Deutschlandweiter Wettbewerb zur Artenvielfalt in der Stadt

Teilen Sie Ihre Naturbeobachtungen in Dortmund für den Wettbewerb „Bioblitz 2022“

Naturbeobachtungen können zum Beispiel über die App „ObsIdentify“ oder über die Webseite Observation.org gemeldet werden. Foto: Christoph Steinweg für das LWL-Museum für Naturkunde

„Was kann ich allein schon für Naturschutz und Artenvielfalt ausrichten?“ Seit dem 1. Januar 2022 ist die Antwort ganz einfach: am deutschlandweiten „Bioblitz 2022“ teilnehmen. Das Naturmuseum Dortmund ruft zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Obervation.org zur Teilnahme an diesem Wettbewerb der Artenvielfalt auf. Es geht darum, Erkenntnisse zu sammeln – denn man kann nur schützen, was man kennt.

Beim „Bioblitz“ werden Artenlisten für die jeweiligen Städte erstellt

Mit der Bestimmungs-App ObsIdentify lassen sich viele Pflanzen und Tiere ganz einfach mit dem Smartphone bestimmen und melden. Foto: Christoph Steinweg für das LWL-Museum für Naturkunde

Alle Naturbegeisterten sind aufgerufen, mitzumachen, um ihre Städte bzw. Kreise zu unterstützen: Laien, Expert:innen, Familien oder Schulklassen. Schon jetzt haben auch zahlreiche Institutionen wie Biostationen, Uni-Institute und Naturkundemuseen aus ganz Deutschland ihre Teilnahme zugesagt.

Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen.

Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org. Der Wettkampf der Städte und Landkreise hat zum Ziel, Menschen für die Natur zu begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland zu gewinnen.

Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Die Daten stehen beispielsweise zur Erstellung Roter Listen der gefährdeten Arten zur Verfügung oder auch für die Naturschutzarbeit vor Ort. Sie fließen aber auch in internationale Auswertungen ein.

Die App „ObsIdentify“: mit künstlicher Intelligenz die Natur erfassen

Die App „ObsIdentify“ im Apple App-Store. Foto: Web Screenshot

Durch die Nutzung der App „ObsIdentify“, die über eine automatische Bestimmungsfunktion verfügt, kann man auch ohne Artenkenntnisse mitmachen. Benötigt wird lediglich ein Handy mit halbwegs guter Kamera und ein Nutzeraccount. Die künstliche Intelligenz, das System hinter der App, lernt ständig dazu.

Sie erkennt bereits jetzt zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Wanzen, Libellen und viele mehr. Wer sich gut bei der Tier- und Pflanzenbestimmung auskennt, kann auch die Apps ObsMapp und iObs verwenden, um Funde auch ohne Foto zu melden oder direkt die Webseite Observation.org verwenden.

Die gemeldeten Fotos werden im Anschluss durch Fachleute validiert, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlicher Ansprüchen genügt.

Datensätze sollen später der wissenschaftlichen Grundlagenforschung dienen

Mithilfe der künstlichen Intelligenz Tiere und Pflanzen bestimmen. Foto: Christoph Steinweg für das LWL-Museum für Naturkunde

Bei einem Bioblitz zählt alles, was bestimmbar ist, egal ob Einzeller, Pilz, Pflanze oder Tier. „Wir möchten gemeinsam mit den Interessierten vor Ort die Erfassung der Artenvielfalt in unserer Stadt voranbringen“, sagt Dr. Oliver Adrian, stellv. Direktor des Naturmuseums Dortmund.

Die Städte Münster und Salzburg haben im Jahr 2021 bereits einen Bioblitz erfolgreich durchgeführt. Heraus kamen über 3.350 Arten in Münster und 2.500 Arten in Salzburg. Zu den Ergebnissen zählten Erstfunde für die jeweiligen Gebiete und zahlreiche Nachweise von Arten, die im Rahmen des Klimawandels derzeit ihr Areal verändern.

Über Observation.org lassen sich solche Entwicklungen nahezu live verfolgen. Weitere Informationen zu dem Projekt: www.bioblitze.lwl.org.

