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Auf dem Gut Königsmühle in Mengede entsteht ein Begegnungshof für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Auf Initiative der gemeinnützigen Stiftung „help and hope“ soll auf dem historischen Gut Königsmühle in der Nähe des Dortmunder Stadtteils Mengede ein Begegnungshof für benachteiligte Kinder und Jugendliche entstehen. In der ländlichen Umgebung werden sich dort junge Menschen gemeinsam im Umgang mit Tieren und bei der Erkundung der Natur erfahren können. Das Bildungs- und Inklusionskonzept wird nun mit einer Spende der EDG Holding unterstützt.

Entstehung einer sozialen Einrichtung auf einem geschichtsträchtigen Gelände

Symbolische Spendenübergabe der EDG Holding an die Stiftung help and hope.

Direkt an der Emscher zwischen den Dortmunder Stadtteilen Mengede und Ellinghausen gelegen, wird das Anwesen bereits in mittelalterlichen Quellen als mit einer Wassermühle versehene „Königsburg“ erwähnt. Da die betreffende Mühle vom Emscherwasser angetrieben wird, entstand so irgendwann die heutige Bezeichnung „Gut Königsmühle“. Auf dem Grundstück soll nun ein inklusiver Ort der Begegnung für Jung und Alt entstehen.

Genutzt wurde das Anwesen vom frühen 20. Jahrhundert an bis in die 60er Jahre als sogenanntes Zechengut. Es gehörte verschiedenen Bergwerksgesellschaften und war das größte landwirtschaftliche Gut in der Umgebung. In den vergangenen vier Jahrzehnten hatte der vormalige Eigentümer, die Hoesch AG, später thyssenkrupp AG, das heute unter Denkmalschutz stehende Hofensemble verpachtet.

Schon vor einiger Zeit haben sich auf dem Gelände soziale Einrichtungen wie beispielsweise der Verein Christopherus niedergelassen, die das derzeitige Bild des ehemaligen Zechenguts prägen. Die 2005 gegründete help and hope Stiftung ist nun mit der Unterstützung von Spendengeldern dabei, auf dem Gelände einen Begegnungshof auszugestalten.

Vision: Ein Bauernhof als Wohlfühlort für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Die entstehende Einrichtung ist als Ort für ein soziales Miteinander gedacht, an dem junge Menschen inklusiv betreut werden und abgestimmt auf ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zahlreiche pädagogische Angebote gemeinsam nutzen können.

Erklärtes Ziel der Stiftung ist es, mit dem Begegnungshof für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap einen Raum zu schaffen, in dem es möglich ist, mit ihnen therapeutisch zu arbeiten. Die jungen Menschen sollen sich dort in einer ländlichen Umgebung erfahren können, wo es Pferde, Schafe, Hühner und viele andere Tiere gibt. Und wie es ist, diese Tiere gemeinsam zu versorgen und Zeit mit ihnen zu verbringen.

Neben den tierpädagogischen Angeboten gibt es auf dem Bauernhof selbstverständlich auch viele Möglichkeiten, natürliche Prozesse und Wirkungszusammenhänge in einem weiteren Sinne kennenzulernen und zu verstehen. So lernen die Kinder und Jugendlichen beispielsweise, wie die Kartoffel wächst oder wo das Frühstücksei herkommt. Und viele andere Dinge.

Pädagogisch geleitete Bildung, Betreuung, Beschäftigung – und natürlich Spaß haben

„Durch die vielfältigen Reize der Natur werden die Sinne, die Körperwahrnehmung und der Verstand spielerisch angeregt“, erklärt dazu die Vorstandsvorsitzende der Stiftung help and hope, Sandra Heller. Und freut sich natürlich ungemein über die EDG-Spende von 2.500 Euro, die dazu beitrage, „den inklusiven Begegnungshof – auf dem jedes Kind einfach Kind sein kann – fertigzustellen.“

Besonderen Wert legt die Stiftung dabei auf das Zusammenspiel von Betreuung, Bildung und Beschäftigung. Ergänzend gehört zu dieser pädagogischen Konzeption freilich, dass den Kindern und Jugendlichen auf dem Anwesen auch ausreichend Platz für Sport und Spaß geboten wird. Es soll also ein offener Begegnungsraum entstehen, idealtypisch auch über die Generationen hinweg, in dem sich sozusagen das volle Leben entfalten, weil wohlfühlen kann.

In diesem Sinne betont die EDG-Geschäftsführung anlässlich der symbolischen Scheckübergabe: „Als familienfreundliches Unternehmen ist es uns eine Freude, anstelle von Weihnachtsgeschenken dieses Förderprojekt mit einem Geldbetrag zu unterstützen. Benachteiligten Kindern und Jugendlichen fehlt oft ein Wohlfühlort. Dies schafft das Gut Königsmühle, an dem sie die Natur entdecken, sich entfalten und lernen können.“

Weitere Informationen:

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