AWO-Haus Kreuzstraße: Das ehemalige BVB-Jugendhaus ist nun neues Zuhause für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Auch wenn der BVB nicht mehr Herr im Haus ist - Fußball bleibt wichtig.
Auch wenn der BVB nicht mehr Herr im Haus ist – Fußball bleibt wichtig. Fotos: Wolf-Dieter Blank

Von Wolf-Dieter Blank

Das ehemalige BVB-Jugendhaus ist das neues Zuhause für 14 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Noch vor zwei Jahren diente es dem BVB als Wohnhaus, in dem unter anderem Nuri Sahin und Marcel Schmelzer zu Beginn ihrer Karriere bei Borussia Dortmund lebten.

Ideale Räumlichkeiten zur pädagogischen Betreuung der Jugendlichen

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben hier ein Zuhause auf Zeit gefunden.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben hier ein Zuhause auf Zeit gefunden.

Es ist somit auf das Bewohnen durch Jugendliche ausgelegt und bietet dementsprechend optimale Voraussetzungen für die Betreuung jener durch die MitarbeiterInnen der AWO. Seit Januar dieses Jahres bewohnen die jungen Flüchtlinge ihr neues Domizil.

Die Räumlichkeiten des von der AWO angemieteten Hauses, in denen die zwischen 14- und 17 -jährigen Jugendlichen aus Afghanistan, Albanien, Syrien und dem Irak leben, sind dabei großräumig und wohnlich, besonders die Gemeinschaftsräume, wo zusammen gegessen, miteinander geredet und abends Fernsehen geschaut wird.

Das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen kann so gefördert werden. Für die Pflege des Gemeinschaftsgartens sind ebenfalls alle zuständig. Jedoch hat in der Einrichtung jeder Jugendliche mit seinem eigenen Zimmer auch einen Rückzugsort.

Das pädagogische Betreuungsangebot ist dabei zweiteilig: Die Bewohner der insgesamt neun Zimmer im Erd- sowie Obergeschoss werden dabei intensiver im Alltag begleitet, da sie zumeist jünger sind, noch mehr Anleitung bis zur Verselbstständigung und aufgrund ihrer Fluchtgeschichte- und Gründe häufig engeren Kontakt benötigen.

Ziel der Jugendhilfe: Eine Perspektive für ein eigenständiges Leben

Die 14- bis 17 -jährigen Jugendlichen kommen aus Afghanistan, Albanien, Syrien und dem Irak.
Die 14- bis 17 -jährigen Jugendlichen kommen aus Afghanistan, Albanien, Syrien und dem Irak.

In der Jugendhilfe nennt sich dieses pädagogische Angebot „Regelgruppe“. Jedoch müssen auch diese Jugendlichen sich im Alltag stets zum Beispiel hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beteiligen, denn nur so kann, zusammen mit einem Schulbesuch, eine Perspektive für ein eigenständiges Leben geschaffen werden.

Die fünf Bewohner des Untergeschosses leben in der so genannten „Verselbstständigungsgruppe“. Sie leben schon selbstständiger und müssen zum Beispiel all ihre Einkäufe selber tätigen sowie in der eigenen Gemeinschaftsküche selbst kochen. Trotzdem ist auch für sie ständig ein Betreuer der Einrichtung ansprechbar, um beispielsweise Hilfestellungen im Alltag oder beim Erledigen der Hausaufgaben zu geben.

Somit sind ideale Voraussetzungen und Möglichkeiten gegeben, die Jugendlichen auf das spätere selbstständige Leben vorzubereiten, persönliche schulische und berufliche Perspektiven zu schaffen, das Nachgehen von Hobbys der Jugendlichen zu ermöglichen und die Integration zu fördern.

Vertrauensaufbau und das Vermitteln von Akzeptanz und Toleranz

Der Aufbau von Vertrauen zu den Jugendlichen sowie das Vermitteln von gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz sind dafür essentiell, vor allem aufgrund der schlimmen Erlebnisse in den Heimatländern sowie der Trennung von den Eltern.

Gerade aufgrund dieser schlimmen Erlebnisse ist es wichtig, Ausgleich zu und Ablenkung von diesen durch Freizeitangebote zu schaffen.

 Seit Januar dieses Jahres bewohnen die jungen Flüchtlinge ihr neues Domizil.
Seit Januar dieses Jahres bewohnen die jungen Flüchtlinge ihr neues Domizil.
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Reaktionen

  1. Roland Klecker

    Ich würden den Jugendlichen gerne ein Freizeitangebot unterbreiten. Wir bieten ja für solche Gruppen kostenlose Photowalks an, zu verschiedenen spannenden Orten in Dortmund.
    An wen muss ich mich denn da wohl wenden?

    Liebe Grüße,
    Roland

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