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Reaktionen

  1. Moose und Flechten digital bestimmen: Der „Bioblitz 2022“ startet (PM)

    Es geht los mit dem „Bioblitz“ weiter: Das Naturmuseum Dortmund ruft zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Obervation.org zur Teilnahme an diesem Wettbewerb der Artenvielfalt auf. Es geht darum, Erkenntnisse zu sammeln – denn man kann nur schützen, was man kennt. Alle Naturbegeisterten sind aufgerufen, mitzumachen: Laien, Expert*innen, Familien oder Schulklassen.

    Was ist ein Bioblitz?

    Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen. Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org.

    Los geht’s mit Pilzen, Flechten und Moosen

    Für viele Pflanzen, Tiere und Pilze hat die Saison noch gar nicht richtig begonnen. Trotzdem gibt es schon jetzt viel zu entdecken: Winterpilze, Flechten und Moose fallen ins Auge, wenn man offenen Auges durch die Städte oder durch die Natur läuft. Wer mittels der App ObsIdentify diese Funde melden möchte, muss gute Fotos machen. Manche dieser Funde lassen sich tatsächlich gut per App bestimmen, und manchmal sind sogar Besonderheiten dabei. Trotzdem muss man sich klarmachen, dass viele Pilze, Flechten und Moose nur mikroskopisch bestimmbar sind. Doch jeder kann sein Glück versuchen, vielleicht ist etwas Spannendes dabei.

    Es ist selbstverständlich, dass Naturfreunde sich dabei rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten und geschützten Landschaftsbestandteilen dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

    Eine Übersicht der Dortmunder Naturschutzgebiete gibt es unter https://bit.ly/3oSHdZA.
    Dort finden sich in den textlichen Darstellungen des Landschaftsplanes u.a. kurze Beschreibungen der Gebiete und die jeweils zu beachtenden Verhaltensregeln. Eine weitere Übersicht gibt es unter bund-dortmund.de/umwelt-in-dortmund/naturschutzgebiete/.

    „ObsIdentify hat uns schon ein paar neue Fundpunkte bei einigen sehr seltenen Moosarten eingebracht. So konnten inzwischen vier verschiedene Zackenmützenmoose in Münster gefunden werden, die alle auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen“, sagt Dr. Carsten Schmidt. Der Biologe und Moos-Experte prüft und validiert auch Beobachtungen auf Observation.org. „Bei zwei dieser Arten lag die App zwar knapp daneben und ich musste etwas korrigieren, die Funde stellen aber dennoch wertvolle Nachweise dar, die wir sonst nie erhalten hätten“, so Schmidt.

    Weitere Informationen unter bioblitze.lwl.org oder observation.org
    Fragen beantwortet Dr. Oliver Adrian, Naturmuseum Dortmund, oadrian@stadtdo.de

  2. Frösche, Kröten, Molche und Salamander bestimmen: Frühjahrs-Aufruf zum Bioblitz (PM)

    Die Plattform Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund haben Anfang 2022 zum Bioblitz aufgerufen. Alle Interessierten sollen über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Pilze und Tiere innerhalb ihrer Stadt erforschen. Da nun das Frühjahr beginnt, können besonders gut die aus ihrer Winterruhe kommenden Frösche, Kröten, Molche und Salamander beobachtet werden.

    Die heimischen Amphibienarten wandern in diesen Tagen zu ihren Laichgewässern. Für sie beginnt eine wichtige Zeit. „Sie kehren aus ihren Winterquartieren zu den Gewässern zurück, in denen sie aus dem Laich geschlüpft sind“, erklärt Dr. Christian Göcking von der NABU-Naturschutzstation Münsterland. „An vielen Stellen bedroht aber der Verkehr die Wanderung. Viele Tiere sterben bei dem Versuch, Straßen zu überqueren.“ Aus diesem Grund gibt es an vielen Straßen Amphibienzäune. Sie werden von Ehrenamtlichen betreut. Mithilfe der Zäune werden viele Amphibien gerettet.

    Aufmerksame Beobachter*innen können die Amphibien auch im Wald oder an Gewässern bei geeignetem Wetter im Frühjahr gut beobachten. Es versteht sich von selbst, dass die Tiere nicht gefangen werden. Gerade im Amphibienschutz ist besondere Vorsicht und Hygiene geboten (www.lanuv.nrw.de/natur/artenschutz/amphibienkrankheiten). So ist z.B. der Feuersalamander von einer Pilzinfektion bedroht, die auch Menschen etwa über Gummistiefel verbreiten können.

