
Der Nordstadtblogger hat einen weiteren Preis gewonnen. Und zwar den Sonderpreis bei „Laut und Klar – Das Festival für Demokratie und Zusammenhalt“ der Landesanstalt für Medien NRW (LfM NRW). Ausgezeichnet wurde der Nordstadtblogger-Podcast „Systemfehler“.
„Sei laut. Sei klar.“-Initiative fördert Medienprojekte in ganz NRW
Das Festival bot reichlich Platz für kleinere und größere Medienprojekte, um Kontakte zu knüpfen oder sich untereinander über Ideen auszutauschen.
Es fanden Projektpräsentationen aus der Initiative „Sei laut. Sei klar. Medien in NRW für Demokratie und Zusammenhalt“ der LfM NRW statt. Mit der Initiative unterstützt die LfM NRW Medien oder Medienprojekte, die sich „laut und klar“ für die Demokratie einsetzen.
In diesem Rahmen fand auch die Preisverleihung statt, bei der die Initiative ehrenamtliche Medienprojekte auszeichnete, die den „gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“.
„Do-it-yourself“-Mentalität bei den Podcasts
Die Initiative begründete die Auszeichnung des Nordstadtblogger-Podcasts so: „SYSTEMFEHLER steht für eine Berichterstattung, die Perspektiven sichtbar macht und Austausch ermöglicht.“

„Als Ehrenamtsmedium arbeiten wir nach einer ‚Do-it-yourself‘-Mentalität“, erklärt Ehrenamtlicher und Aufnahmeleiter des „Systemfehlers“ Elija Winkler im Rahmen der Preisverleihung.
„Du vermisst ein Thema in der Berichterstattung? Wir bringen dir bei, zu recherchieren, zu schreiben und seit ein paar Jahren auch Podcasts aufzunehmen. Immer mit einem hohen Anspruch an journalistische Qualität. So ist der ‚Systemfehler‘-Podcast entstanden.“
So sei es auch wichtig, nicht nur lokale Stimmen aus der Politik, sondern auch Personen aus den Bereichen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur zu interviewen und nachzufragen, was sich in Dortmund bei den Systemfragen tut.
Vielfalt an Themen und junge wie erfahrene Stimmen vor dem Mikrofon
„Als niedrigschwelliges, lokales journalistisches Angebot in der Dortmunder Nordstadt ist es dabei jeder Person möglich, sich als Host einzubringen, die es vielleicht sonst schwer hätte, im Journalismus Fuß zu fassen“, betont Winkler.
„Damit sorgen wir für eine Vielfalt an Themen und können jungen und erfahrenen Journalist*innen die Möglichkeit geben, das (mittlerweile nicht mehr ganz so) neue Medium Podcast auszuprobieren.“
Wir danken an dieser Stelle allen unseren Ehrenamtlichen, die sich bisher beim Podcast eingebracht haben!
Wer Lust hat, in unseren preisgekrönten Podcast reinzuhören, findet uns auf Spotify, YouTube und überall dort, wo es Podcasts gibt.

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Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!
Mehr dazu auf Nordstadtblogger:
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Christoph Butterwegge zu Gast in Dortmund: Ursachen und Folgen der Armut in Deutschland
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In eigener Sache: Nordstadtblogger erhält Sonderpreis der Initiative „Sei laut. Sei klar.“


