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Robin Hood in Dortmund: Der Rächer der Enterbten lässt ab September 2019 im MKK das Mittelalter lebendig werden

Freuen sich auf die Robin-Hood-Ausstellung: Wolfgang Bödeker (DEW21), Daniela Brechensbauer (MKK), Dr. Jens Stöcker (MKK), Klaus Steenweg (Sparkasse) und Philipp Sulzer (Adlerturm). Foto: Joachim vom Brocke

Von Joachim vom Brocke

Robin Hood, der „Rächer der Enterbten“, steht im Mittelpunkt der nächsten großen Familienausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße und will dabei das Mittelalter lebendig werden lassen. Los geht es vom 1. September bis 19. April 2020 in der großen Ausstellungshalle.

Der literarischen Legende mit allen Sinnen nachspüren

MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker hat die Ausstellung im jungen Museum des historischen Museums in Speyer gesehen, das die Ausstellung entworfen hat. „Dortmund ist doch ebenfalls eine mittelalterliche Stadt“, sagte der Kollege in Speyer zu seinem westfälischen Kollegen. So werden demnächst die Ideen aus Speyer übernommen, angereichert mit vielen mittelalterlichen Fundstücken aus Dortmund.

Philipp Sulzer, der neue Leiter des Kindermuseums Adlerturm und Daniela Brechensbauer, Leiterin Bildung und Vermittlung am MKK, sorgen als Projektleiter für die Umsetzung  im Dortmunder Museum.

Bei Robin Hood sind Kinder ab fünf Jahren, Familien und junggebliebene Erwachsene angesprochen, die Freude daran haben, der Legende mit allen Sinnen nachzuspüren und in die Welt des Mittelalters einzutauchen.

Highlight ist eine zehn Meter lange Bogenschießanlage im Museum

Eine der Attraktionen der Ausstellung ist die Spielstation zum Armbrustschießen Foto: Dominic Jan Geis

Sherwood Forest, der Marktplatz von Nottingham, Nottingham Castle und das Kloster St. Mary’s entstehen in der 1000 Quadratmeter großen Halle des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Der Rundgang führt durch bühnenartig begehbare Aktionsräume.

Viele Mitmachstationen laden die BesucherInnen dazu ein, selbst in die Rolle des Rebellen zu schlüpfen, den geheimnisvollen Wald zu erkunden und die Burg zu stürmen, wo der ungeliebte Prinz John in Löwenherz’ Abwesenheit regiert.

Deutlich erleben sie die Kluft zwischen der einfachen Bevölkerung, die in der Stadt oder schlichten Bauernhäusern lebte und der reichen Oberschicht, die prächtige Säle und heimelige Kemenaten bewohnte. Highlight der Ausstellung ist eine zehn Meter lange, fachlich betreute Bogenschießanlage, an der die BesucherInnen ins Schwarze treffen können.

Objekte aus dem Alltagsleben werden im MKK Dortmund gezeigt

Im Zusammenspiel mit mehr als 150 Originalen und zahlreichen Rekonstruktionen, die zum Anfassen einladen, vermittelt die Ausstellung jungen Besuchern ein leicht verständliches Bild des Alltagslebens im Mittelalter vom 12. bis 15. Jahrhundert.

Die Mehrheit der Originalobjekte stammt aus der Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte und den Funkmagazinen der Dortmunder Bodendenkmalpflege. Darunter sind zahlreiche Fundstücke aus der mittelalterlichen Stadt, die anschaulich die Facetten des Lebens im Mittelalter dokumentieren. Philipp Sulzer: „Viele Stücke sind zum Teil erstmals für die Öffentlichkeit zu sehen“.

Zur Ausstellung bietet das MKK Führungen, Workshops und Kindergeburtstage, die schon jetzt gebucht werden können. Daniela Brechensbauer: „Frühe Anmeldungen lohnen sich besonders für Kindertagesstätten und Schulklassen“. Denn der DEW 21 Pido-Club sponsert den ersten 30 Gruppen den Ausstellungsbesuch mit einstündiger Führung.

Schon jetzt sind Anmeldungen für Führungen und Feiern möglich

Auch Kindergeburtstage sind bereits buchbar. Sie richten sich an Geburtstagskinder zwischen 5 und 12 Jahre mit 12 Gästen. Die Workshops bestehen aus einer 45-minütigen Führung und einen ebenso langen praktischen Teil, in dem zum Beispiel Amulett-Talismane oder grüne Filzkappen gefertigt werden können. Der Eintritt zu Robin Hood wird voraussichtlich 6 Euro bzw, 3 Euro kosten, außerdem werden Familientickets angeboten.

Klaus Steenweg, Bereichsleiter Kommunikation der Sparkasse Dortmund, outete sich als Robin Hood Fan: „Ich habe alle Filme gesehen. Mit gefiel das Thema immer“. So war es fast so gut wie selbstverständlich, dass die Sparkasse die Ausstellung unterstützt.

„Wir sind zwar keine Rächer der Enterbten“, meinte Steenweg schmunzelnd, „doch wir fördern gerne das Lernen“. An frühere Robin-Hood-Zeiten erinnerte sich ebenfalls Wolfgang Bödeker von der Kulturförderung DEW21: „Als Kind habe ich ein dickes Robin-Hood-Buch mindestens neun Mal gelesen. So spannend fand  ich das“.

Mehr Informationen:

  • Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastr. 3, 44137 Dortmund
  • Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr, sowie Donnerstag und Freitag von 11 bis 20 Uhr (Montag geschlossen). Der Eintritt für die Dauerausstellung ist frei.
  • Die Robin Hood-Sonderausstellung ist vom 1. September 2019 bis zum 19. April 2020 in der großen Ausstellungshalle zu sehen.
  • Eintrittspreise für die Sonderausstellung: Erwachsene: sechs Euro, ermäßigt drei Euro. 8 bis 17 Jahre 2,50 €, Familien (zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern): zwölf Euro
  • Die Ausstellung „Robin Hood“ wird gefördert von Sparkasse Dortmund und DEW21.
  • Info-Hotline und Buchung: Tel 0231/ 50-26028 info.mkk@stadtdo.de
  • Internetseite: www.mkk.dortmund.de

 

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