    Auf der Suche nach Amphibien dürfen in Naturschutzgebieten und geschützten Landschaftsbestandteilen die Wege nicht verlassen werden. Eine Übersicht der Dortmunder Naturschutzgebiete gibt es unter http://www.dortmund.de/umweltamt unter dem Punkt „Landschaftsplanung“ oder unter
    http://www.bund-dortmund.de/umwelt-in-dortmund/naturschutzgebiete

    Zur Bestimmung von Fröschen, Kröten, Molchen und Salamandern ist die App ObsIdentify ein hervorragendes Hilfsmittel, denn sie verfügt über eine automatische Bestimmungsfunktion. „Gerade mit Kindern und Jugendlichen macht es großen Spaß, die App einzusetzen und so die heimische Natur besser kennen zu lernen“, so Göcking. Alle Beobachtungen können über die App oder direkt über das dazugehörige Portal Observation.org erfasst werden.

    Der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW, der mit der Plattform Observation.org eng zusammenarbeitet, freut sich über jeden gemeldeten Fund. „ObsIdentify hat uns schon viele neue Fundpunkte von Amphibien beschert. Auch häufige Arten wie Teichmolch, Erdkröte oder Grasfrosch sollten gemeldet werden. So ist der früher sehr häufige Grasfrosch in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Da ist wirklich jede Beobachtung wichtig“, sagt Martin Schlüpmann vom Arbeitskreis Amphibien und Reptilien NRW, der auch die Meldungen auf Observation.org prüft.

    Wer mehr über Amphibien und andere manchmal ebenso unscheinbare wie spannende Artengruppen erfahren möchte, kann dies in den Kursen des LWL-Bildungs- und Forschungszentrums Heiliges Meer machen. In Dortmund gibt es verschiedene Naturschutzgruppen, etwa die Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Dortmund e.V. (www.agard.de), die sich über Unterstützung freuen und die – wie auch die Biostation – naturkundliche Exkursionen anbieten.

    Weitere Informationen unter:
    http://www.bioblitze.lwl.org und https://observation.org
    Interessierte finden zukünftig die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
    https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

  3. Bioblitz 2022: Im April Buschwindröschen und andere Frühblüher melden (PM)

    Das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna| Dortmund rufen zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Obervation.org zum Bioblitz auf: Alle Interessierten können über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Tiere und Pilze in ihrer Stadt erforschen und ihr Vorkommen per App oder Webportal melden. Da nun die ersten Frühblüher zu finden sind, können im April zum Beispiel die ersten Buschwindröschen beobachtet werden.

    Pflanzen, die zwischen Januar und April ihre ersten Blüten und Blätter zeigen, werden als Frühblüher bezeichnet. Darunter fallen nicht nur Blumen und Stauden, sondern auch Gehölze und Bäume. Eine besondere Gruppe der Frühblüher sind die Geophyten. Sie besitzen unterirdische Speicherorgane wie Zwiebeln, Knollen oder Rhizome, aus denen sie zu ihrem frühen Blütezeitpunkt, wenn die Fotosyntheseleistung noch nicht ausreicht, Energie ziehen. Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) zum Beispiel ist ein Rhizom-Geophyt (Rhizom = Erdspross), die Tulpen und Narzissen sind Zwiebel-Geophyten.

    Als typischer Frühblüher ist das Buschwindröschen charakteristisch für Buchen- und sommergrüne Eichenwälder Europas. Auf basenreichen Böden gibt es aber auch das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) sowie im Siedlungsraum als verwilderte Gartenpflanze das Violette Balkan-Windröschen (Anemone blanda).

    Mit der Bestimmungs-App ObsIdentify von Observation.org kann man nicht nur Buschwindröschen, sondern viele andere Frühblüher wie Lerchensporn, Schlüsselblumen, Gelbsterne, Scharbockskraut, Bärlauch und Sternmieren bestimmen. Die Arten profitieren im Frühjahr, vor dem Kronenschluss der Bäume, von der Lichteinstrahlung und Wärme direkt über dem Boden.

    Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Biologischen Station wahrnehmen, bei der man die Natur kennen lernt.

