Vom Beethoven-Marathon bis zum Ring: Ein Saal hält Gabriel Feltz‘ zwölf Jahre lebendig

Orchesterprobenzentrum der Dortmunder Philharmoniker eingeweiht

Enthüllung des Namensschildes.
Die Dortmunder Philharmoniker haben einen ihrer zentralen Probenräume nach ihrem langjährigen Generalmusikdirektor Gabriel Feltz benannt. Foto: Oliver Schaper

Ein zentraler Probenraum im Orchesterprobenzentrum der Dortmunder Philharmoniker heißt offiziell Gabriel-Feltz-Saal. Das Orchester erinnert damit an seinen langjährigen Generalmusikdirektor, der das Dortmunder Musikleben zwölf Jahre lang prägte und die Entstehung des Probenzentrums selbst maßgeblich vorantrieb.

Zwölf Spielzeiten mit großer Energie

Eingeweiht wurde der Saal  im Beisein von Feltz‘ Familie, des Orchesters, Generalmusikdirektor Jordan de Souza, Oberbürgermeister Alexander Kalouti sowie von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.

Gabriel Feltz war von 2013 bis 2025 Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund. Er starb wenige Wochen nach dem Ende seiner Amtszeit überraschend im Alter von 54 Jahren. Nach Darstellung der Philharmoniker prägte er das Orchester mit großer Energie, klaren künstlerischen Vorstellungen und ausgeprägtem Gestaltungswillen.

Zu den Wegmarken seiner Amtszeit zählen der Beethoven-Marathon mit allen neun Sinfonien an einem Tag, die intensive Beschäftigung mit dem sinfonischen Werk Gustav Mahlers, der vollständige Dortmunder Ring des Nibelungen sowie zahlreiche große Opern- und Konzertprojekte. Feltz habe dabei künstlerischen Anspruch mit dem Willen verbunden, das Orchester kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Formate und Arbeitsweisen zu ermöglichen.

Ein Saal für das Projekt, das er vorantrieb

Das Orchesterprobenzentrum gehörte zu den Vorhaben, die Feltz nach Angaben der Philharmoniker persönlich mit Nachdruck verfolgte. Dass gerade hier ein Saal seinen Namen trägt, knüpfe unmittelbar an dieses Engagement an.

In seinen zwölf Jahren im Ruhrgebiet hat Gabriel Feltz das Musikleben in Dortmund geprägt. Foto: Liudmila Jeremies

Oberbürgermeister Kalouti und Generalmusikdirektor de Souza würdigten Feltz in ihren Ansprachen als prägende Persönlichkeit des Dortmunder Musiklebens, die Entwicklungen angestoßen und mit großer Entschiedenheit verfolgt habe.

De Souza richtete den Blick zugleich nach vorn: Unterschiedliche künstlerische Handschriften, Temperamente und neue Herausforderungen seien für die Entwicklung eines Orchesters unverzichtbar. Daran wollten er und die Philharmoniker auch im Andenken an Feltz anknüpfen, musikalische Erfahrungen weiterdenken und offen für neue Impulse bleiben.

Nach der Enthüllung des Saalschildes waren die Gäste eingeladen, die zweite Probenhälfte mit de Souza und den Philharmonikern mitzuerleben. Der Gabriel-Feltz-Saal verbindet damit die Erinnerung an Feltz‘ zwölf Dortmunder Jahre mit einem Ort, an dem die tägliche Arbeit des Orchesters weitergeht.

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