In der Betenstraße stehen jetzt insgesamt zehn Ladebordsteine zur Verfügung

DEW21 baut Angebot für E-Autos in der Dortmunder Innenstadt weiter aus

Installation der neuen Bordstein Ladestationen
DEW21 erweitert das Angebot an Ladebordsteinen in der Dortmunder Innenstadt um vier weitere Ladepunkte. Foto: DEW21

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) hat den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Pkw in der Innenstadt weiter vorangetrieben. In der Betenstraße stehen nun insgesamt zehn Ladebordsteine zur Verfügung. Seit dem Start des Projekts im August 2025 wurden bereits mehr als 3.000 Ladevorgänge registriert. Die Erfahrungen mit der neuen Technik fallen nach Angaben von DEW21 durchweg positiv aus.

Positive Erfahrungen beschleunigen den Ausbau

Bereits im Sommer 2025 waren sechs Ladebordsteine in der Betenstraße in Betrieb gegangen. Aufgrund der positiven Nutzungserfahrungen wurden nun auch die vier bisher inaktiven Ladepunkte mit der nötigen Technik ausgestattet.

Trotz der deutschlandweit noch geringen Verbreitung dieser Technologie werden die Ladepunkte gut angenommen und haben sich in Dortmund schnell etabliert. „Dass wir bereits wenige Monate nach Projektstart nachrüsten, liegt am klaren Erfolg des Konzepts“, sagt Konstantin Dresken, Teamleiter Projektsteuerung Elektrische Energiesysteme bei DEW21

„Wir verzeichnen eine stabile Nachfrage und erhalten sehr positives Feedback der Nutzerinnen und Nutzer. Besonders wichtig: Die Technik hat sich auch im Winter bewährt. Ob Starkregen, Frost oder Schneefall – bisher gab es keinen einzigen Ausfall“, so Dresken weiter.

Mehr als 3.000 Ladevorgänge seit August 2025

Seit der Inbetriebnahme der ersten sechs Ladebordsteine im August 2025 wurden nach Angaben von DEW21 mehr als 3.000 Ladevorgänge registriert. Die Ladepunkte seien durchschnittlich zu rund 5,5 Prozent ausgelastet. Ein für innerstädtische Ladeinfrastruktur sehr guter Wert, der mit bestehenden Laternenladepunkten (NOx-Block) vergleichbar ist.

Blick auf die Bordstein Ladestation
Seit der Inbetriebnahme der ersten sechs Ladebordsteine im August 2025 wurden über 3.000 Ladevorgänge registriert. Foto: DEW21

Die durchschnittliche Ladezeit liegt bei rund einer Stunde und 41 Minuten. Dies passt gut zum Nutzungsverhalten in der Innenstadt, etwa für Einkäufe, Termine oder Restaurantbesuche. Im Durchschnitt sind pro Ladevorgang rund zehn Kilowattstunden Strom geladen worden.

Insgesamt wurden über die Ladebordsteine bislang rund 30 Megawattstunden Strom abgegeben. Mit dieser Energiemenge könnte ein Tesla Model 3 rund 180.000 Kilometer zurücklegen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Verbrenner-Pkw entspricht dies einer CO₂-Einsparung von etwa 28 Tonnen.

Ladebordsteine verbinden Stadttauglichkeit und Sicherheit

Die Ladebordsteine integrieren die Ladeelektronik direkt in den Bordstein und benötigen dadurch keine zusätzliche Ladesäule. Daher eignet sich die Technik besonders für dicht bebaute Innenstadtbereiche mit begrenztem Platzangebot.

Deutschlandweit zählt Dortmund zu den ersten Städten, in denen diese neue Technik verbaut wurde. Nach einer Pilotphase in Köln, in der die Ladebordsteine intensiv getestet wurden, waren sie zum Projektstart 2025 lediglich noch in Düsseldorf serienreif installiert. Die Stadt Dortmund stellte für das Projekt öffentliche Flächen zur Verfügung und unterstützt die Technik im Rahmen ihrer Mobilitätsstrategie.

Nach Angaben von DEW21 erfüllen die Ladebordsteine hohe technische und sicherheitsrelevante Standards. Die gesamte Elektronik ist vor Wasser, Schmutz und mechanischen Einflüssen geschützt. Zudem sollen Dichtungen, Wasserabläufe und Sensorsysteme auch bei Regen oder winterlichen Bedingungen einen sicheren Betrieb gewährleisten. Ein integriertes Heizsystem verhindert Eisbildung, während das System bei außergewöhnlich hohem Wasserstand den Ladevorgang automatisch unterbricht.

Mehrere Unternehmen an Umsetzung beteiligt

Die Nachrüstung der vier zusätzlichen Ladebordsteine erfolgte in enger Abstimmung mit allen Beteiligten: Die Firma Rohrleitungsbau Münster hat den Bereich für die Maßnahme gesperrt. Im Anschluss hat die Firma Ambrock die E-Parkplatz-Piktogramme angebracht. Abschließend installierten E-Mobilitätsexperten von DEW21 die notwendige Technik in den Ladebordsteinen und nahmen die zusätzlichen Ladepunkte in Betrieb.

Installation der neuen Bordstein Ladestationen
Techniker von DEW21 installieren weitere Ladebordsteine in der Betenstraße. Foto: DEW21

Mit dem vollständigen Ausbau der Ladebordsteine in der Betenstraße setzten DEW21 und die Stadt Dortmund nach eigenen Angaben ein weiteres Zeichen für zukunftsfähige und stadttaugliche Elektromobilität. Der Wandel hin zur Elektromobilität soll sich in den kommenden Jahren fortsetzen.

Um diese Transformation zu koordinieren und flächendeckend Ladeinfrastruktur gewährleisten zu können, arbeitet die Stadt Dortmund aktuell an einer Strategie. Erfahrungen aus Pilotprojekten wie den Ladebordsteinen oder den Laternenladern sind dafür zentral.

Wegen der positiven Erfahrungen kann sich die Stadt diese Technik auch gut an weiteren Orten vorstellen und wird diese Option in die Standortsuche für neue Ladeinfrastruktur mit einbeziehen.

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