Noch keinen Ausbildungsplatz gefunden? In Dortmund sind noch rund 1.340 Stellen frei

IG BAU: Junge Menschen sollen Mut zum „Ausbildungs-Kick“ haben

Eine Maurerkelle im Einsatz
Aus Steinen werden Wohnungen: Maurer sind die Profis, die die Wohnungen in Dortmund bauen. Aber der Bau braucht Nachwuchs. Foto: IG BAU | Florian Göricke

Wer in Dortmund noch eine Berufsausbildung sucht, hat nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) weiterhin gute Chancen. Rund 1.340 Ausbildungsplätze seien derzeit in der Stadt unbesetzt. Die IG BAU Bochum-Dortmund beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur. Allein im Baugewerbe seien noch 44 Ausbildungsplätze frei.

Die IG BAU wirbt für den „Ausbildungs-Kick“

Der Garten- und Landschaftsbau bietet demnach elf freie Stellen, Maler- und Lackiererbetriebe vier. Dachdeckerbetriebe suchen noch 13 Auszubildende. Insgesamt sei das Spektrum der verfügbaren Ausbildungsplätze breit. Die Gewerkschaft ermutigt deshalb insbesondere junge Menschen ohne Berufsabschluss, sich auch kurzfristig noch zu bewerben.

Gabriele Henter ist Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund.
Gabriele Henter ist Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund.

„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Gabriele Henter, Vorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund. Sie rät jungen Menschen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Nordrhein-Westfalen rund 642.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch einen Ausbildungsplatz. In Dortmund haben laut Arbeitsagentur 83 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss.

Gerade ihnen empfiehlt die IG BAU, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, sagt Henter.

Jugendberufsagentur und Arbeitsagentur bieten Beratung an

Interessierte können sich unter anderem an die Jugendberufsagentur (JBA) wenden. Auch die Arbeitsagentur bietet vor Ort und digital Berufsberatung an. Nach Einschätzung der Gewerkschaft lohnt sich ein persönliches Beratungsgespräch.

Henter empfiehlt zudem, selbst auf Unternehmen zuzugehen: „Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz.“ Wichtig seien Unternehmen, die fair ausbildeten und bezahlten sowie einen Tarifvertrag hätten. Neben dem Beruf selbst sollten Bewerber auch auf die Qualität der Ausbildung und die beruflichen Perspektiven im Unternehmen achten.

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