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Dortmund: Arbeitslosenquote sinkt im März 2018 auf 10,6 Prozent – Rund 2300 Arbeitslose weniger als im Vorjahr

Arbeitslosenzahlen im März 2018 in Dortmundund im Vorjahresvergleich.

Die Arbeitslosenzahlen im März 2018 in Dortmund und im Vorjahresvergleich. Grafik: Agentur für Arbeit Dortmund

Wie erwartet hat im März die Frühjahrsbelebung eingesetzt. Rund 2.300 Arbeitslose weniger als im Vorjahr ist ein positives Ergebnis. „Zudem ist die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dennoch bleiben es rund 2800 junge Menschen, die eine Perspektive suchen“, kommentiert Martina Würker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit die Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Im März wurden 32.801 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt

„Ich bin zuversichtlich, dass sich der positive Trend auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt auch in den kommenden Monaten fortsetzt. In den Wintermonaten sind wir von größeren Einbrüchen verschont geblieben. Das sind gute Signale“, betont die Agentur-Chefin.

Martina Würker, Chefin der Agentur für Arbeit in Dortmund.

Martina Würker, Chefin der Agentur für Arbeit in Dortmund.

Saisontypisch nimmt der Arbeitsmarkt in den Frühjahrsmonaten weiter Fahrt auf. Lediglich die Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften hat im März etwas nachgelassen. „Der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen bleibt aber auf einem hohen Niveau“, so Martina Würker.

Im März wurden 32.801 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Davon waren 7.376 Personen bei der Arbeitsagentur und 25.425 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 626 Personen oder 1,9 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit deutlich um 2.329 Personen oder 6,6 Prozent niedriger.

Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen ist im März um 0,2 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent gesunken. Im Vorjahr betrug die Quote 11,5 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für die Agentur liegt bei 2,4 Prozent und für das Jobcenter bei 8,2 Prozent.

Gute Stimmung bei Unternehmen und Wirtschaftsverbänden – der Konjunkturmotor brummt

„Die Stimmung bei Unternehmen und Wirtschaftsverbänden ist gut, Entwicklungsprognosen wurden nach oben korrigiert, der Konjunkturmotor brummt. Das spürt man auch auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt“, erklärt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers erfreut.

Die Zahl der Arbeitslosen, die durch das Jobcenter betreut werden, ist um fast 400 Personen im Vergleich zu Februar auf 25.425 gesunken. Das entspricht etwa 2.000 Arbeitslosen weniger, als noch vor einem Jahr. Von dem anhaltenden Wirtschaftswachstum profitieren alle Altersgruppen, besonders aber die Personen, die 50 Jahre und älter sind, sowie Langzeitarbeitslose.

„Mit 12.127 Personen sind wir kurz davor, erstmalig unter die Marke von 12.000 Langzeitarbeitslosen zu gelangen. Das ist eine besonders erfreuliche Entwicklung für Dortmund, die neben der guten Wirtschaftslage auch auf das Engagement des Bündnisses gegen Langzeitarbeitslosigkeit ,Arbeit in Dortmund‘ zurückzuführen ist“, so Neukirchen-Füsers.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt, Arbeitslosigkeit unter Geflüchteten weiterhin hoch

Frank Neukirchen-Füsers (Geschäftsführer Jobcenter Dortmund)

Frank Neukirchen-Füsers ist Geschäftsführer des Jobcenters in Dortmund.

Die Jugendarbeitslosenquote ist im Vergleich zum Februar um 0,3 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent gesunken. Im März waren damit 2.818 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang von 95 Personen oder 3,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auch gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 11,1 Prozent oder 351 Personen zurück.

Der Zustrom geflüchteter Menschen nach Dortmund zeigt sich auch in der Arbeitsmarktstatistik. Im März waren 2.186 Personen im Kontext von Fluchtmigration arbeitslos gemeldet – 275 Personen bei der Arbeitsagentur und 1.911 Menschen beim Jobcenter Dortmund. Insgesamt waren im Januar 1.614 Männer und 542 Frauen arbeitslos gemeldet.

Personen aus Syrien bilden hier mit 1.333 Meldungen die größte Gruppe. Es folgen 203 Personen aus dem Irak und 90 Personen aus Afghanistan. Geflüchtete Menschen stehen dem Arbeitsmarkt häufig aufgrund von notwendiger Förderung nicht unmittelbar zur Verfügung. Zur Einschätzung der statistischen Gesamtsituation ist es daher sinnvoll, die Unterbeschäftigung hinzuzuziehen.

In der Unterbeschäftigung ist neben der Zahl der Arbeitslosen die Zahl der Personen enthalten, die zum Beispiel an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen. Die Unterbeschäftigung von Personen im Kontext von Fluchtmigration belief sich im Dezember auf 4.168 Personen. Das sind 63 Personen weniger als im Vormonat und 67 Personen oder 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Auch die Unterbeschäftigung fiel in den Vergleichsmonaten geringer aus

Die Unterbeschäftigung fiel im aktuellen Berichtsmonat mit 45.629 Personen um 413 Personen oder 0,9 Prozent niedriger aus als im Februar. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März um 0,7 Prozent auf 71,9 Prozent gesunken (Vorjahr: 71,9 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und lag im März bei 14,3 Prozent (Vorjahr: 15,6 Prozent).

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