Nordstadtblogger

Weltmusik-Festival „LickLike“ in Dortmund: Musik ist die universelle, internationale Sprache der Verständigung

Stellen das Programm des „LickLike“-Weltmusik-Festivals vor: (v.l. stehend) Mercedes Mena Garcia de Köppen, Berenice Becerril, Pastor Friedrich Laker (vo. v.l.) Tobias Bülow und Tarik Thabib. Foto: Gerd Wüsthoff

Von Gerd Wüsthoff

Seit Jahren ist die Pauluskirche der Lydia-Gemeinde in der Nordstadt für ihr kulturelles Engagement in Dortmund und darüber hinaus bekannt. Pastor Friedrich Laker öffnet am Samstag, den 30. Juni 2018, ab 17 Uhr die Tore und den Garten für das erste „LickLike-Festival“. „Der Name ist eine eigene Wortkreation. „Lick“ bezieht sich sich auf eine kurze Musik-Sequenz, oder Riff, ein sich wiederholendes Thema also, und nicht, was man zuerst denken könnte. Und „Like“ ist Mögen“, erklärt Ulf Schrader verschmitzt. „LickLike  ist eine interkulturelle Veranstaltung mit Kunst, Musik und Tanz, inklusive internationalen Leckereien. Gemeinsam zelebrieren wir in der Paulus-Kulturkirche die Vielfalt und die Kunst.“

Naturaleza, Musiktradition des Altiplano, getanzte Geschichte Boliviens und 1001 Nacht

Berenice Becerril und Thomas Werner sind das Duo „Takina Nuna“. Foto: Takina Nuna

Um 17 Uhr wird das Festival mit der Fotoausstellung „Naturaleza“eröffnet. Die Ausstellung zeigt Bilder der Dortmunder Künstlerin mit bolivianisch-mexikanischen Wurzeln, Berenice Becerril. Im Dialog mit Fotograf Christian Solf präsentiert sie Bilder ihrer gemeinsamen Reise durch Peru, Ecuador und Mexiko und klärt die ZuschauerInnen über die jeweilige Kultur, das Leben und die Landschaft auf.

So werden den BetrachterInnen fotografische Eindrücke und Interpretationen ihrer Reise durch die drei Länder Mittelamerikas vermittelt. Gleichzeitig bildet Becerril mit Thomas Werner das Duo „Takina Nuna“. Zusammen bringen sie Folklore aus dem Altiplano (Region in Südost-Peru und West-Bolivien) zu Gehör.

„Amigos de Bolivia“ eine Bolivianische Tanzgruppe führt den ,Caporales‘ auf – getanzte Geschichte über die Sklaverei in Südamerika. „Es mag verwundern, aber die Spanier hatten Sklaven aus Afrika nach Bolivien geholt. Sie wurden damals in einem Tal mit tropischen Klima bei La Paz angesiedelt“, doziert Mercedes Mena Garcia de Köppen, Frontfrau der Gruppe. „Und gerade diese afrikanischen Sklaven waren leider besonders grausam gegenüber ihren Leidensgenossen.“

Mit „Friends of Jagat“ erleben die BesucherInnen die reiche musikalische Tradition Persiens, Arabiens und Indiens. Mit Cello, Akkordion, arabischer Ud, Kanoun, der persischen Santoor, indischer Tabla und der indischen Bansuri Flöte entführen die MusikerInnen die ZuhörerInnen in die märchenhafte Welt von 1001 Nacht.

Themenbezogener Markt und DJ-Musik im Garten der Pauluskirche

Bei Mr. Shirazy ist das Publikum Teil der Show. Foto: Alessandro de Matteis

„Mr. Shirazy“, the pioneer of Hi-Tekk-GlobalFunk, spielt eine Fusion aus Funk mit tanzbaren Beats und psychodelischen Sounds. Sein spaßiges, selbstgebautes Instrument mit dem Namen „FREEAK“ bringt alle möglichen Sounds von Mutter Erde und des Universums mit groovigen Beats zusammen.

„Think City“ (Deephouse, Tribal House und Techhouse), die DJs und Musikproduzenten Anup KC aus Nepal und Martin Haber aus Deutschland verbinden natürliche Klänge, unterschiedliche ethnische Live-Instrumente, Samples, Loops und Gesangseinlagen mit tanzbaren Beats, die eine/n auf eine musikalische Reise mitnehmen.

Im Garten der Pauluskirche sorgt ein DJ mit seiner Musik für Stimmung während die BesucherInnen den dortigen themenbezogenen Markt erkunden können. Darüber hinaus wird eine Vielzahl an internationalen Leckereien für eine kulinarische Expedition durch Lateinamerika angeboten werden..

Die Pauluskirche als Kulturprojekt der Lydia-Gemeinde in der Nordstadt

Friedrich Laker. Foto: Leonie Krzistetzko

Pfarrer Friedrich Laker von der Lydia-Gemeinde äußert sich begeistert: „Es ist uns eine Freude, dass wir in unserer Paulus-Kultur-Kirche das „LickLike“ Weltmusik Festival beherbergen können. Dazu tragen auch die SponsorInnen maßgeblich bei. Wir, als sich stark in der Zusammensetzung verändernde Gemeinde, suchen nun schon seit 30 Jahren einen neuen Weg für Kirche.

Eine dieser Innovationen war zum Beispiel die Aufführung des ELIAS von Felix Mendelssohn Bartholdy, eine Kooperation des Dortmunder Oratorienchor, des projektCHOR aus Düsseldorf und der Dortmunder Philharmoniker in unserer Kirche am 21. Juni. Kirche muss heute einen neuen Weg zu den Menschen finden“, erklärt Laker sein kulturelles Engagement.

Weitere Informationen:

 

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