Reaktionen
Ulrich Sander
Herzlichen Glückwunsch! Ihr seid ein Segen angesichts von FUNKE- und RN-Rechtsruck!
Ich sandte dies an die „Süddeutsche“:
Zur jüngsten Medienseite in SZ (3.7. 26) mit dem Beitrag über den Springer-Konzern und seinen Einsatz für das Zusammengehen von CDU und AfD möchte ich mit diesem Leserbrief Stellung nehmen:
Sie sollten auch die Medienbestrebungen im Ruhrgebiet für Bündnisse der Unionspartei mit der AfD in den Blick nehmen. Das folgende geschah im Kommunalwahlkampf 2025 mit Hilfe der Lensing- und Funke-Medien in Dortmund. Es hielt zunächst die Brandmauer gegen die AfD-Nazis um das »freundliche Gesicht des NS«, Matthias Helferich, mit Hilfe des Dortmunder Stadtrats. Doch in der Regionalpresse wurde die SPD ständig unsachlich angegriffen – damit ein Mann der Merz-CDU bei der Wahl durchkommt. Der wurde dann in der Stichwahl gewählt und will mit »Sicherheit und Sauberkeit« sowie mit einem Bettelverbot die Probleme der Stadt lösen. Sein Name ist Alexander Kalouti. –
Zur rechten Berichterstattung der Lensing-Zeitung RuhrNachrichten und der Funke-Medien kam eine Kampagne des Wilo-Milliardärs Jochen Opländer (Wilo ist ein Maschinenbauunternehmen) und des Ex-Chefs vom Lensingverlag und jetzigen Wilo-Aufsichtsrats Martin Cremer hinzu. Dieser war zeitweilig parteiloser OB-Kandidat, positionierte sich dann zusammen mit Lensing in der Stichwahl zugunsten des Kandidaten Alexander Kalouti von der Anti-Brandmauer-Partei CDU. Sie steckten Unmengen von Geldern in den Wahlkampf und halfen damit indirekt auch der AfD bei ihrer Verdreifachung der Wählerstimmen. Für das Wirken des Lensing-Opländer-Clans gegen einen Brandmauer-Beschluss des Stadtrats revanchierte sich die AfD mit dem Aufruf für den dann gewählten CDU-Mann Kalouti. In ganz Deutschland jubelten daraufhin Medien über die Beseitigung der »Herzkammer der SPD« nach fast 80 Jahren SPD-Herrschaft in Dortmund. Der ungewöhnlich hohe AfD-Zuwachs in der Stadt – von 5,5 auf 16,6 Prozent (das sind 18 von 104 Sitzen im Rat, die LINKE hat 8 Sitze) – lässt die Sorge aufkommen, dass nun statt einer SPD-Herzkammer eine AfD-Vorhölle im Ruhrgebiet entsteht.
Denn auch die CDU-Bezirksregierung in Arnsberg wie auch Kalouti stellte sich auf die Seite der profaschistischen AfD, indem sie verlangte, dass eine vom Dortmunder Rat mit Mehrheit völlig zu Recht beschlossene Brandmauer-Resolution zurückgezogen wird, die vorsieht, keine Anträge zu unterstützen, die nur mit Zustimmung der AfD eine Mehrheit bekommen können. Später setzte die Bezirksregierung noch eins drauf und verlangte, der Personalrat der Stadtwerke solle auch die AfD zu einem Podiumsgespräch zur Kommunalwahl einladen.
In den RuhrNachrichten des Lensing-Verlages erschienen nach der Dortmunder Wahl und vor der Stichwahl zwei Zeitungsseiten zu Gunsten der AfD und eine weitere mit Zustimmung zur Wahl des CDU-Mannes Alexander Kalouti. Eine weitere Seite derselben RuhrNachrichten-Ausgabe wirbt für die Zusammenarbeit mit der AfD im Dortmunder Stadtrat und feuert Breitseiten gegen die »demokratischen Parteien« ab, die bereits in einer Großanzeige Opländers als »Parteien-Kumpanei« bezeichnet worden waren. Das erinnert an die Kampagne der NSDAP für die Abschaffung des Parteiensystems.
Viele Demokraten verharrten in Dortmund noch lange nach der Wahl in Schreckstarre. Lediglich die Bewegung »Dortmund solidarisch« demonstrierte gegen Rechtsaußen. Die VVN-BdA appellierte an die Öffentlichkeit, sich gegen die reichen Förderer der Dortmunder CDU, den »Geldadel« zu stellen und die Brandmauer zu verteidigen. Dass die AfD im NRW-Kommunalwahlkampf die Ausweisung von Millionen Mitbürgern per »Remigration« verlangte, wurde in den Medien verschwiegen. Gegen diese Volksverhetzung der AfD hat die Dortmunder VVN-BdA bei Polizei und Staatsanwaltschaft einen Strafantrag erstattet. Den heuchlerischen Behauptungen der rechten Konservativen, mit dem Schutz der AfD die »demokratische Auseinandersetzung« und die Meinungsfreiheit zu verteidigen, setzten die Antifaschisten die Erkenntnis entgegen: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.