Die Genossenschaft hat 34,8 Millionen Euro in Dortmund in bezahlbares Wohnen investiert

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 für den Spar- und Bauverein

Verstärkter Wohnungsbau könnte den Verknappungstendenzen entgegenwirken.
Insgesamt 34,8 Millionen Euro wurden investiert. Davon entfielen 29,1 Millionen Euro auf die Modernisierung und Instandhaltung des Bestands. Weitere 5,7 Millionen Euro flossen in den Wohnungsneubau. Archivfoto: Simon Bierwald

Die Spar- und Bauverein eG Dortmund feierte 2023 ihr 130-jähriges Jubiläum. Bei der diesjährigen Vertreterversammlung wurden die Kennzahlen sowie die vielen lokalen Projekte des letzten Geschäftsjahres nun vorgestellt.

Neben Sanierung und Modernisierung entstehen aktuell 87 neue Wohnungen in Dortmund

In den Präsentationen von Aufsichtsrat und Vorstand sei für die vielen anwesenden Vertreter:innen deutlich geworden, wie intensiv Genossenschaft und Tochtergesellschaft weiterhin in die eigenen Wohngebäude investiert haben; dies insbesondere vor dem Hintergrund des gesetzlich vorgegebenen Wegs in die Klimaneutralität, heißt es in einer Pressemitteilung des Immobilienunternehmens.

Mitten in der City realisiert der Spar- und Bauverein einen großen Wohn und Geschäftskomplex.
Archivfoto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Mit 29,1 Millionen Euro an Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung sowie weiteren 5,7 Millionen Euro zur Schaffung neuen Wohnraums bleibe die Unternehmensgruppe wichtiger Auftrag- und Arbeitgeber sowie stabiler Wirtschaftsfaktor am Standort Dortmund.

Aktuell entstehen 87 neue genossenschaftseigene Wohnungen in Dortmund: 37 neue Wohnungen in der Klimaschutzsiedlung an der Ewigen Teufe, 22 Wohnungen durch den Umbau der alten Abendrealschule im Unionviertel sowie 28 neue Wohnungen durch die Aufstockung der Häuser am Goldschmiedingweg.

Gelungene Mischung aus Ausstattungsqualität und Bezahlbarkeit spricht die Kund:innen an

Die hohe Nachfrage nach Genossenschaftswohnungen sei Bestätigung, dass die Mischung aus hoher Ausstattungsqualität der Wohnungen und Bezahlbarkeit gelungen sei. Nur sieben nicht vermietete Wohnungen per Jahresende und eine historisch niedrige Fluktuation im Berichtsjahr von 5,7 Prozent würden dies offensichtlich machen.

Franz-Bernd Große-Wilde SparBau
Vorstandsvorsitzender Franz-Bernd Große-Wilde. Foto: Alexander Völkel für die nordstadtblogger.de

Über den Wirtschaftsprüfer seien die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie die Erfüllung des genossenschaftlichen Förderauftrags bestätigt worden. Das soziale Engagement, gebündelt in der Sparbau-Stiftung gGmbH, habe in 2023 im Vergleich der Vorjahre deutlich ausgeweitet werden können.

„Nur durch kooperative Zusammenarbeit können wir unser Ziel erreichen, bezahlbares und zeitgemäßes Wohnen für unsere Mitglieder langfristig zu sichern. Wir danken den engagierten Genossenschaftsmitglieder für ihr Vertrauen in unsere Arbeit“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Franz-Bernd Große-Wilde die Entwicklung.

Trotz schwieriger Bedingungen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen

Die Genossenschaft befinde sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen. In engem Austausch wolle man sich auch 2024 weiter für die Sicherstellung bezahlbaren Wohnraums am Standort Dortmund einsetzen.

Die diesjährige Vertretersammlung der Spar- und Bauverein eG. Foto: Patrick Temme für den Spar- und Bauverein

„Dabei legen wir Wert auf Verlässlichkeit und Qualität und setzen die Sanierung unserer Bestände, zur Erhaltung lebenswerter Wohnbedingungen, fort“, so Große-Wilde.

Mit überragender Mehrheit wurden sowohl der Vorstand wie auch der Aufsichtsrat für das Jubiläumsjahr 2023 entlastet. Die Vertreterversammlung beschloss zudem die Auszahlung einer Dividende an alle Genossenschaftsmitglieder in Höhe von ca. 1,5 Mio. Euro. Weitere Informationen zum Geschäftsjahr und zur Genossenschaft finden Interessierte hier.

