Fridays for Future demonstriert in Dortmund gegen neue deutsche Erdgasprojekte

Proteste am 24. April 2026 richten sich gegen fossile Energiepolitik

Banner von Fridays for Future Dortmund
Die Klimabewegung Fridays for Future ruft morgen zur Demonstration gegen den Ausbau fossiler Energien auf. Foto: Helmut Sommer für Nordstadtblogger

Die Klimabewegung Fridays For Future protestiert morgen (24. April) in über 60 Städten in Deutschland gegen neue Erdgasprojekte und für konsequenten Klimaschutz. Auch in Dortmund findet eine Demonstration statt. Die Demo beginnt um 15.30 Uhr auf dem Friedensplatz. Nach einer Auftaktkundgebung zieht der Demozug über den Südwall mit einer Zwischenkundgebung vor der CDU Geschäftsstelle, außerdem über Westenhellweg und Königswall.

Kritik an Energiepolitik und Forderung nach Kurswechsel

Die Aktivist:innen von Fridays for Future kritisieren die energiepolitischen Pläne der Bundesregierung deutlich. Im Fokus steht dabei insbesondere die Haltung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie der geplante Ausbau fossiler Infrastruktur.

Reiche trägt einen cremefarbenen Blazer und hat die Hände vor dem Bauch zusammengelegt. Sie trägt eine prominente Kreuzkette und lächelt, ohne die Lachmuskeln an den Augen anzuspannen.
Kritik an den Plänen von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für neue Gaskraftwerke. Presse und Informationsamt der Bundesregierung

Malik Pätzold von Fridays for Future Dortmund erklärt: „Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verschließt stur die Augen vor der Realität. Die Klimakrise bedroht weltweit Milliarden von Menschenleben und der Krieg im Nahen und Mittleren Osten könnte nicht deutlicher zeigen, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ist.“

Eine nachhaltige Krisenstrategie müsste auf den schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und eine Reduktion fossiler Abhängigkeiten setzen. Stattdessen möchte Katherina Reiche neue Gaskraftwerke bauen und uns weiterhin abhängig von Autokraten im Nahen Osten halten. Das ist unverantwortlich und eine riesige Kostenfalle“, so Pätzold.

Konkret werfen die Aktivist:innen der Ministerin vor, neue Gaskraftwerke zu planen, die Wärmewende auszubremsen und neue Gasvorkommen in Deutschland erschließen zu wollen. Zudem arbeite das Wirtschaftsministerium an Gesetzesvorhaben, die den Ausbau erneuerbarer Energien deutlich einschränken könnten.

Bundesweite Protestwoche – Demonstration in Dortmund

Die Aktion ist Teil einer deutschlandweiten Protestwoche gegen die fossilen Expansionspläne der schwarz-roten Bundesregierung. Bereits am vorangegangenen Wochenende hatten in Berlin, Hamburg, Köln und München mehr als 80.000 Menschen für den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien protestiert.

Zu sehen ist der Platz der Deutschen Einheit. In einem Halbkreis halten Menschen die Front-Banner einer Demonstration hoch.
Die Demonstration endet auf dem Platz der Deutschen Einheit. Malik Pätzold für Fridays For Future Dortmund

Malik Pätzold von Fridays for Future Dortmund betont: „Während schon heute überall auf der Welt Menschen unter Hitzewellen und Überschwemmungen leiden, heizt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in ihrem Gasrausch die Klimakrise immer weiter an. Neue Gaskraftwerke und Gasbohrungen sind teuer, dreckig und völlig überflüssig. Verlässliche günstige Energie ist nur mit den Erneuerbaren möglich. Katherina Reiche hat wieder und wieder deutlich gemacht, dass ihr die Klimaziele egal sind!“

Die Demo in Dortmund beginnt um 15.30 Uhr auf dem Friedensplatz mit einer Kundgebung. Anschließend zieht der Demozug über Hansastraße und Südwall zu einer Zwischenkundgebung vor der CDU Geschäftsstelle, danach weiter über Südwall, Kleppingstraße, Osten- und Westenhellweg und über den Königswall zum Platz der Deutschen Einheit.

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