Zum Internationalen Saatgut-Tausch-Tag setzt Dortmund auf Vielfalt im eigenen Garten

Kostenloses Saatgut in der Bibliothek der Dinge fördert Biodiversität

Auswahl von Saaten
Die Bibliothek der Dinge verleiht zum Internationalen Saatgut-Tausch-Tag Pflanzensamen. Foto: Stadt Dortmund / Petra Littmann

Der Internationale Saatgut-Tausch-Tag (31. Januar) macht auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt aufmerksam. In Dortmund können Interessierte Saatgut kostenlos in der Bibliothek der Dinge ausleihen. Das Konzept fördert nicht nur die heimische Pflanzenvielfalt, sondern auch die Tierwelt. Unterstützt wird das Angebot vom Umweltamt der Stadt Dortmund.

Pflanzenvielfalt unterstützen: Saatgut ausleihen, anbauen und zurückgeben

Auswahl von Saaten
Die Idee der Saatgutbibliothek ist einfach: Saaten ausleihen, aussähen, ernten und wieder zurückbringen. Foto: Stadt Dortmund / Petra Littmann

Das Prinzip ist einfach: Saatgut ausleihen, anbauen, ernten und einen Teil der Samen zurückbringen. Wer etwas für die pflanzliche Vielfalt tut, fördert gleichzeitig die tierische Vielfalt. Das gilt ganz besonders, wenn es um die heimische Pflanzen- und Tierwelt geht.

Vielfältiges Saatgut trägt dazu bei, alte Sorten zu bewahren, die regionalen Pflanzen zu stärken und Hobbygärtnerinnen und -gärtner für nachhaltiges Gärtnern zu sensibilisieren.

Der Internationale Saatgut-Tausch-Tag findet jedes Jahr am letzten Samstag im Januar statt. Darauf machen das Umweltamt und die Bibliothek der Dinge gemeinsam aufmerksam.

Das Angebot richtet sich an alle, die einen Garten, Balkon oder Blumenkästen haben. Jede:r, der Freude am Gärtnern hat und einen Beitrag zur Erhaltung alter und regionaler Sorten leisten möchte, kann mitmachen.

Für einen Saatgut-Kreislauf, der kontinuierlich neue Kreise zieht

Person schaut sich die Auswahl in der Saatgutbibliothek an
Zum Saatgut bietet die Bibliothek auch das nötige Wissen in Gartenhandbüchern, sogar Gartengeräte können ausgeliehen werden. Foto: Stadt Dortmund / Silke Hempel

In der Bibliothek der Dinge können Bürgerinnen und Bürger Saatgut von Kulturpflanzen wie Tomaten, Bohnen oder Salat sowie einige Blumensorten kostenlos ausleihen. Auch die passenden Gartengeräte stehen bereit. Ziel ist ein Saatgut-Kreislauf, der kontinuierlich neue Kreise zieht.

Unterstützung für das Angebot bot das Umweltamt. Das Open-Source-Tomatensaatgut der Sorte Sunviva auszuleihen und zu sammeln, war ein Projekt, das dort angestoßen wurde. Die Sorte Sunviva gehört zum sogenannten „samenfesten Saatgut“, das seine Genetik nicht verändert und nach der Ernte erneut ausgesät werden kann.

Eine Rarität in einer Zeit, in der große Firmen lieber Saatgut verkaufen, das sich später nicht vermehren lässt und stattdessen jedes Jahr neu gekauft werden muss. In der Natur wäre so etwas eine Einbahnstraße.

Das Umweltamt plant künftig ein Saatgut-Festival in Dortmund, um Austausch, Wissenstransfer und gemeinschaftliches Engagement rund um das Thema Saatgut zu fördern. Noch handelt es sich um ein Zukunftsprojekt, ein mögliches erstes Festival könnte im Frühjahr 2027 stattfinden.

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