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Migrantenvereine aus Dortmund erhalten vom „House of Resources“ für 2018 einen Zuschuss 40.000 Euro

„House of Resources“ hat im Haus der Vielfalt die Schecks an Migrantenorganisationen übergeben. Foto: Gerd Wüsthoff

Von Gerd Wüsthoff

Migrantenvereine und integrativ wirkende Vereine und Verbände in Dortmund erhalten in diesem Jahr erneut eine finanzielle Unterstützung durch das „House of Resources (HoR)“ in Dortmund. Im ersten Quartal 2018 werden 20.000 Euro an Migrantenvereine ausgeschüttet. Das Geld dient dazu, wichtige Veranstaltungen und Projekte zu realisieren. Die Förderung von Kooperationen unter den Migrantenvereinen ist ein wichtiger Aspekt des HoR, um Begegnungen und gemeinsames Arbeiten nachhaltig zu stärken. Allein für dieses Projekt stellt das HoR über 4.500 Euro zur Verfügung. Şaziye Altundal-Köse stellt im „Haus der Vielfalt“ in Beuthstraße 21 die geförderten Projekte vor.

Das VMDO als Kooperations- und Anlaufstelle für Migrationsvereine

Saziye Altundal-Köse 

Şaziye Altundal-Köse, Bereichsleiterin Arbeitsmarkt und Integration im VMDO, stellte kurz zu den einzelnen Projekten, woran sich die Übergabe der Fördermittel-Schecks anschloss. Die durch „House of Resources“ vergebenen Fördermittel sind zweckgebunden und bedürfen der Nachsweispflicht.

Altundal-Köse betont die Wichtigkeit der Netzwerk-Schaffung der unterschiedlichen Vereine und Maßnahmen, um dadurch die Effektivität der Integration zu steigern. Die Föderung von Kooperationen ist eine wichtiger Aspekt der HoR, um Begegnungen und gemeinsames Arbeiten nachhaltig zu stärken.

Nach der Einführung durch Altundal-Köse, bedankte sich Oliver Hesse vom Kommunalen Integrationszentrum Dortmund (MIA-DO-KI), dort Ansprechpartner für Zusammenarbeit, Vernetzung, Beratung, Kooperation, Betreuung Masterplan sowie Jury Mitglied, ausdrücklich beim „HoR“. Gleiches tat auch im Jurymitglied Levent Arslan, kommissarischer Leiter des Dietrich-Keuning-Hauses.

„Es geht bei unserer Arbeit mit Migraten darum, dass sie in dieser, ihrer neuen Heimat, trotz dass gewohntes und vertrautes fehlt, eine neue Heimstadt und damit Heimat finden. Dass sie hier ankommen“ erklärt Diana Jean-Pierre, Dortmunder Modeschöpferin und engagierte Ehrenamtliche Migartionshelferin. Jean-Pierre weiß wovon sie spricht – denn ihr Vater stammt aus Saint Lucia, während ihre Mutter eine Deutsche ist.

Das sind die durch das as „House of Resources“ geförderten Projekte

Die Initiative „Train of Hope“ bekommt ebenfalls Fördermittel. Foto Gerd Wüsthoff

Gefördert wird unter anderem das Projekt „Home“ des Vereins KamerDo e.V., dessen Ziel es ist, Flucht- und Migrationserfahrungen zu dokumentieren und künstlerisch darzustellen, wie Flucht und Migration Menschen verändern. Hierfür arbeiten unterschiedliche Vereine in Dortmund zusammen.

AfricanTide e.V. erhält 3.200 Euro zur Durchführung mehrerer Veranstaltungen bzw. Workshops im Bereich Medien zum Weltfrauentag.

3.500 Euro gehen an den Verein Internationales Frauencafé e.V. zur Ausrichtung eines interkulturellen Newroz-Festes (kurdisches Neujahrsfest) im „Haus der Vielfalt“. Unter Beteiligung mehrerer Vereine wie z.B. dem Tamilischen Kulturverein und dem Pontischen Verein Xeniteas wird eine Brücke zu den unterschiedlichsten Kulturen geschlagen.

Der Arbeitskreis Gays Oriental wird in seiner wertvollen Arbeit für LGBT-Menschen, die oft nicht nur vor Krieg und Verfolgung, sondern auch wegen ihrer sexuellen Orientierung aus den Heimatländern geflohen sind, mit 3.400 Euro unterstützt. Vielen LGBT-Menschen droht in ihren Heimatländern Verfolgung und Gewalt bis hin zu Mord, welche dann nicht zur Aufklärung kommen und die Täter straffrei ausgehen.

In Zusammenarbeit mit der Therapeutin Zainab Lax wird der Verein Train of Hope e.V. unter Mitwirkung des Landesmusikrats NRW ein transkulturelles Musikprojekt durchführen. Das Projekt soll helfen, Traumata der Geflüchteten abzubauen und Kontakte zu Einheimischen herzustellen, um somit auch die Integration zu verbessern. HoR unterstützt das Projekt mit über 3.700 Euro.

Chancengleich in Europa e.V. erhält rund 1.700 Euro, um geflüchteten Frauen mit Kindern den Besuch eines Konversationskurses zu ermöglichen. HoR übernimmt die Kosten für die Kinderbetreuung, wodurch sich die Zahl der Besucher erhöht hat. Die Kinder lernen in der Betreuung spielerisch ganz nebenbei die deutsche Sprache kennen.

HINTERGRUND: Das ist das  „House of Resources“ des VMDO Dortmund

  • Mit dem „House of Resources (HoR)“ Dortmund hat der VMDO e.V. – dem Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine Dortmund e.V. – seit dem 1. August 2016 ein neues Konzept zur Förderung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements von Migrantenvereinen und Verbänden in Dortmund geschaffen.

  • Besonders am „House of Resources“ gibt es keine pauschale Fördersumme, sondern die Fördermittel werden anlassbezogen und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Das „House of Resources“ trägt dazu bei, langfristig die Strukturen in Migrantenorganisationen zu stärken.
  • Im Rahmen des Projektes wird eng mit der MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum zusammen gearbeitet. Das „HoR“ Dortmund ist ein durch das Bundesministerium des Innern (BMI) aufgrund eines Beschlusses des Bundestages gefördertes Projekt.

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