Weinlokal als neues Projekt neben „Grüner Salon“ und „Umschlagplatz“

Genießer:innen sollen im „Stachelschwein“ in der Nordstadt auf ihre Kosten kommen

„Stachelschwein – die Weinwirtschaft im Alten Schloss“ will Genießer:innen in die Nordstadt locken. Foto: Leopold Achilles für Nordstadtblogger.de

In der Bornstraße hat ein neues Lokal für Genießer:innen in altehrwürdigem Ambiente eröffnet. „Stachelschwein – die Weinwirtschaft im Alten Schloss“ nennen die Betreiber:innen ihr neues Gastro-Angebot, nachdem sie ihre zukünftigen Gäste in einer Online-Abstimmung über den Namen hatten mitentscheiden lassen. 2020 bereits eröffneten die Rethmann-Schwestern das temporäre Pop-Up-Weingeschäft „Stachelschwein“, nachdem sie ihre Pläne zum Projekt Weinwirtschaft aufgrund der Pandemielage immer wieder verschieben mussten. In Kooperation mit dem Vermieter der neuen Räumlichkeiten, wurde die Zeit der Lockdowns für Umbauarbeiten genutzt.

Alte Immobilie wurde detailverliebt umgebaut

Das Gasthaus zum alten Schloss an der Ecke Mallinkrodt- (inks)/Bornstraße, vermutlich 1930er Jahre (Slg. Klaus Winter)
Das Gasthaus zum alten Schloss an der Ecke Mallinckrodt- (links)/Bornstraße, vermutlich 1930er Jahre. Foto: Sammlung Klaus Winter

Auf gut 150 Quadratmetern ist so nun ein einladendes lichtdurchflutetes Ambiente mit hohen stuckverzierten Decken und einem original erhaltenen Holzdielenboden entstanden, in dem Weinliebhaber:innen an kleinen Holztischen oder einer Sofaecke ihren Lieblingswein genießen können.

„Wir wollten eine interessante Mischung aus Minimalismus und Gemütlichkeit im Raum. Und zugleich möglichst viel erhalten“, erklärt Rethmann das Konzept der Umbauarbeiten. So seien alte Fußbodenfliesen eigens nachgefertigt, der Stuck eigens in Frankreich hergestellt worden. Neben den Innenarbeiten ist eine einladende rund 30 Quadratmeter große Terrasse entstanden.

In Sachen Umbau schwebte den Schwestern eine „interessante Mischung aus Minimalismus und Gemütlichkeit“ vor, bei der möglichst viel der Substanz des Gebäudes, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Kneipe genutzt wurde, erhalten bleiben sollte.

Im „Stachelschwein“ bieten die Betreiberinnen in der Regel über 20 Weine im Ausschank an. Gelagert wird allerdings eine Menge mehr. „Wir haben aktuell über 200 Weine und davon über 20 im Ausschank. Man kann sich aber auch vorher einen aussuchen und dann liegt der Wunschwein beim Besuch bereit“, erzählt Milena Rethmann.

Jede Menge Gaumenfreuden für Genießer:innen

Gastronomin Milena Rethmann Foto: Leopold Achilles für Nordstadtblogger.de

Das Mitarbeiter:innen-Team nehme regelmäßig an Weinschulungen teil und es ist geplant, dass zukünftig in Kooperation mit Winzern und Sommeliers auch Weinverkostungen stattfinden sollen.

Die Rethmann-Schwestern sind in der Nordstadt bereits durch den „Grünen Salon“ am Nordmarkt und den „Umschlagplatz“ am Hafen bekannt. Was sich hier bewährt hat, wird auch im neuen Lokal angeboten und so können die Gäste zum Wein auch die beliebten „Pintxos“ genießen, kleine Fingerfood-Häppchen, um das Geschmackserlebnis abzurunden.

„Die Pintxos sind unsere kulinarische Grundlage, die wir als Idee aus Bilbao und San Sebastian haben und die wir alle frisch und ohne Zusatzstoffe selber machen“, erklärt Milena Rethmann. Es werden sowohl Pickser mit Fisch und Fleisch in satten 24 Variationen als auch vegetarische Zubereitungen angeboten. Und in einem Weinlokal darf natürlich auch die Käseplatte nicht fehlen.

Das „Stachelschwein“ soll ein Ort für alle Menschen in Dortmund sein

Foto: Leopold Achilles für Nordstadtblogger.de

Die Rethmann-Schwestern legen Wert darauf, dass das „Stachelschwein“ ein Ort für alle Menschen aus Dortmund und insbesondere der Nordstadt sein soll und kein abgehobenes elitäres Nobeletablissement.

„Uns ist ganz wichtig, dass wir dieses Konzept in der Nordstadt umsetzen. Zum einen fehlt hier eine Weinwirtschaft und zum anderen passt es sehr gut zum Gebäude“, so Milena Rethmann. Wer das neue Lokal in der Bornstraße 140 in unmittelbarer Nähe der U-Bahnhaltestelle Brunnenstraße einmal besuchen möchte, kann dies momentan donnerstags bis sonntags ab 17 Uhr tun. Das Lokal schließt gegen 23 Uhr.

Der „Grüne Salon“ am Nordmarkt ist derzeit dienstags bis sonntags von 9.30 bis 16 Uhr geöffnet und der „Umschlagplatz“ am Hafen bleibt im Winter geschlossen und kann erst im Frühjahr wieder besucht werden.

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Reaktionen

  1. Horst Ahlen

    Da bin ich mal gespannt ob ein Weinlokal in der Bierstadt Dortmund angenommen wird und dann noch Inder Nordstadt.Ich selbst bin Weintrinker aus Überzeugung und werde
    mal vorbei schauen.

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