    Es ist selbstverständlich, dass Naturfreunde sich bei der Suche nach Frühblühern rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

    Weitere Infos: http://www.bioblitze.lwl.org oder https://observation.org
    http://www.biostation-unna-dortmund.de

    Die Ergebnisse der Bioblitze 2022 landen hier:
    https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

    Was ist ein Bioblitz?

    Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen.

    Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr 2022 über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org. Der Wettkampf der Städte und Landkreise soll dabei natürlich vor allem einem guten Zweck dienen.

    Ziel ist es, Menschen für die Natur zu begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland zu gewinnen: Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt.

  4. Weiter geht’s beim „Bioblitz“: Jetzt wilde Wiesenblumen melden! (PM)

    Tiere und Pflanzen während des gesamten Jahres fotografisch in einer App erfassen – darum geht es bei der Aktion „Bioblitz“, zu der Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund aufrufen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die wilden Wiesenblumen näher zu betrachten, die derzeit überall nach der Winterruhe wieder zum Leben erwachen.

    „In Dortmund ist der Mai ein guter Zeitpunkt, um sich auf die Suche nach wilden Wiesenblumen zu machen“, sagt Dipl.-Biologin Corinne Buch. Die Wissenschaftlerin vermisst die typischen farbenprächtigen Wildblumen aus der Kindheit. „Durch Prozesse wie den Landnutzungswandel, verbunden mit erhöhtem Nährstoffeintrag und intensiver Landnutzung, verändern sich Artengemeinschaften auf unseren Wiesen. Doch gerade jetzt ist es besonders wichtig, den Zustand dieser besonderen Lebensräume zu beobachten“, sagt sie.

    Je nach Standort und Artenzusammensetzung wird zwischen Feuchtwiesen, Bergwiesen, Magerrasen und Halbtrockenrasen oder sogenannte Fettwiesen unterschieden. Buch erklärt: „Mit letzteren sind jedoch nicht die rein grünen, artenarmen Grasäcker gemeint, sondern artenreiche, wenig oder gar nicht gedüngte Wiesen auf natürlicherweise eher nährstoffreichen Standorten.“

    Je intensiver die Nutzung ist, desto geringer ist die Artenvielfalt einer Wiese, da nur spezialisierte Pflanzen vorkommen. Traditionell genutzte, nur mäßig gedüngte Fettwiesen können hingegen sehr blütenreich und bunt sein.

    Sowohl die Wiesenkräuter wie Hahnenfuß, Labkraut, Glockenblumen und Klee als auch ihre tierischen Besucher können mit einem Foto in der App ObsIdentify bestimmt werden. Dabei ist es wichtig, sowohl die Blüten wie auch die Blätter zu fotografieren, da diese zur Bestimmung wichtig sind. Wer sich schon besser auskennt, kann auch die App ObsMapp oder iObs nutzen oder direkt auf der Webseite Observation.org melden. Die gespeicherten Daten können dann für den Naturschutz und die Forschung genutzt werden.

    Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende, Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder an Exkursionen der Biologischen Stationen teilnehmen, bei der man die Natur kennen lernen kann.

    Es ist selbstverständlich, dass Naturfreunde sich rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

    Weitere Infos:

    http://www.bioblitze.lwl.org, https://observation.org
    Interessierte finden zukünftig die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
    https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

  5. Der Bioblitz geht weiter: Hummeln, Bienen und Co melden (PM)

    Die Aktion Bioblitz geht weiter: Das gesamte Jahr hinweg können die Dortmunder*innen Pflanzen, Pilze und Tiere innerhalb ihrer Stadt erforschen. Dazu haben Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund aufgerufen. Im Juni geht es insbesondere um die pflanzenbestäubenden Insekten, die nun besonders aktiv sind.

    Alle Bestäuber sind von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt und auch von großem Nutzen für uns Menschen. Der Juni eignet sich besonders gut, um Hummeln, Bienen, Schwebfliegen, Tagfalter und Co in Dortmund zu beobachten und bei Observation.org zu melden.

    Insekten sammeln Nektar und Pollen von Blütenpflanzen und bestäuben durch ihre Berührungen das weibliche Blütenorgan mit den gesammelten Pollen. In tropischen Regionen benötigen über 70 Prozent der über 1.300 Feldfrüchte Bestäubung durch Insekten. In Europa werden sogar 85 Prozent der über 260 angebauten Feldfrüchte durch Insekten bestäubt. Bedeutend sind dabei Wild- und Honigbienen, aber auch Schmetterlinge, Schwebfliegen, Wespen oder Käfer. Sie alle tragen zur Bestäubung bei.

