Nordstadtblogger

Was in der Krise entstand, soll dauerhaft etabliert werden: Engagierte Nachbarschaftshelfer*innen gründen Verein

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ lautet das Motto der Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“. Die in der Not entstandenen Hilfsangebote sollen durch die Vereinsgründung nun dauerhaft bestehen. Foto: Ludger Müller

Für ältere und kranke Menschen einkaufen und Familien mit Einkommenseinbußen unter die Arme greifen. Das waren die Ziele, mit denen kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie die Nachbarschaftshilfe Marten von engagierten Bürger*innen in Marten gegründet wurde. Kurz: Es ging um schnelle und unkomplizierte Hilfe und Solidarität. Dieses Konzept erwies sich als Erfolgsmodell, das von vielen Betroffenen dankend angenommen wurde. Um diese gemeinnützige Arbeit auch in Zukunft weiter zu führen, haben die Initiator*innen nun einen Verein gegründet.

Hilfe in Notsituationen und soziale Teilhabe für Menschen, die nicht so viel haben

Screenshot der Homepage des Vereins.

Dazu trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Martener Vereinen, Verbänden und dem Gewerbe sowie engagierte Einzelpersonen zu einer Versammlung, in der der Verein Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ gegründet wurde.  ___STEADY_PAYWALL___

„Mit der Vereinsgründung wollen wir die Nachbarschaftshilfe auch über Corona hinaus in Marten verankern“, sagt der Gründungsvorsitzende Axel Wolff. „Marten ist ein solidarischer Stadtteil, in dem die Menschen füreinander da sind, wenn Not am Mann ist.“ Neben der akuten Hilfe in Notsituationen wolle „Marten aktiv“ aber auch einen Beitrag dazu leisten, jungen Menschen aus Familien, die nicht so viel haben, soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Die Vereinsgründung hatte aber auch praktische Gründe. „Wir wollen, dass alle Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, die sich in der Nachbarschaftshilfe engagieren, abgesichert sind, falls mal etwas passiert. Zum anderen können wir so aber auch leichter Spenden für unser Projekt einwerben“, erklärt Wolff. Denn bislang wurden diese treuhänderisch durch die Caritas verwaltet. Als nächsten Schritt werde man nun für den Verein die Eintragung ins Vereinsregister und die Gemeinnützigkeit beantragen.

Verein freut sich über weitere Unterstützung und plant Wunschbaumprojekt zu Weihnachten

Eine erste Idee für ein neues Projekt wurde bereits besprochen: zu Weihnachten möchte man einen Wunschbaum in Marten aufstellen, an dem Kinder Wunschkarten für ein Weihnachtsgeschenk anhängen können. Martener, die etwas Gutes tun wollen, können diese Wünsche dann erfüllen. 

Darüber hinaus werde man das Gespräch mit Vereinen und Einrichtungen suchen, um gemeinsam zu überlegen, wie man eine aktive Nachbarschaftshilfe weiterentwickeln kann. Die Arbeit des Vereins kann jeder unterstützen. Entweder durch eine Mitgliedschaft, die 25 Euro pro Jahr kostet, oder durch eine Spende. Weitere Infos unter: www.marten-aktiv.de.

Dem Vorstand des neu gegründeten Vereins Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ gehören an: Axel Wolff (Vorsitzender), Katharina Nolte (stellv. Vorsitzende), Daniel Oliver Grude (Schatzmeister), Martin Schmitz (Schriftführer), Christina Borowski, Bastian Ratuszny, Vera Schreiber und Angelika Welzel (alle Beisitzer). Die Kassenprüfung übernehmen Margarete Konieczny und Reiner Gallen.

 

Unterstütze uns auf Steady

 

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen