Einsatz für Chancengerechtigkeit, Vielfalt und gegen Rassismus

Vorbildliches Engagement: Der Multi-Kulti-Preis 2024 geht an die Nordstadtblogger-Redaktion

Insgesamt 25 Initiativen aus Nordrhein-Westfalen hatten sich für den Multi-Kulti-Preis beworben.
Insgesamt 25 Initiativen aus Nordrhein-Westfalen hatten sich für den Multi-Kulti-Preis beworben. Foto. Isabella Thiel

Ausgezeichneter Lokaljournalismus: Die Nordstadtblogger aus Dortmund bekommen den Multi-Kulti-Preis 2024. Die ehrenamtliche Redaktion überzeugte die Jury mit ihrer diversitätsbewussten Arbeit im Lokaljournalismus über die Nordstadt und darüber hinaus. Das Multikulturelle Forum ehrt mit diesem Preis Initiativen, Vereine und Privatpersonen, die sich für ein chancengerechtes Zusammenleben in kultureller Vielfalt und gegen Rassismus einsetzen.

Qualitätsjournalismus auf lokaler Ebene mit multiperspektivischen Informationen

Laudatorin Reyhan Güntürk Foto. Isabella Thiel

Reyhan Güntürk, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Dortmund, zitierte auf der Preisverleihung im Bürgerhaus Pulsschlag in Dortmund-Dorstfeld aus der Jurybegründung: „Die Nordstadtblogger verdienen mit ihrem Qualitätsjournalismus auf lokaler Ebene, dem niedrigschwelligen Zugang zu multiperspektivischen Informationen sowie ihrem Einsatz gegen jede Art von Menschenfeindlichkeit und für die Gesellschaft der Vielen die Anerkennung der Jury des Multi-Kulti-Preises“.

Die Jury würdigte besonders, dass die Nordstadtblogger-Redaktion strukturelle Hindernisse berücksichtigt, die benachteiligten Personengruppen den Zugang zu Medien erschweren.

Im Bürgerzentrum Pulsschlag in Dorstfeld fand die Preisverleihung statt.
Im Bürgerzentrum Pulsschlag in Dorstfeld fand die Preisverleihung statt. Foto. Isabella Thiel

Ein Stipendium ermöglicht jungen Menschen, die finanziell eingeschränkt sind, Praktika zu absolvieren und langfristig journalistisch zu arbeiten. Dadurch wird die Redaktion diverser und erweitert den Blick der Leser*innen auf die Vielfalt der Dortmunder Stadtgesellschaft.

NRW-Integrationsstaatssekretär Lorenz Bahr, der die verhinderte Integrationsministerin Josefine Paul vertrat, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Qualität des Engagements aller Bewerber. Unter den 26 Bewerbungen aus ganz Nordrhein-Westfalen waren Initiativen für Kinder- und Jugendarbeit, Inklusionsprojekte, Bildungs-, Begegnungs- und Sportangebote, Medien- und Kulturarbeit sowie Beratungsstellen für Geflüchtete und Zugewanderte.

Engagement als ein wichtiger Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Sechs Redaktionsmitglieder nahmen stellvertretend für die Nordstadtblogger-Redaktion den Preis entgegen.
Sechs Redaktionsmitglieder nahmen stellvertretend für die Nordstadtblogger-Redaktion den Preis entgegen. Foto. Isabella Thiel

Kenan Küçük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums und Jurymitglied, erklärte: „Es ist jedes Jahr schwer, nicht alle auszeichnen zu können. Diese Initiativen setzen unermüdlich auf Dialog, klären auf und empowern. Ihr Engagement ist ein wichtiger Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt. “

Alexander Völkel, Mitgründer und Redaktionsleiter der Nordstadtblogger, freute sich über den Gewinn und betonte, dass der Preis dazu beiträgt, weiterhin über wichtiges Engagement berichten zu können. Die Nordstadtblogger-Redaktion erhält neben Pokal und Urkunde ein Preisgeld von 2.000 Euro.

Der Multi-Kulti-Preis wird seit dem Jahr 2005 verliehen

Foto. Isabella Thiel

Seit 2005 rückt der Multi-Kulti-Preis vorbildlich engagierte Personen und Institutionen in den Fokus der Öffentlichkeit und macht auf die Vielfalt des Engagements aufmerksam.

Der Preis wird dank finanzieller Unterstützung verschiedener Unternehmen ausgelobt. Das Multikulturelle Forum e.V. engagiert sich seit 1985 für das multikulturelle Miteinander und die gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben.

Die Jury des Multi-Kulti-Preises bestand in diesem Jahr aus Geschäftsführer Kenan Küçük, Preiskoordinatorin Canan Çabuk, der freien Journalistin Sun-Hie Kunert, Sozialwissenschaftlerin Deniz Greschner sowie Dorothee Kettner von Ment For Migra e.V. und Monika Lent-Öztürk von Mosaik e.V., beide Preisträgerinnen aus 2023.

 

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Reaktionen

  1. Hajo

    Ungleiche Chancen sind niemals „gerecht“ – das Ziel ist Chancengleichheit. Das Wort „Chancengerechtigkeit“ impliziert, dass jemand schlechtere oder bessere Chancen verdient haben könnte.

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