    Da rund 50 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland landwirtschaftlich genutzt werden, kommt der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu, von der sie selbst enorm profitiert. Man weiß jedoch, dass der hohe Pestizid- und Düngereinsatz und das Verschwinden von wertvollen Strukturen wie Hecken, Graswegen, Feldrändern und Baumreihen in der intensiven Agrarlandschaft für einen Rückgang der biologischen Vielfalt verantwortlich sind.

    In Europa sind bereits neun Prozent aller Schmetterlinge und Wildbienen bedroht, ihre Populationen weisen Bestandsrückgänge von über 30 Prozent auf, in Deutschland sind sogar über 50 Prozent dieser Arten im Bestand gefährdet.

    Dr. Petra Dieker vom Thünen-Institut erklärt: „Der weltweit zunehmende Druck auf Agrarökosysteme, Lebens- und Futtermittel zu produzieren, hat zu einem Rückgang der Biodiversität in Agrarlandschaften geführt. Es ist wichtig, zielorientierte und effiziente Managementmaßnahmen zu entwickeln, um dieser negativen Entwicklung entgegenwirken und gleichzeitig die Bedeutung von Biodiversität für die Widerstandsfähigkeit und Leistungsfähigkeit von Agrarökosystemen zu stärken.“

    Das zeigt, wie wichtig die Erforschung der Bestäuber ist. Es gibt verschiedene Monitoring-Programme wie z.B. das Projekt zur Biodiversität von hohlraumnistenden Wildbienen des Thünen-Instituts und das Verbundprojekt „Nationales Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften“ (MonViA), für das im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft insgesamt 12 Fachinstitute des Thünen-Institutes und des Julius Kühn-Institutes sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aktiv sind.

    Es sollen, auch mit Hilfe der über Observation.org erhobenen Daten, verschiedene wichtige Fragen wissenschaftlich fundiert beantwortet werden: Wie wirkt sich die Veränderung der biologischen Vielfalt auf die Leistungsfähigkeit und Stabilität der landwirtschaftlichen Produktionssysteme aus? Wie entwickelt sich die biologische Vielfalt in offenen Agrarlandschaften unter dem Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, des Landnutzungs- und des Agrarstrukturwandels? Wie wirken sich agrar- und umweltpolitische Maßnahmen auf die biologische Vielfalt aus und welche Maßnahmen sollten der Politik empfohlen werden?

    Durch die Beteiligung an dem Bioblitz 2022 können alle naturkundlich interessierten Laien durch das bürgerwissenschaftliche Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern. Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify benutzen. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App, kann jeder teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis.

    Es ist selbstverständlich, dass Naturfreunde sich rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

    http://www.bioblitze.lwl.org
    https://observation.org/

    Ergebnisse der Bioblitze 2022 unter https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

  6. Tagfalter gesucht beim „Bioblitz“: Kleiner Fuchs, Faulbaum-Bläuling und Landkärtchen melden (PM)

    Die Aktion Bioblitz geht weiter: Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund freuen sich im Juli über die Meldung von Tagfaltern, die derzeit besonders aktiv sind.

    Tagfalter sammeln Nektar und Pollen von Blütenpflanzen und gehören somit zu den Bestäubern. Die Intensivierung der Landwirtschaft und die Trockenlegung von Wiesen bereiten den Faltern Probleme, da ihr Nahrungsangebot eingeschränkt wird. Umso wichtiger ist es, die Entwicklung der Falterpopulationen zu beobachten, um effiziente Schutzmaßnahmen entwickeln zu können.

    Klimawandel und Forschung

    „Der Klimawandel führt dazu, dass sich manche Arten wie der Kaisermantel oder das Waldbrettspiel ausbreiten. Hier können Bürgerwissenschaftler*innen wertvolle Daten für die Wissenschaft liefern“, sagt Armin Dahl, Schmetterlingsexperte von der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify benutzen. Alle Daten gehen automatisch in den BioBlitz 2022 ein.

    Was lässt sich beobachten?

