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Geschlafen wird später: Zehnte „Nacht der Jugendkultur“ steigt Samstag auch in Dortmund – Programm an sechs Orten

Die jungen OrganisatorInnen der „Nacht der Jugendkultur“. Foto: Stadt Dortmund

Die jungen OrganisatorInnen der „Nacht der Jugendkultur“ laden für Samstag ein. Foto: Stadt Dortmund

Auch Dortmund ist mit dabei, wenn am 28. September 2019 in NRW zum zehnten Mal die Nacht der Jugendkultur stattfindet – die „nachtfrequenz19“. Beteiligt sind 90 Städte und Gemeinden im ganzen Land. In Dortmund gibt es Programm an sechs Orten: Die UZWEI im Dortmunder U macht ebenso mit wie die Jugendfreizeitstätten in Schüren, Lütgendortmund und Scharnhorst, der Treffpunkt Stollenpark und das JKC Rheinische Straße. Jugendliche ab 15 Jahren sind eingeladen, eine oder mehrere Stationen während der Nacht der Jugendkultur zu besuchen. Viele Veranstaltungen wurden von Jugendlichen für Jugendliche organisiert.

328 Culture Jam – Hip-Hop aus Scharnhorst

Scharnhorst bietet die bunte Welt des Hip-Hop in der Nacht der Nächte: Zu erleben ist ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm von und für junge Menschen aus Scharnhorster mit Herz für R&B, Rap und Hip-Hop. Rundherum gibt‘s Medien-, Kunst- und Graffiti-Aktionen zum Mitmachen und Zugucken. Ort: DAS ZENTRUM JFS Scharnhorst, 19‒24 Uhr, Gleiwitzstraße 255

Sketchbattle 2019 im JKC

Mit Filzer und Textmarker kann man nicht nur langweilige Aufsätze im Unterricht verzieren: Zum Beispiel können ab 16-Jährige Marker-Entwürfe auf die Leinwand bringen und eine Fachjury und das Publikum darüber entscheiden lassen. Die drei besten Sketches werden mit Einkaufsgutscheinen von „The Hangout“ prämiert. Für den musikalischen Unterbau sorgen lokale Hip-Hop-Musikerinnen und -Musiker. Anmeldung dafür sind möglich zwischen 16 und 17.30 Uhr, an die Leinwand geht es zwischen 16 und 20.30 Uhr. Ort: JUGEND- UND KULTURCAFÉ (JKC), 16‒22 Uhr, Rheinische Straße 135

Nachtfrequenz - Dier Nacht der Jugendkultur, geht in die 15. Runde. Foto: Beni Veltum/Veranstalter

Nachtfrequenz – die lange Nacht der Jugendkultur, geht in die nächste Runde. Foto: Beni Veltum/Veranstalter

Let‘s Rock – Inklusionsdisco in der JFS LÜDO

Im Gruselkostüm die Welt der Lebenden verlassen und einen schaurig-schönen Abend feiern – das geht in der JFS Lütgendortmund. Es gibt einen Grusel-Parcours und einen Kostümwettbewerb, man kann sich  stilecht von professionellen Make-up-Artists schminken lassen für ein Greenscreen-Foto der unterirdischen Art. Danach geht‘s zum Totentanz in die Disco. Ort: JFS Lütgendortmund, 18 bis 23 Uhr, Marienborn 10

Jugend rockt – Band-Party Vol. III

Drei ambitionierte Jugendbands aus Dortmund spielen live und unter professionellen Bedingungen auf der Bühne der FJS Schüren. Damit das Event nicht nur Schall und Rauch bleibt, hält der Bürgerfunk Dortmund die Atmosphäre per Live-Mitschnitt fest, interviewt Bands und Publikum und veröffentlicht das Ergebnis in einem NRW-weiten Podcast. Ort: JFS Schüren, 19 bis 24 Uhr, Bergparte 15

Ein Musikabend im Stollenpark

Viva la Vielfalt! Jugendliche aus dem Stadtteil zeigen ihre Talente und beweisen, wie krass bunt die Nordstadt ist. Die Open Stage steht für spontane Aufführungen von Hip-Hop, Rap, Tanz und Musik bereit. Außerdem präsentieren sich Saz-, Steelpan- und Tanzgruppen. Wen es nicht ins Rampenlicht zieht, der genießt die Stimmung. Ort: Treffpunkt Stollenpark, 18 bis 22 Uhr, Bergmannstraße 51

Kunst und Kultur total – living room auf der UZWEI!

Die UZWEI im Dortmunder U bietet Kunst und Kultur total: Action-Painting- und Tape-Art-Aktionen, eine Selfie-Box, eine Open Stage für Musik, Tanz, Theater, Karaoke & Co mit Wohnzimmeratmosphäre. Angekündigt haben sich bereits Karma Change, The Eyes Inside und Marvin Schönäcker. Das Programm wurde organisiert von FSJ-lerInnen des Theaters, des Kulturbüros und der UZWEI. Ort: UZWEI im Dortmunder U, 18 bis 22 Uhr, Leonie-Reygers-Terrasse 1

Der Trailer der nachtfrequenz19 zeigt einen kreativen Parkour durch die Stadt und stammt von Kilian Lamothe und seinem Team und den Läufern Jason Stenschke und Andreas Andrius und anderen.

