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„Unterschiedliche Sprachen – ein Geist“: Internationaler ökumenischer Gottesdienst in der Lutherkirche

Und alle machten mit: Die Gemeinde wurde von der Band von den Stühlen geholt und setzte sich in Bewegung.

Und alle machten mit: Die Gemeinde wurde von der Band von den Stühlen geholt und setzte sich in Bewegung.

Von Susanne Schulte

Der eine und die andere, die in der evangelischen Lydiagemeinde aktiv sind, hatten am Pfingstwochenende volles Programm. Wer am Sonntagabend die Nacht der Religionen und Kulturen in der Pauluskirche miterlebt hatte, musste am Montagmorgen sich etwas sputen, um um 10 Uhr den Internationalen ökumenischen Gottesdienst in der Lutherkirche nicht zu verpassen. Auch hier trafen die Religionen und Kulturen zusammen.

Die Pfingstgeschichte wurde auf Tamilisch vorgetragen, den deutschen Text gab’s auf einem Zettel

Carola Theilig im Gespräch mit Marie Chantal Ndjubou, Regine Tews und Birgit Worms-Nigmann über Irrungen und Wirrungen von Sprachen.

Carola Theilig im Gespräch mit Marie Chantal Ndjubou, Regine Tews und Birgit Worms-Nigmann über Irrungen und Wirrungen von Sprachen.

Lieder und Fürbitten waren auf Tamilisch zu hören, die Living Worshippers sangen auf Französisch, der katholische Pfarrer Ansgar Schocke hielt die Predigt, „Halleluja – Preiset den den Herrn“ sang die Gemeinde nach Vorgabe von Pfarrerin Carola Theilig auch auf Finnisch.

„Unterschiedliche Sprachen – ein Geist“ hatten Theilig und ihre Kollegin Birgit Worms-Nigmann den Gottesdienst überschrieben. Sprache kann trennen, muss es aber nicht, so die Botschaft. Wenn man will, versteht man sich.

So erzählten drei Frauen von ihren Erlebnissen mit Irritationen rund um Fremdsprachen und Dialekte, schrieben die Kinder und Jugendlichen das Wort Danke in einem Dutzend Sprache auf, wurde die Apostelgeschichte zum Pfingsttag auf Tamilisch vorgetragen und die GottesdienstbesucherInnen, die der Sprache nicht mächtig waren, lasen sie auf Deutsch von einem Zettel ab.

Gemeinsames Singen in vielen Sprachen – Living Worshippers animierten zum Mitmachen

Hatten ein strammes Wochendprogramm: die Living Worshippers waren bereits am Sonntagabend in der Pauluskirche dabei.

Die Living Worshippers waren bereits am Sonntagabend in der Pauluskirche dabei. Fotos: Susanne Schulte

Während der Songs der Living Worshippers – einer Gruppe von StudentInnen aus Kamerun, die seit langer Zeit der Lydiagemeinde sehr verbunden sind und hier auch ihren Probenraum haben – swingte Pfarrer Schocke neben Pfarrerin Worms-Nigmann.

Wie Schocke später in seiner Predigt einräumte, sei das gerade für ihn als katholischer Geistlicher schon ungewohnt, aber er habe sich wohlgefühlt. Wenn man offen sei, auf andere zugehe, könne man sich verstehen, ohne dieselbe Sprache zu sprechen.

Er weiß, wovon er redet: Ist er doch wie die Kolleginnen aus der evangelischen Gemeinde ebenfalls Pfarrer in der Nordstadt.

Die Tamilischen Fischkroketten waren als Imbiss sehr begehrt und schnell gegessen

Die angenehme Atmosphäre aus dem Gottesdienst wollten fast alle Gäste noch länger genießen. Und so waren die Plätze beim anschließenden Zusammensein unter dem Kirchraum schnell besetzt und der tamilische Imbiss, kleine Fischkroketten, schneller verspeist als gedacht.

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Zum 13. Mal in der Pauluskirche und kein bisschen langweilig: die Nacht der Religionen und Kulturen in der Nordstadt

 

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Ein Gedanke zu “„Unterschiedliche Sprachen – ein Geist“: Internationaler ökumenischer Gottesdienst in der Lutherkirche

  1. Ev. Lydiagemeinde (Pressemitteilung)

    Internationaler Gottesdienst in der Lutherkirche

    Die evangelische Lydia-Kirchengemeinde lädt am 2. Advent (8. Dezember) um 10 Uhr zu einem Internationale Gottesdienst mit Abendmahl in die Lutherkirche (Flurstr. 41) ein. Thema ist „Bereitet dem Herrn den Weg“. Der Gospelchor „Korfusion“ und die Band „Living Worshippers“ begleiten den Gottesdienst musikalisch. Parallel bietet die Gemeinde ein Kinderprogramm an.

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