    Die Faltersaison beginnt schon im Mai, wenn die Falter aus ihren Puppen schlüpfen. Nur eine Handvoll Arten wie der Zitronenfalter oder der Kleine Fuchs sind fast ganzjährig im Falterstadium zu finden. Von einigen Tagfalterarten kann man im Jahr sogar zwei Generationen beobachten. So lässt der Braune Feuerfalter seine erste Faltergeneration schon Anfang Mai und die zweite Generation ab Anfang Juli fliegen. Beim Mauerfuchs, Faulbaum-Bläuling und Landkärtchen läuft es ähnlich ab.

    Bürgerwissenschaftliches Engagement

    Durch die Beteiligung am BioBlitz 2022 können alle naturkundlich interessierten Laien durch das Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt im Allgemeinen und der Erforschung der Tagfalter im Speziellen beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jede*r Interessierte teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis. Die Daten können bei jedem Spaziergang durch die Natur oder im eigenen Garten gesammelt werden. Oder Interessierte nehmen teil an Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes und erfassen dabei Tiere und Pflanzen.

    Weitere Infos: http://www.bioblitze.lwl.org, https://observation.org/

    Ergebnisse der Bioblitze 2022: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

    Fragen beantwortet: germany@observation.org

  7. Wanzen gesucht beim „Bioblitz (PM)

    Die Aktion Bioblitz geht weiter: Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund freuen sich im August über die Meldung der zu Unrecht verrufenen Artengruppe von Wanzen. Der August eignet sich besonders gut, um die Vielfalt der Wanzen in Dortmund zu beobachten.

    Für den überwiegend schlechten Ruf der Wanzen in der Bevölkerung sorgt vermutlich die bekannte Bettwanze. Allerdings gibt es in Deutschland fast 900 verschiedene Wanzenarten und die Bettwanze ist nur eine davon. Christopher Mollmann ist Masterstudent der Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und ist aktiv beim Bioblitz und bei Observation dabei.

    Er kennt sich mit Wanzen aus und erklärt: „Die meisten Wanzen ernähren sich überwiegend pflanzlich, einige leben räuberisch. Spannend ist, dass Wanzen bei uns nahezu alle terrestrischen Habitattypen, also Lebensraumtypen, besiedeln. Aber auch in Gewässern sind eine ganze Reihe an Arten vertreten.“ Viele Wanzen sind spezialisiert auf bestimmte Lebensräume. Sie eignen sich daher sehr gut als sogenannte Bioindikatoren. Mollmann erläutert: „Das heißt, man kann mit Wanzen die Wertigkeit eines bestimmten Lebensraumes feststellen.“ Der angehende Landschaftsökologe weist neben der Gefährdung der Insekten auch speziell auf die Gefährdung vieler Wanzenarten hin: „Grund hierfür ist beispielsweise eine zu intensiv genutzte Kulturlandschaft.“

    Durch die Beteiligung an dem Bioblitz 2022 können alle naturkundlich Interessierten durch das bürgerwissenschaftliche Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt allgemein und auch der Wanzen beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern.

    Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App ObsIdentify kann jede*r teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis. Die Daten können bei jedem Spaziergang durch die Natur, im eigenen Garten oder bei Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes gesammelt und dann bei Observation.org oder in der App gespeichert werden.

    Weitere Informationen unter: http://www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/

    Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

    Fragen beantwortet: germany@observation.org

  8. Aufruf für Bioblitz 2022: Mehrere Tausend Nachtfalter-Arten in Deutschland melden (PM)

    Das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund haben den Bioblitz 2022 gestartet, um naturkundlich Interessierte über das gesamte Jahr hinweg zum Erforschen der Pflanzen, Pilze und Tiere ihrer kreisfreien Stadt oder ihres Landkreises aufzurufen. Die Projektpartner fordern nun dazu auf, besonders die Nachtfalter näher zu betrachten. Es gibt in Deutschland mehrere Tausend Nachtfalter-Arten. Die Tagfalter stehlen den Nachtfaltern oft die Show, dabei sind die Nachtfalter ebenfalls sehr vielfältig und spannend.

    Der September eignet sich besonders gut, um sie in Dortmund zu beobachten und bei Observation.org zu melden. Das aktuelle Problem des Rückgangs der Biodiversität betrifft auch die Nachtfalter. Oft sind die Arten auf bestimmte einheimische Pflanzen spezialisiert. Ein artenreiches Biotop ist also essenziell, um Futter für verschieden Falterarten zu bieten.

