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Armutswanderung in der Europäischen Union: Sozialdezernentin Birgit Zoerner referierte in Wien

Willkommen in Dortmund? Roma aus Frankreich kommen in der Mallinckrodtstraße an. Foto: Alex Völkel

Willkommen in Dortmund? Roma aus Frankreich kommen in der Mallinckrodtstraße an. Foto: Alex Völkel

Dortmunds Sozialdezernentin Birgit Zoerner nahm auf Einladung der Europäischen Kommission als kommunale Expertin und Referentin an einem Workshop in Wien teil, der sich mit den Folgen der Armutswanderung innerhalb der Europäischen Union beschäftigte, die seit den Beitritten von Rumänien und Bulgarien vor allem in vielen Kommunen der westeuropäischen Mitgliedsstaaten zu verzeichnen ist.

Soziale Folgen für viele Städte wurden von der EU vollkommen unterschätzt

Dezernat 5: Stadträtin Birgit Zoerner

Birgit Zoerner erkennt bei der EU ein Umdenken – und Verständnis für die kommunalen Probleme.

Neben der Situation in den Zielstädten stand die Frage im Zentrum, wie durch Kooperation zwischen den Zielstädten und –staaten und den Herkunftsländern und –kommunen die Lebenssituation in den Herkunftsländern verbessert werden könne.

Der Workshop wurde auch aufgrund der Erkenntnisse der Mitglieder der Europäischen Union ins Leben gerufen, die diese durch einen ganztätigen Besuch im letzten Jahr in Dortmund gewonnen hatten.

„Es zeigt sich immer mehr, dass das durch die Beitritte von Rumänien und Bulgarien entstandene Armuts-Reichtumsgefälle in der Europäischen Union und seine sozialen Folgen für viele Städte von der europäischen Ebene vollkommen unterschätzt worden sind.

Das wurde in Wien, wo auch Städte aus Frankreich, Belgien, Italien, Schweden, England, Schottland, Österreich auf der einen und aus Rumänien und Bulgarien auf der anderen Seite teilgenommen haben, deutlich“, sagt Zoerner.

Dortmunder Erfahrungen sind gefragt – Kommission will erneut kommen

Das Jugendamt Dortmund hat eine mobile Beratungsstelle für Armutsflüchtlinge eingerichtet.

Das Jugendamt Dortmund hat eine mobile Beratungsstelle für Armutsflüchtlinge eingerichtet.

„Ich bin eingeladen worden, die Probleme aus der Sicht der Stadt Dortmund darzulegen, unsere Lösungsansätze zu präsentieren und Anforderungen an die Europäische Ebene zu formulieren, wie sie die Kommunen bei der Bewältigung der Probleme durch Förderansätze unterstützen kann“, so Zoerner.

„Ich bin froh, dass der Besuch der EU-Kommission im letzten Jahr offensichtlich wesentlich dazu beigetragen hat, dass es nun auch Bewegung auf dieser Ebene gibt. Die EU-Kommission hat mir gegenüber angekündigt, dass sie gerne noch einmal nach Dortmund kommen möchte, um sich die weitere Entwicklung hier anzusehen.“

Umdenken: Verständnis für Probleme ist bei der EU mittlerweile vorhanden

Zoerner weiter: „Dabei soll vor allem darüber gesprochen werden, wie die europäischen Programme wirken und was an Veränderungen und weiteren Unterstützungen notwendig ist. Uns ist ein weiterer wichtiger Schritt gelungen.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass bei meinen ersten Besuchen in Brüssel im Jahr 2013 überhaupt kein Verständnis für die Probleme der Kommunen vorhanden war.“

„Wir sind einen wichtigen Schritt weitergekommen“, fasst Dortmunds Sozialdezernentin zusammen.

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