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„Glokaler“ Krieg: Vortrag von Jörg Leonhard im Stadtarchiv

Verdun - Sinnbild für das sinnlose Gemetzel im Ersten Weltkrieg. Foto: Alex Völkel

Die Gräber von Verdun – Sinnbild für das sinnlose Gemetzel im Ersten Weltkrieg. Foto: Alex Völkel

„Die Büchse der Pandora“ überschreibt der Historiker Jörn Leonhard seinen Vortrag über die Geschichte des Ersten Weltkriegs: Zum 100. Jahrestag der Verdun-Schlacht spricht er am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr im Stadtarchiv (Märkische Straße 14). Der Eintritt ist frei.

Der Erste Weltkrieg als Büchse, aus der alles Übel entwich

Der Erste Weltkrieg sprengte alles, was sich die Welt vor 1914 hatte vorstellen können. Er wirkte wie die Büchse der Pandora – jenes mythische Schreckensgefäß, aus dem alle Übel der Welt entwichen, als man gegen den Rat der Götter seinen Deckel hob.

Vom ersten Tag an war der Krieg ein globales Phänomen, während die Erfahrung der Menschen im Krieg lokal blieb. Diese besondere Spannung zwischen globaler Imagination und lokaler Erfahrungswelt sollte ein Kennzeichen dieses „glokalen“ Krieges werden. Der Vortrag behandelt den Weg von der europäischen Krise zum Weltkrieg, indem er exemplarische Beispiele für diese Übergänge untersucht.

Über Veränderungen, Erwartungen und Erfahrungen im Krieg

Ob in der dynamischen Veränderung von Handlungsspielräumen, den rasanten militärischen Entwicklungen oder den immer rascheren Wandlungen der Kriegsgesellschaften: Weltweit wurde erkennbar, dass sich die konkreten Erfahrungen ganz unterschiedlicher Zeitgenossen in diesem Krieg immer weiter von den Erwartungen entfernten, mit denen Menschen den Beginn des Krieges im Sommer 1914 erlebt hatten.

Professor Dr. Jörn Leonhard, geb. 1967, ist seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Westeuropäische Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Eine Veranstaltung des Stadtarchivs in Kooperation mit dem Historischen Verein und Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V..

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