    Die trophische Interaktion in einem Ökosystem ist komplex. Die Nachtfalter brauchen diverse Pflanzenarten und von den Faltern und anderen Insekten ernähren sich wiederum die Vögel. Dieser kleine Ausschnitt aus dem Nahrungsnetz zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur einzelne Arten, sondern die Artenvielfalt an sich zu schützen. Um gezielte Schutzmaßnahmen ergreifen zu können, müssen die Bestände beobachtet werden.

    Jede*r einzelne kann dazu beitragen:

    „Sie, die Citizen Scientists (Bürgerwissenschaftler:innen), können wertvolle Daten für die Wissenschaft liefern“, sagt Armin Dahl, Schmetterlingsexperte von der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. „Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt.

    Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify benutzen. Und alle Daten gehen automatisch in den Bioblitz 2022 ein.“ Durch die Beteiligung am Bioblitz 2022 können alle naturkundlich interessierten Laien durch das bürgerwissenschaftliche Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt allgemein und auch der Nachtfalter beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern.

    Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jeder teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis. Die Daten kann man bei jedem Spaziergang durch die Natur oder im eigenen Garten sammeln oder bei Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes.

    Weitere Informationen unter:
    http://www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/
    Interessierte finden zukünftig die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
    https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022
    Fragen beantwortet: germany@observation.org

    Was ist ein Bioblitz?

    Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Landkreisen oder Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen. Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr 2022 über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite Observation.org. Der Wettkampf der Städte und Landkreise soll dabei natürlich vor allem einem guten Zweck dienen. Ziel ist es, Menschen für die Natur zu begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland zu gewinnen: Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt.

  9. Pilze suchen im Oktober: Aufruf für Bioblitz 2022 – Pilze entdecken und melden (PM)

    Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund haben zum Bioblitz 2022 aufgerufen. Alle Interessierten sollen über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Pilze und Tiere innerhalb ihrer kreisfreien Stadt oder innerhalb ihres Landkreises erforschen. Der Hochsommer neigt sich dem Ende und die Projektpartner machen nun darauf aufmerksam, dass jetzt im Oktober die beste Jahreszeit ist um Pilze in Dortmund zu entdecken und bei Observation.org zu melden.

    Pilze wurden lange zum Reich der Pflanzen gezählt. Nach heutigen Kenntnissen sind sie aber näher mit den Tieren verwandt. Zum Reich der Pilze gehören Vielzeller, wie die Ständerpilze, aber auch Einzeller, wie die Backhefe. Das, was die Menschen meistens als Pilz bezeichnen, wenn sie durch den Wald gehen und Pilze sammeln, ist der von vielen Pilzen ausgebildete Fruchtkörper. Er ist eigentlich nur ein Teil des gesamten Organismus und dient der Vermehrung. Der eigentliche Vegetationskörper der Pilze besteht aus Hyphen, die ein weit verzweigtes sogenanntes Mycel bilden, welches sich dann beispielsweise im Erdboden, im Holz oder auf unseren Lebensmittelresten ausbreitet.

    Viele Pilze lassen sich besonders gut im Spätsommer und Herbst finden. Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund bitten um Meldung der Beobachtungen an die Naturbeobachtungsplattform. Dies kann erfolgen, indem die Beobachtungen in der App ObsIdentify gespeichert oder auf der internationalen Plattform Observation.org eintragen werden. Jede Beobachtung und jede*r Beobachtende nimmt automatisch am Bioblitz 2022 teil und trägt so zur Erforschung der biologischen Vielfalt allgemein und auch der Pilze bei.

    Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jede*r auch ohne Artenkenntnis mitmachen. Die Daten kann man bei jedem Spaziergang durch die Natur, im eigenen Garten oder bei Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes sammeln.

    Wichtiger Hinweis: Eine Bestimmung der App ObsIdentify sollte nicht dazu verwendet werden, um Pilze zum Verzehr zu suchen! Bevor man Pilze verzehrt, sollte man sich immer ganz sicher sein, dass diese auch dazu geeignet sind.

