Nordstadtblogger

„Enter“ als Vorspiel für den Kunstgenuss in der Nordstadt – Neue Ausstellung in der Galerie „Der Kunstbetrieb“


Galeristin Sabine Spieckermann mit „Blick aus dem Fenster“ des jungen Dortmunder Multitalents Kirian.

Von Joachim vom Brocke

Zeitgleich mit dem Hafenspaziergang wird in der kleinen Galerie „Der Kunstbetrieb“ an der Gneisenaustraße 30 eine neue Ausstellung eröffnet. Titel: „Enter“. Auf Einladung von Galeristin Sabine Spieckermann zeigen 13 KünstlerInnen aktuelle Arbeiten, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstanden sind.

Rechtzeitig zum Hafenspaziergang: „Positiver Erfolg in den letzten Jahren gab Ansporn“

Der Schrein der vergangenen Schönheit“ von Almut Rybarsch-Tarry.

Sabine Spieckermann verfolgte das Ziel, rechtzeitig zum Hafenspaziergang eine neue Ausstellung zu präsentieren. „Der positive Erfolg in den letzten Jahren – auch bei den Besucherzahlen – gab den Ansporn dazu“, sagt sie.

Vernissage ist am Samstag, 15. August, um 18 Uhr. Etwa zwei Wochen – bis zum 29. August – werden die vorgestellten Arbeiten dann zu sehen sein.

Mit „Enter“ verfolgt Sabine Spieckermann ein außergewöhnliches Konzept. Erst durch die Besucher wird die Kunst sichtbar. „Jede Arbeit, ob sie hängt, steht oder ausliegt, ist auf eine bestimmte Art und Weise verhüllt“, erklärt die Galeristin.

Der oder die Betrachter müssen enthüllen, auspacken, freilegen, aufschrauben oder eine Torschließe öffnen. „So hat des Exponat sein eigenes Vorspiel, jedes Kunsterlebnis seinen eigenen Prolog“, verspricht Spieckermann mit „Enter“.

Zu sehen gibt es Installationen, Malerei, Grafik, Fotografie, Objektkunst und Skulpturen.

Vergängliches im „Schrein der vergangenen Schönheit“

Da ist zum Beispiel „Der Schrein der vergangenen Schönheit“ von Almut Rybarsch-Tarry aus Dortmund. Ein großes, gotisch anmutendes Haus mit drei Türmen. Die Wände und die Tür sind über und über beklebt mit zerschnippelten schwarz-weiß-Fotos weltberühmter Filmstars aus den 60igern und früher. Das Öffnen der großen Tür führt schließlich zur vergangenen Schönheit – dargestellt durch ein Skelett mit flügelähnlichen Armen vor einem Spiegel.

Kirian’s „Blick aus dem Fenster“ wirkt eher traurig

Acrylbild von Anke Droste mit bewegenden Stoffbahnen. Fotos: J.v. Brocke

Oder der junge Künstler Kirian. Ein Multitalent, der mit Graffiti-Kunst, Malerei und auch als Tattoo-Artist in der Dortmunder Szene unterwegs ist. Sein „Blick aus dem Fenster“ wirkt eher traurig. Denn er ist versperrt durch zusammengehämmerte Holzleisten, gefunden im Hafen.

Anke Droste’s Acrylbild „An sich“ zeigt ein Boot, verhängt durch leichte Stoffbahnen. Durch einen zugeschalteten Ventilator bewegt sich der Stoff wie federleichte Gardinen vor einem Fenster.

Zum Entern ihrer Kunst fordern auf: Anke Droste, M.T. Ghorbanali, Anne Jannick, Kirian, Thomas Paul, Klaus Pfeiffer, Sylvia Reuße, Almut Rybarsch-Tarry, Mathes Schweinberger, Udo Unkel, Laura Velasco, Vanessa von Wendt und A.A. Wojtczak. Sämtlich Künstler, die schon mit Einzelausstellungen im „Kunstbetrieb“ vertreten waren.

Mehr Infos:

www.derkunstbetrieb.de

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