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Investition von über einer Million Euro: Symbolischer Spatenstich für neue Waschkaue der Eisenbahn Dortmund

Die Dortmunder Eisenbahn unterhält auf der Westfalenhütte eine große Werkstatt. Fotos: Alex Völkel

Die Dortmunder Eisenbahn GmbH bekommt ein neues Mitarbeitergebäude. Für eine so genannte Waschkaue – ein Gebäude mit Umkleide-, Wasch- und Sozialräumen – gab es jetzt den symbolischen Spatenstich. Das langjährig geplante Projekt ist eine Investition von mehr als einer Million Euro in den Wirtschaftsstandort Dortmund und wird voraussichtlich bis März 2020 fertiggestellt. 

Investition als Zeichen für die Bedeutung des Standortes und der Beschäftigten

Die Waschkaue bietet zukünftig Platz für mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wird den neuesten Energie- und Umweltstandards entsprechen.

Waschkauen wie hier in der Zeche in Dorstfeld sind in den vergangenen Jahrzehnten Orte der Transformation für neue Nutzungen. Foto: Thomas Engel

Neben der Dortmunder Eisenbahn GmbH steht die neue Waschkaue auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DE Infrastruktur GmbH zur Verfügung. Entworfen wurde das Gebäude von Architekt Frank Krockhaus. Den Bau wird die Freundlieb Bauunternehmung betreuen. 

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„Wir haben endlich Spatenstich. Es war ein langer und steiniger Weg. Aber es ist notwenig, es zu machen“, betont Marcel de la Haye, Geschäftsführer Dortmunder Eisenbahn. Auch finanziell ist es ein Kraftakt:  „Immerhin eine Investition von mehr als einer Million Euro für ein Sozialgebäude. Das ist ein Vertrauensbeweis in das Unternehmen und den Standort – und die 270 Beschäftigten“, verdeutlicht Dr. Roland Kitschler, Geschäftsführer Dortmunder Eisenbahn.

Die Investition unterstreiche auch, dass die Dortmunder Eisenbahn langfristig auf dem Gelände bleiben wolle – es wurde in Erbbaurecht mit ThyssenKrupp geregelt. „Nun hoffen wir, dass der Bau zügig gelingt. Die Beschäftigten mussten sechs bis sieben Jahre den Übergang in Waschcontainern ertragen“, so Kitschler.

15 Prozent des gesamten Investitionsbudgets der Gruppe fließen in den Neubau

Spatenstich: (v.l.n.r.): Thomas Kratzer (Captrain), Dr. Roland Kitschler (DE), Teddy-Bernd Müller (Betriebsrat),  Hafen-Chef Uwe Büscher, OB Ullrich Sierau, Henrik Würdemann (Captrain), Marcel de la Haye (DE) und Bauunternehmer Christian Freundlieb.

„Wir sind ein bisschen stolz, dass es endlich so weit ist – es war mühsam. Und es ist ein gewaltiger Betrag für uns. Es sind immerhin 15 Prozent des gesamten Investitionsbudgets“, berichtet Henrik Würdemann, Geschäftsführer von Captrain Deutschland.

Da, wo die Margen so eng seien, sei es besonders schwer – besonders in der Logistik-Branche. „Aber Dortmund ist ein wichtiger Standort – Europas wichtigster Standort für Logistik. Wir geben mit der Waschkaue das richtige Zeichen, dass bei uns die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen“, so Würdemann.

„Ich war der Oberdrängler beim Neubau. Wo wir Gesellschafter sind, werden unsere Leute auch ordentlich untergebracht. Und das ging so gar nicht“, erinnerte Hafen-Chef Uwe Büscher daran, als er die bisherige Unterbringung zum ersten Mal gesehen hatte. Die Investition auf der Westfalenhütte sei ein Beitrag zur Aufwertung des Nordens. 

OB: „Die Dortmunder Eisenbahn ist ein wichtiger Partner bei der Multimodalität“

Auch OB Ullrich Sierau wohnte dem Spatenstich bei. Ein solches Ereignis ist eigentlich nichts besonderes für den OB, sondern schöne Routine. Doch es ist der erste Spatenstich für eine Waschkaue. „Ich kannte das bisher nur aus der Bergbauzeit. Das sind besondere Orte. Ein Neubau kommt nicht so häufig vor“, sagte der bekennende Fan der Dortmunder Eisenbahn. 

Die Eisenbahn sei ein wichtiger Partner bei der Multimodalität in Dortmund. Der Kombination von Wasser, Schiene und Straße komme eine große Bedeutung zu und die Dortmunder Eisenbahn sei da ein wichtiger Partner und Verkehrsträger. Der Neubau sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen, so Sierau.

Der OB erinnerte daran, dass es Pläne gegeben habe, die Rennbahn aus Wambel auf die Westfalenhütte zu verlegen. Dies hätte einen Umzug der Dortmunder Eisenbahn und damit zusätzliche Translocations-Kosten bedeutet. Er sei froh, dass diese Planungen lange vom Tisch seien. Diese Investition jetzt stärke den Dortmunder Logistikstandort. 

Erleichterung beim Betriebsrat: „Denn nichts hält länger als ein Provisorium“

Die Erleichterung, dass nun endlich der Spatenstich erfolgt ist, war auch Teddy-Bernd Müller, dem Vorsitzenden des Betriebsrates, deutlich anzumerken. „Denn nichts hält länger als ein Provisorium“, erinnerte er an die vergangenen mehr als sechs Jahre. 

Ganz abgesehen davon sei die Investition zwar hoch. Doch insgesamt spare das Unternehmen. „Die riesige Containerlandschaft kostet 250.000 Euro pro Jahr“, erinnerte der Arbeitnehmervertreter. 

Christian Freundlieb vom gleichnamigen Bauunternehmen freute sich, erneut für ein „Dortmunder Unternehmens-Urgestein“ zu arbeiten. Seine eigene Firma ist übrigens kaum jünger und wurde 1901 gegründet. Die Dortmunder Eisenbahn sei wichtig für die heimische Industrie und den Strukturwandel, so Freundlieb. Im März 2020 soll das neue Gebäude bezugsfertig sein. 

Weitere Informationen:

  • Die Dortmunder Eisenbahn GmbH (DE) ist ein Unternehmen der Captrain Deutschland GmbH und der Dortmunder Hafen AG. Sie gehört zum Unternehmensverbund der Captrain Deutschland-Gruppe.
  • „DE“ ist der „Vor-Ort-Spezialist“ für den Transport auf der Schiene mit eigenen Loks und Schienennetz und bildet ein Bindeglied zum europäischen Fernverkehr. 
  • Daneben umfasst das Leistungsspektrum die Wartung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen in den unternehmenseigenen Fachwerkstätten in Bochum und Dortmund. 
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