    Weitere Informationen unter:
    http://www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/

    Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
    https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

    Fragen beantwortet: germany@observation.org

  10. Spinnen suchen und melden: „Aktion Bioblitz“ hat Achtbeiner im Fokus (PM)

    Die Aktion Bioblitz geht weiter: Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund freuen sich im November über die Meldung von Spinnen in der App ObsIdentify oder unter Observation.org.

    In Deutschland gibt es rund 1.000 verschiedene Spinnenarten. Obwohl die Spinnen schon seit etwa 400 Millionen Jahren auf der Erde krabbeln, gehören sie zu den am wenigsten erforschten Tierarten. Dabei sind Spinnen sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass sich Insekten nicht endlos vermehren. Zudem sind sie wichtige sogenannte Bioindikatoren: Anhand der vorkommenden und fehlenden Spinnenarten in einem Ökosystem kann man dessen ökologischen Zustand abschätzen.

    Alle naturkundlich interessierten Menschen sind nun aufgefordert, die achtbeinigen Krabbler und Jäger zu finden, genauer zu betrachten und zu melden. Die Beobachtungen können in der App ObsIdentify gespeichert oder auf der internationalen Plattform Observation.org eintragen werden.

    Alle Meldungen und Meldenden nehmen automatisch am „Bioblitz 2022“ teil, tragen so zur Erforschung der biologischen Vielfalt bei und verschaffen ihrer Stadt im Bioblitz-Ranking einen Vorteil. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jeder auch ohne Artenkenntnis mitmachen. Die Daten können bei jedem Spaziergang durch die Natur, im eigenen Garten oder bei Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes gesammelt werden.

    Weitere Infos: bioblitze.lwl.org oder observation.org
    Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
    https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

  11. Flechten suchen und melden: Endspurt im Dezember fürs digitale Artensammeln bei der „Aktion Bioblitz“ (PM)

    Endspurt beim digitalen Artensammeln: Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund haben dieses Jahr zum Bioblitz 2022 aufgerufen. Alle Interessierten haben über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Pilze und Tiere in ihrer Stadt erforscht. Jetzt im Dezember gilt es, nach Flechten Ausschau zu halten. Sie können das ganze Jahr über und überall gefunden werden.

    Es gibt etwa 16.000 verschiedene Flechtenarten, 2.000 davon in Deutschland und etwa 1.000 in NRW. Flechten sind Lebensgemeinschaften, die eine hochentwickelte Symbiose zwischen Pilzen und photoautotrophen Organismen (Algen oder Cyanobakterien) bilden. Äußerlich sieht man ihnen diese besondere Doppelnatur jedoch nicht an. Von den heimischen Flechten werden mehr als die Hälfte laut der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Umso wichtiger ist es, ihnen eine stärkere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

    Bei der Aktion „Bioblitz“ können naturinteressierte Menschen ihre Flechten-Beobachtungen in der App ObsIdentify speichern oder auf der internationalen Plattform Observation.org eintragen. Dadurch tragen sie zur Erforschung der Flechten und der biologischen Vielfalt allgemein bei.

    Flechten sind richtige Überlebenskünstler, erklärt die Flechtenkundlerin Dr. Helga Bültmann: „Beim Austrocknen werden Flechten inaktiv und können diese Phase lange überleben, bis wieder Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit oder Niederschlag verfügbar ist.“ Bültmann ist eine der gefragtesten Flechtenexpertinnen in Europa. Flechten sind als Bioindikatoren für die Luftqualität und neuerdings auch den Klimawandel etabliert. Viele der Klimawandelanzeiger sind ebenfalls gut erkennbare Arten.

    Die renommierte Flechtenkundlerin gibt einen Tipp zur Bestimmung: „Manche Arten können nur unter dem Mikroskop oder mithilfe chemischer Analysen identifiziert werden. Aber es gibt auch gut erkennbare Arten, die man zum Beispiel mithilfe von ObsIdentify bestimmen kann. So ist beispielsweise die stickstoffliebende gelbe Blattflechte Xanthoria parietina häufig zu finden und gut erkennbar mit ihren orangen Fruchtkörpern.“

    Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jede*r auch ohne Artenkenntnis am Bioblitz teilnehmen. Die Daten können bei jedem Spaziergang durch die Natur, im eigenen Garten oder bei Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes gesammelt werden.

    Weitere Infos: bioblitze.lwl.org oder observation.org

    Die Ergebnisse der Bioblitze 2022:
    observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

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