Nordstadtblogger

Halleluyeah-Festival bringt Musik, Kirche und Welt in Dialog

 Halleluyeah-Festival in der Pauluskirche mit The Rival Bid.

Von Leonie Krzistetzko

„Ich freue mich sehr darüber, wie groß der Zulauf unseres Festivals jedes Jahr ist“, sagte Friedrich Laker. Er ist Pastor der Pauluskirche in der Dortmunder Nordstadt. Dort lief parallel zum Hafenspaziergang das „Halleluyeah Festival“.

Festival ist einer der Besuchermagnete des Hafenspaziergangs

Wie auch der Hafenspaziergang steckt es an seinem fünften Geburtstag noch in seinen Kinderschuhen, zieht aber Jahr für Jahr mehr Besucherinnen und Besucher an.

„Vor allem die Nordstadt  bietet sich für ein solches Format sehr gut an, da sie ein großes Kulturspektrum besitzt“, sagte Bürgermeisterin Birgit Jörder zur Eröffnung des Festivals.

Auch sie lebe seit vielen Jahren in der Nordstadt und erfreue sich stets an attraktiven Angeboten rund um das Thema Kultur.

Festival zeigt das musikalische Talent der Dortmunder Bands

Das Halleluyeah Festival wird jedes Jahr durch Sponsoren finanziert und hat ein großes Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern hinter sich stehen.

Von 15 bis 0.30 Uhr traten  acht Dortmunder Bands auf und zeigten dem Publikum, was Dortmund als Stadt musikalisch alles zu bieten hat.

„Es geht, neben dem Entertainment, auch um die Begegnung von Welt und Kirche, die vieles in Dialog bringt“ sagte Laker.

Dortmunder Bands begeistern das Publikum – großer Zuspruch

Punkband Clox

Der Opener und Finisher des Festivals war Raimund Gitsels, der mit seinem Projekt „Gee and the plastic strings“ melancholische und energiegeladene Lieder mit Hilfe einer Loop-Station präsentierte.

Er ist unter anderem auch als Geiger der Band Honigdieb bekannt und zog mit eingängigen Melodien das Publikum in seinen Bann.

Für einen weiteren Act ist der Solokünstler Hannes Weyland spontan eingesprungen. Er vertonte Texte, die von allen Facetten des Alltags handeln.

So sprach er von Liebe, Verzweiflung und Zukunft.

Etwas lauter wurde es mit dem deutschsprachigen Trio aus Dortmund „Die glänzende Tragik“. Sie spielten Indie-Rock und haben den Fakt, dass sie sich erst vor zwei Tagen neu gegründet haben, sympathisch überspielt.

Weitere Bands waren die Punkband Clox, die nun seit 1978 wohl zu den Urgesteinen der Dortmunder Musikszene gehören. Zudem traten noch die Bands Alaska, Rasender Stillstand, Ritalin Ray und The Rival Bid auf und zeigten ihr Können.

Die Moderation des Tages übernahm der Dortmunder Zauberkünstler Pilloso.

Auch das Nebenprogramm überzeugt das Publikum mit entspanner Atmosphäre

 Spontaner Auftritt der Band Nepomuk im Kirchgarten. Foto: Kay Berthold

Neben dem Hauptprogramm gab es im Innenhof der Kirche viele Sitzmöglichkeiten und Essen und Trinken für alle Besucherinnen und Besucher. Wobei das Essen gegen Abend ausging – so groß war das Besucherinteresse.

Dort konnte man zu der Musik der DJs DJ Martini, Rene Royal und HeyPlusYou bei entspannter Atmosphäre die Sonne genießen und Kontakte knüpfen.Zudem konnten sich die Besucher noch am Merchandise-Stand CDs und weitere Artikel der auftretenden Bands kaufen.

„Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, wie angenehm es hier ist. Das Publikum ist gut drauf, die Bands sind gut und das Programm ist vielfältig. Das hätte ich von der Kirche wirklich nicht erwartet“, sagte einer der zahlreichen Besucher der Festivals.

Und genau darum ging es auch. Es gebe in den Dortmunder Kirchen viel zu selten kulturelle Programme, die ein Publikum jenseits der traditionellen Gemeinde anziehen.

Pastor Laker und seine Frau versuchten deshalb seit 2002 neue Veranstaltungsformate zu finden, die jüngere Menschen anziehen.

Pastor Laker hofft sehr, dass andere Kirchen ein ähnliches Programm anbieten wollen

Bürgermeisterin Birgit Jörder, Quartiersmanagerin Heike Schulz und Pfarrer Friedrich Laker (v.l.)

„Wir wollen den Menschen nichts nehmen, wir wollen nur zusätzliche Veranstaltungen anbieten können“, sagte Laker.

Schätzungsweise seien mehrere tausend Besucher erwartet, da mindestens 80 Prozent der Besucher des Hafenspaziergangs auch beim Halleluyeah vorbeischauen.

„Es geht auch darum Mut zu machen. Ich hoffe sehr, dass andere Kirchen kulturell mitziehen und würde sie dabei auch gerne beraten.“

Genau wegen Formaten wie dem Hafenspaziergang oder wegen des Halleluyeah Festivals werde das Hafenviertel immer schöner.

Ein großer Dank gelte vor allem dem Quartiersmanagement und den Wohnungsunternehmen, die das Festival durch ein Sponsoring erst möglich machen. „Wir danken allen Beteiligten und vor allem den Bands und den Zuschauern“, sagte Quartiersmanagerin Heike Schulz.

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