Nordstadtblogger

Nach der Nachhaltigkeitskonferenz geht es umweltbewusst weiter mit den „Green Movies“ im sweetSixteen-Kino

Im Oktober zeigt das Öko-Netzwerk-Dortmund wieder drei Filme in der Veranstaltungsreihe „Green Movies“ im sweetSixteen-Kino im Depot. An jedem Abend sind andere Gäste vor Ort, um mit dem Publikum zu diskutieren.

Nach dem großen Erfolg in den letzten zwei Jahren, startet im Oktober zum dritten Mal die Filmreihe „Green Movies – nachhaltig. ökologisch. fair.“ Die Filmreihe wurde zur Stärkung des ökologischen Bewusstseins in der Bevölkerung vom ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. ins Leben gerufen und wird in Kooperation mit dem sweetSixteen-Kino präsentiert. Insgesamt werden im Oktober drei themenbezogene Filme gezeigt. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt sechs Euro.

Zu jeder Vorstellung sind interessante Gesprächspartner für eine anschließende Diskussion geladen

Das Logo des ÖkoNetzwerkes Dortmund.

Das Logo des ÖkoNetzwerkes Dortmund.

Die Filmreihe zeigt unterhaltsame wie nachdenkliche Filme aus den Bereichen Ökologie, nachhaltiges Leben und faires Handeln. In enger Zusammenarbeit haben die VeranstalterInnen drei nachhaltige und ökologische Dokumentationen aus den verschiedensten Bereichen des Lebens ausgewählt, um zukunftsfähige Lebensweisen aufzuzeigen. 

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Die Filme spiegeln die Tätigkeitsschwerpunkte der Mitgliedsbetriebe des Ökonetzwerks wieder: Energie, Lebensmittel, Mode, Gartenbau, Möbel, Holzbau, Design, Architektur – regional, vielfältig und fair.

In diesem Jahr sind für jede Vorstellung Gesprächspartner eingeladen. Und im Anschluss an jede Vorstellung laden wir zu einem Imbiss und zum Austausch mit den Mitgliedern des ÖkoNetzwerk Dortmund e.V. und dem Kinoteam ein. 

Umweltdezernent Ludger Wilde zu Gast am Dienstag, 1. Oktober 2019

Szenenbild aus „Fair Traders“.

Los geht es bereits am Dienstag (1. Oktober 2019) um 19 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Fair Traders“. Der schweizerisch-italienische Regisseur Nino Jacusso stellt drei sozial und ökologisch vorbildhafte Unternehmen und ihre Macher und Macherinnen vor, die ihren Traum verwirklichten, etwas Sinnvolles und Nachhaltiges zu erschaffen.

Beispiele sozialer und ökologischer »Best Practice« sind in politischen Dokumentationen schon seit Jahren höchst populär. Manchmal nur als einzeln gesetztes aufbauendes Motivationsstückchen im desaströsen Umfeld, manchmal im geballten Dutzend für eine bessere Welt. 

Der engagierte und erfahrene Regisseur Nino Jacusso hat sich für seinen Film zum Thema nachhaltiges Wirtschaften einen Dreiklang ganz unterschiedlich agierender Unternehmen aus der Schweiz und Bayern ausgesucht. Die Filmvorführung wird rund 90 Minuten dauern. Im Anschluss sind die Gäste herzlich dazu eingeladen, mit dem Dortmunder Dezernenten für Umwelt, Planen und Wohnen, Ludger Wilde, über das Gesehene zu diskutieren.

Dark Eden: erstaunlich, wie viele unentdeckte Orte grenzenloser Gewinnsucht es noch gibt

Szenenbild aus „Dark Eden“.

Der zweite Termin ist am 8. Oktober ebenfalls um 19 Uhr. An diesem Abend wird der Film „Dark Eden“ gezeigt. Die Dokumentation von Jasmin Herold und Michael Beamish porträtiert in poetischer Art und Weise Fort McMurray in Kanada, wo ohne Rücksicht auf die Umwelt aus Sand Öl gewonnen wird. 

„I Love Oilsands“, steht in weißen Lettern auf dem T-Shirt eines Aktivisten für die größte Ölförderregion der Welt. Brav sagt er seinen Spruch in die Kamera: Wie schön das Leben in Fort McMurray doch sei, bei der klaren Luft und dem gesunden Wasser; dass er kämpfen wolle, gegen die Lügen und Halbwahrheiten, die ihn umgeben. Verschmitzt endet er mit den Worten „ …and I am awesome!“. Die Selbstherrlichkeit dieses Mannes steht stellvertretend für eine Haltung, die das schnelle Geld vor die Bedürfnisse der Umwelt und der Menschen stellt.

Die FilmemacherInnen Jasmin Herold und Michael Beamish sind an diesem Abend persönlich anwesend und werden mit den ZuschauerInnen nach der Filmvorführung in den Diskurs treten. Die Dokumentation „Dark Eden“ wurde von der Deutschen Film- und Medeienbewertung (FBW) mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet und ist ab sechs Jahren freigegeben. 

Der Kampf ökologischer Querdenker gegen wirtschaftlichen Lobbyismus

Den Abschluss der diesjährigen „Green Movies“- Reihe bildet die Vorführung des Dokumentarfilms „Das Wunder von Mals“ von Regisseur Alexander Schiebel. 2014 stimmten die Bürger der 5.000-Seelen-Gemeinde Mals im Vinschgau in einem Referendum mit einem klaren Ja für eine Zukunft ohne Glyphosat & Co. 

Szenenbild aus „Das Wunder von Mals“.

Eine deutliche Mehrheit von 75,88 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von fast 70% sprach sich für ein Pestizid-Verbot aus. Während in Südtirol wie überall die industrielle Landwirtschaft auf dem Vormarsch ist, haben sich in Mals Bürger und Landwirte für eine pestizidfreie Gemeinde mit einer nachhaltigen Landwirtschaft entschieden.

Um diesen für Südtirol einmaligen Bürgerentscheid umzusetzen, beginnt ein ungleicher Kampf: hier die 5.000-Seelen-Gemeinde, angeführt von einem Dutzend charismatischer Querdenker, dort eine übermächtige Allianz aus Bauernbund, Landesregierung und Agrarindustrie.

Im Anschluss an den Film können die Gäste mit den VeranstalterInnen der Green Movies ins Gespräch kommen und sich austauschen. An diesem Abend werden diverse VertreterInnen der Mitglieder des Öko-Netzwerkes-Dortmund anwesend sein. Auch an diesem Abend beginnt die Filmvorführung um 19 Uhr.

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Weitere Informationen:

Kinokarten können per Mail: info@sweetSixteen-kino.de und Telefon: 0231 910 66 23 reserviert werden: dafür ist es zwingend notwendig den Wunschtermin + Personenanzahl sowie Namen und Rufnummer/Mailadresse zu hinterlassen: das sweetSixteen-Kino meldet sich zurück und bestätigt die Reservierung. Vorbestellte Karten bitte bis 30 Min. vor Filmbeginn abholen – andernfalls gehen sie in den offenen Verkauf!

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