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Reaktionen

  1. Christian

    Da habt ih aber wieder schön den PR-Text von Spar&Bau direkt abgeschrieben.
    Findet sich EXAKT so auf der Propagandaseite des Vereins.
    Was ist dieses Magazin doch verarmt!

    Daß die S&B-Bonzen uns die Genossenschaft kaputt machen wollen und bevorzugt in die eigene Tasche wirtschaften – egal. Das würde ja Recherchearbeit kosten…

  2. BicycleFriend

    Als Mieterin bin ich sehr zufrieden. Natürlich sollte man den eigenen Vermieter immer auch kritisch betrachten. Jedoch gibt es beim Spar- und Bauverein Dortmund wenig zu motzen. Dagegen hat die Qualität einer anderen großen Wohnungsgesellschaft, die keine Genossenschaft ist, abgenommen.

  3. Juretzky

    Meiner Meinung nach ist die Ausstattung der Spar- und Bau Wohnungen normal – also kein hoher Standard. Ein paar zu besichtigende Beispielwohnungen würde es sicher geben. Dämmung von Dächern und Kellern, dichte Fenster und Eingangstüren, A4 taugliche und gut zugängliche Briefkästen, Radstellplätze vorm Haus, sichere Elektrik und funktionierende Sanitäranlagen, sind heutzutage zu erwartende Standards. Die hohe Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist wohl eher dem knappen Wohnraum in Dortmund geschuldet, sowie den steigenden Lebenshaltungskosten u.a. Die Aufgabe bezahlbaren! und annehmbaren Wohnraum zu erhalten sollte das oberste Ziel des Spar – und Bauvereins sein und bleiben. Eine Anpassung an den Mietspiegel des freien Wohnungsmarktes darf kein Maßstab für sozialverträgliches genossenschaftliches Wohnen sein.

  4. Handwerkerforum 2026: SPARBAU setzt Investitionen in Bestand und Klimaschutz fort (PM)

    Die Spar- und Bauverein eG (SPARBAU) hat am 16. April 2026 zu ihrem diesjährigen Handwerkerforum eingeladen. Rund 100 Vertreter:innen von regionalen Handwerks- und Bauunternehmen nahmen an der Veranstaltung in der Werkhalle des Union Gewerbehofs teil. Ziel des Forums war der Austausch zwischen den beteiligten Gewerken sowie die Information über geplante Investitionen und gemeinsame Projekte.

    Im Namen der rund 21.000 Mitglieder der Genossenschaft dankte Ronja Weber, Leiterin der Technischen Bestandsentwicklung und Prokuristin, den anwesenden Handwerkspartner:innen für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Viele der Unternehmen arbeiten bereits seit mehreren Jahrzehnten mit SPARBAU zusammen und sind regelmäßig in den Ausbau und die Bewirtschaftung des Wohnungsbestandes eingebunden.

    Im Jahr 2025 investierte die Genossenschaft mehr als 28,4 Millionen Euro in Instandhaltungen, Modernisierungen und energetische Maßnahmen. Für Neubauten wurden weitere 3,7 Millionen Euro investiert. „Die Umsetzung dieser Projekte erfordert die gute Zusammenarbeit der beteiligten Gewerke. Das ist die Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Wohnungen zum Wohle unserer Mitglieder“, sagt Dr. Christian Jaeger, der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft.

    Für das Jahr 2026 plant die Genossenschaft weitere Investitionen. Insgesamt sind 40,5 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandhaltung der bestehenden Gebäude in allen Dortmunder Stadtteilen vorgesehen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.

    Im Rahmen des Handwerkerforums stellte SPARBAU den teilnehmenden Unternehmen die wesentlichen Eckdaten der Jahresplanung sowie die anstehenden Projekte vor. Zudem bot die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch über Ablauf, Koordination und zukünftige Anforderungen bei gemeinsamen Vorhaben.

    „Unsere Genossenschaft ist seit vielen Jahren ein wichtiger Auftraggeber für Planungs-, Bau- und Handwerksunternehmen in Dortmund. Eine verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist dabei der Motor unserer Projektarbeit”, so Ronja Weber, Prokuristin für die technische Bestandsentwicklung.

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