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FOTOSTRECKE: Stiller Protest der Veranstaltungsbranche in Dortmund bei der bundesweiten Aktion „Night of Light“

Bekannte Dortmunder Gebäude, leuchteten in der Nacht zum Dienstag rot. Fotos: Karsten Wickern

In alarmierendem Rot erstrahlten bekannte Gebäude in der Nacht zum Dienstag. Das war Teil einer bundesweiten Aktion von Veranstaltungstechniker*innen. Mit der Aktion wollen sie auf die schwierige Lage der Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise aufmerksam machen. Zahlreiche Dortmunder Veranstaltungsunternehmen beteiligten sich.

„Veranstaltungsbranche ist nicht weniger wichtig als die Großindustrie“

Bundesweit wurden fast 9000 Orte in mehr als 1500 Städten angestrahlt. Auch in Dortmund wurden einige Gebäude bespielt. Darunter auch Größen wie das Dortmunder U und der Florian-Turm. Die Farbe rot wurde symbolisch für die „Rote Liste der aussterbenden Branchen“ gewählt, auf der sich die Veranstaltungsbranche befinde. ___STEADY_PAYWALL___

Maskenpflicht beim Aufbau der Aktion.

Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft nahezu keinen Umsatz mehr. Eine Katastrophe für die laut Veranstalterangaben rund eine Millionen direkten Beschäftigten der Branche.

Der Veranstaltungstechniker Georg Wolff hat zusammen mit seinen Kollegen die St. Bonifatius Kirche angestrahlt. Für ihn ist die Branche Systemrelevant. „Die Veranstaltungsbranche ist nicht weniger wichtig als die Großindustrie“ sagt er. Dass viele beim Gedanken an Veranstaltungstechnik nur an Konzerte denken, sei ein Fehler. Die Aufgaben von Veranstaltungstechniker*innen gingen weit darüber hinaus. In ganz vielen Bereichen der Kultur und sogar in der Wirtschaft werden sie benötigt.

Auch wenn es inzwischen Lockerungen der Maßnahmen gibt, bleibt es für die Branche sehr schwierig. Neben den aufwendigen Maßnahmen, welche Veranstaltungen erschweren, sieht Wolff auch ein Problem in der Transparenz. Es sei nicht eindeutig, was aktuell erlaubt ist und was dabei beachtet werden muss. Daher haben sich Wolff und seine Kollegen an der Aktion beteiligt, um so einen stillen Protest auszusenden.

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Fotostrecke:

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