2019, 2013 und 2005 erhoben. Die Stadt möchte die Entwicklung des Verkehrsaufkommens und die Struktur des Verkehrs weiter kontinuierlich dokumentieren. Die Daten bilden eine wichtige Grundlage zum Beispiel für den neuen Nahverkehrsplan.

Die Beantwortung ist online oder per Post möglich

Die rund 33.000 angeschriebenen Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister der Stadt Dortmund gezogen. Die Antworten sind auch dann wertvoll für die Verkehrsplanung, wenn die Angefragten nur selten oder gar nicht das Haus verlassen, nur kurze Wege zurücklegen oder kein Auto haben. Damit die Befragung repräsentativ ist, dürfen nur die ausgewählten Adressaten an der Befragung teilnehmen.

Auszug eines Fragebogens
Der Fragebogen kann online oder per Post beantwortet werden. Muster-Fragebogen: Stadt Dortmund

Die Fragen können online oder per Post beantwortet werden. Die Teilnahme ist freiwillig und die Antworten bleiben anonym. Alle Vorschriften des Datenschutzes werden eingehalten.

Die Mobilitätsbefragung läuft über drei Wochen (unmittelbar vor den Sommerferien). Die Stadt Dortmund hat die Planungsgesellschaft „büro stadtVerkehr“ aus Hilden damit beauftragt.

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Reaktionen

  1. Neuer Nahverkehrsplan für Dortmund soll Bus und Bahn noch moderner, verlässlicher und attraktiver machen (PM)

    Die Stadt Dortmund stellt die Weichen für die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs: Der Rat entscheidet im Juli über den Start zur Neuaufstellung des Nahverkehrsplans. Das schafft die Grundlage, um Bus- und Bahnangebote in den kommenden Jahren gezielt weiterzuentwickeln und an neue Anforderungen anzupassen.

    Der Nahverkehrsplan ist das zentrale Steuerungsinstrument für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Er legt fest, wie das Angebot für Bus und Bahn künftig aussehen soll – von Linienführungen und Taktzeiten bis hin zu Qualitätsstandards und Investitionen.

    Warum ein neuer Nahverkehrsplan nötig ist

    Ziel der Neuaufstellung ist es, den ÖPNV noch moderner, verlässlicher und attraktiver zu machen. Dazu gehören unter anderem:

    – bessere Verbindungen und dichtere Takte,
    – mehr Barrierefreiheit,
    – stärkere Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln und
    – neue Angebote für die „letzte Meile“.

    Auch Digitalisierung und klimafreundliche Antriebe werden stärker berücksichtigt.

    Der aktuell gültige Nahverkehrsplan stammt aus dem Jahr 2014. Er wurde seitdem nur punktuell und anlassbezogen durch Fachbeiträge und Ratsbeschlüsse fortgeschrieben. Seit 2014 haben sich die Anforderungen deutlich verändert: Klimaschutz, neue Mobilitätsangebote und veränderte Bedürfnisse der Fahrgäste spielen heute eine größere Rolle.

    Die Neuaufstellung fußt auf der neuen ÖPNV-Strategie des Masterplans Mobilität 2030 „Dortmund & die Region: Nach innen und außen vernetzte Stadt“. Diese beschreibt die langfristigen Ziele für den Nahverkehr in Dortmund und zeigt, wie noch mehr Menschen für Bus und Bahn gewonnen werden können. Der neue Nahverkehrsplan konkretisiert diese Ziele und soll sie in umsetzbare Schritte für die kommenden Jahre übersetzen.

    Beteiligung und Zukunftsbilder in Szenarien

    Ein wichtiger Bestandteil des Prozesses ist die Beteiligung der Öffentlichkeit. Bürger*innen, Verbände und Fachleute sollen ihre Ideen und Anregungen einbringen können. Dafür sind mehrere Beteiligungsformate vorgesehen, zum Beispiel eine öffentliche Auftaktveranstaltung. Auch die enge Abstimmung mit Verkehrsunternehmen – insbesondere DSW21 – sowie mit Nachbarkommunen ist vorgesehen.

    Mit der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans will Dortmund die Verkehrswende aktiv vorantreiben und dabei auch die gestiegenen Kosten für den ÖPNV betrachten. Ein attraktiverer ÖPNV trägt dazu bei, mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn zu bewegen. Das entlastet die Straßen, verbessert die Luftqualität und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

    Der nächste Schritt

    Nach dem Ratsbeschluss wird der neue Nahverkehrsplans in Zusammenarbeit mit einem externen Planungsbüro konkret ausgearbeitet. Dafür plant die Stadt mit einem Zeitraum von rund drei Jahren.

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