Mehr Informationen:

  • Internetseite: www.nachtfrequenz.de
  • nachtfrequenz19 – Nacht der Jugendkultur wird veranstaltet von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V. und gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans Nordrhein-Westfalen.
  • In Dortmund beteiligen sich das Jugendamt, die Kulturbetriebe, das Theater Dortmund und der Planerladen. Koordination: Kulturbüro.
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Ein Gedanke zu “Geschlafen wird später: Zehnte „Nacht der Jugendkultur“ steigt Samstag auch in Dortmund – Programm an sechs Orten

  1. LKJ NRW e.V. (Pressemitteilung) Beitrags Autor

    Demokratie kann man nicht per Pizzataxi bestellen:
    Die 10. nachtfrequenz – Nacht der Jugendkultur war vielfältig und politisch

    Von Vlotho bis Übach-Palenberg, von Kleve bis Netphen – zum 10. Mal fand am Wochenende die Nacht der Jugendkultur statt und durchzog ganz Nordrhein-Westfalen mit einem Netz von mehr als 150 Einzelveranstaltungen, bei denen wirklich alle auf ihre Kosten kamen. In 90 Städten und Gemeinden hatten neben den klassischen Bühnenshows, Cosplay, Dance & Hip-Hop Battles, Manga, Open Mics, Poetry Slams, Parkour und Juggern viele Angebote einen deutlich politischen Ton – vom Rock für Toleranz bis zur stromfreien Eco-Fresh-Party.

    Organisiert wird die nachtfrequenz19, die zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 aus der Taufe gehoben worden war, von der in Dortmund ansässigen Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V. mit Förderung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

    Mit den »Snake Awards« wurden in Solingen Jugendliche für ihr Engagement rund um die Jugendkultur ausgezeichnet – und bekamen die große Bühne des Stadttheaters für ihre starken Performances: Reggae, Modern Dance, Singer-Songwriter, Hip-Hop – you name it. Der Musiker »A to the K« wurde als bester Solinger Hip-Hopper ausgezeichnet – weil sein aktuelles Video »Rubin Rote Augen« mit coolen Texten begeisterte, „die weder sexistisch noch frauenfeindlich sind“. Bei der nachtfrequenz stehen die Jugendlichen im Zentrum – die Erwachsenen sorgen im Hintergrund für eine funktionierende Logistik. Wenn Solingens Bürgermeister Tim Kurzbach von den drei kühnen Moderatorinnen ein kurzer Auftritt gewährt wird, nutzt er seine Chance und dankt „allen, die zeigen, dass Solingen bunt und nicht braun ist“ und ruft das Publikum zum Engagement für ein freiheitliches Miteinander auf: „Demokratie kann man nicht per Pizzataxi bestellen.“

    Im extrem freundlichen Miteinander in der Nacht der Jugendkultur sind auch der Transfer von Skills und ein gutes Generationen-Miteinander zentral. Bei den Murals in Düsseldorfs legendärer Kiefernstraße unterstützen avancierte ältere Sprayer (also so um die 30) begeisterte Nachwuchssprayer*innen in Fragen von Technik und Motiven. Warum reißt die Lust am Graffiti nicht ab? „Wer immer viel Grau sieht, hat den Wunsch, was Buntes zu schaffen.“

    Die in Solingen ebenfalls ausgezeichneten Reggae-DJs Don Raggamore und Lil Souljah – Onkel und Neffe – liefern sich ein witziges Battle zwischen Vinyl und Digital. Dabei sind sie sich der friedvollen Tradition des Reggae bewusst: „Ich möchte allen danken, die vor mir waren und denen Glück wünschen, die nach mir kommen“ (Don Raggamore).

    Das Mehrgenerationenhaus in Mettmann war bei »Your Style on Stage« schon ab Nachmittags bis auf die Straße hinaus gefüllt. Bei den zahlreichen Battles hatte es sich die Jury zur Aufgabe gemacht, nur positives Feedback zu geben. Das war Empowerment pur für die Jugendlichen, von denen manche gerade zum ersten Mal auf einer Bühne standen. Einige konnten sich mit ihrer Performance gleich für den nächsten Auftritt qualifizieren beim »Me Against Racism«-Festival am 18. Oktober in Mettmann. Markus Kier, der für die Jugendförderung Mettmann das nachtfrequenz-Event organisiert hat, betont „Es ist total wichtig, dass es diese Förderung gibt. Aus unserem regulärem Budget könnten wir solche tollen Specials nicht bestreiten.“

    Hier fanden vom 28. zum 29. September die Events statt:
    Aachen, Anröchte, Attendorn, Bad Laasphe, Beckum, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bergkamen, Bergneustadt, Bielefeld, Bochum, Bönen, Bonn, Bottrop, Breckerfeld, Burbach, Büren, Castrop-Rauxel, Coesfeld, Datteln, Dorsten, Dortmund, Drolshagen, Dülmen, Düren, Düsseldorf, Emsdetten, Ennepetal, Eschweiler, Essen, Euskirchen, Finnentrop, Fröndenberg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Grefrath, Hagen, Hamm, Herdecke, Herford, Herne, Herten, Hilchenbach, Ibbenbüren, Iserlohn, Kempen, Kerpen, Kirchhundem, Kleve, Köln, Korschenbroich, Krefeld, Langenfeld, Lennestadt, Leverkusen, Meinerzhagen, Mettmann, Minden, Moers, Mönchengladbach, Münster, Netphen, Nettetal, Oberhausen, Oer-Erkenschwick, Olpe, Paderborn, Pulheim, Ratingen, Recklinghausen, Remscheid, Schmallenberg, Schwalmtal-Amern, Schwerte, Selm, Sendenhorst, Solingen, Steinfurt, Sundern, Übach-Palenberg, Unna, Velbert, Vlotho, Waltrop, Warstein, Werne, Wesel, Wetter, Wülfrath, Wuppertal

    Die nachtfrequenz – Nacht der Jugendkultur wird veranstaltet von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V. und gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans Nordrhein-Westfalen.

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