Wie Bier und Wurst einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten:

Sonderausstellung „Stadion-Wurst und Dortmunder Helles“ im Brauerei-Museum

Dr. Jens Stöcker (Direktor MKK) und Corinna Schirmer (Leiterin des Brauerei-Museums) in der neuen Ausstellung.
Dr. Jens Stöcker (Direktor MKK) und Corinna Schirmer (Leiterin des Brauerei-Museums) in der neuen Ausstellung. Foto: Emma Neumann für nordstadtblogger.de

Von Emma Neumann

Ob Brinkhoffs, Kronen oder Hansa, Dortmund ist für viele seiner Biere bekannt. Auch die Stadionwurst gehört ein Stück weit zur Dortmunder Kultur. Wie Bier und Wurst durch die Industrialisierung einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten, ist bis zum 31. Dezember 2022 im Dortmunder Brauerei-Museum in der Nordstadt als Sonderausstellung zu sehen.

Entwicklung der Bier- und Fleischproduktion seit der Industrialisierung

Foto: Emma Neumann für nordstadtblogger.de

Durch die Zeit der Industrialisierung erlebten Bier- und Fleischproduktion einen wirtschaftlichen Aufschwung. Grund dafür war unter anderem die Erschwinglichkeit beider Produkte und aufgrund der Erfindung der Kälteerzeugungsmaschine von Carl von Linde, konnte immer mehr untergäriges Bier produziert werden.

Durch diese Entwicklung gab es auch eine Veränderung in der Arbeitswelt, da neue Fabriken gegründet wurden, die immer mehr Arbeitskräfte in die Stadt brachten. Auch die Transportmöglichkeiten nahmen immer weiter zu. So entwickelte sich auch die Erfolgsgeschichte des Dortmunder Helles, das von da an stark an Produktion zunahm und sich mit der Zeit auch ausserhalb von Dortmund durchsetzte. Nach und nach entwickelten sich immer mehr Biersorten.

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Zur Zeit der Industrialisierung entwickelte sich aufgrund der genannten Umstände ein Massenkonsum von Fleisch und Bier, der einen Teil der Industrialisierung prägt. Auch die Fleischproduktion stieg aufgrund von neuen technologischen Möglichkeiten, wie Massentierhaltung und Transportmöglichkeiten stark an.

Zur Jahrhundertwende entwickelte sich der Massenkonsum wieder zurück und entwickelte sich hin zu einem genussvolleren Konsum der Produkte. So sind Bier und  Stadion-Wurst heute Teil der Stadion- und Fußballkultur.

Sonderschau ermöglicht Einblick in die Produktentwicklung

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Corinna Schirmer, neue Leiterin des Brauereimuseums, hat ihre erste Sonderausstellung konzipiert. Die Sonderausstellung stellt die Entwicklung von Bier- und Fleischproduktion durch die Industrialisierung dar und wie beide Produkte im Endeffekt dann durch den Konsum miteinander in Verbindung gebracht wurden.

Fleisch- und Bierproduktion werden auf zwei eingeteilten Seiten erst unabhängig voneinander präsentiert und verbinden sich in der Mitte miteinander.

Foto: Emma Neumann für nordstadtblogger.de

Auch zum Mitmachen soll angeregt werden.Unter anderem geschieht dies durch Fragen, die die Besucher:innen beantworten können. So haben sie zum Beispiel die Möglichkeit in drei Stationen ihr liebstes Bier oder ihre Art von Ernährung preiszugeben. Auch der heutige Konsum und der Kultstatus von Bier und Fleisch werden in der Sonderausstellung dargestellt. Außerdem sind die Produktionsbedingungen und der Wandel der Arbeitswelt zu sehen.

Es gibt außerdem einen Bierdeckel-Spender, bei dem Besucher:innen einen Bierdeckel mitnehmen und in der DASA gegen eine Belohnung eintauschen können. Der Eintritt für die Ausstellung ist kostenlos.

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Reaktionen

  1. Stadion-Wurst und Dortmunder Helles: Kochen mit Bier in der VHS-Lehrküche (PM)

    „Stadion-Wurst und Dortmunder Helles“ ist der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Brauerei-Museum. Die VHS Dortmund bietet passend dazu ein Koch-Seminar: Am Donnerstag, 21. Juli, 9.30 bis 14.15 Uhr kann man in der VHS-Lehrküche (Kampstr. 47) mehr erfahren über Kochwissen früher und heute sowie über Dortmunder Bier, das mit Rezepten aus dem Deutschen Kochbuchmuseum kombiniert wird.

    Anmeldungen online unter https://bit.ly/3a6MzMN (bis 19. Juli, Kosten: 40 Euro). Weitere Infos bei Nurten Altunbaş-Alpaslan, Tel. (0231) 50-29584, naltunbas-alpaslan@stadtdo.de oder Birgit Uhing, Tel. (0231) 50-24720, buhing@stadtdo.de.

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