
Das Hauptzollamt Dortmund hat im Jahr 2025 insgesamt knapp 3,2 Milliarden Euro an Zöllen, Verbrauchsteuern und sonstigen Steuern eingenommen. Gleichzeitig wurden über 15,4 Millionen Warensendungen in den sieben Zollämtern des Bezirks abgefertigt. Bei Kontrollen stellten die Zöllner:innen unter anderem mehr als 883 Kilogramm Betäubungsmittel sicher. Auch nicht angemeldete Barmittel in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro wurden am Flughafen entdeckt. Zudem gingen die Ermittlungen gegen Schwarzarbeit mit erheblichen Schadenssummen weiter.
Steuereinnahmen und Warenabfertigung im Überblick
Im Jahr 2025 waren die Steuereinnahmen des Hauptzollamts Dortmund vor allem durch die Einfuhrumsatzsteuer geprägt. Sie machte mit knapp 1,2 Milliarden Euro den größten Anteil aus und wurde auf importierte Waren erhoben. Auch die Verbrauchsteuern spielten eine wichtige Rolle und beliefen sich insgesamt auf über 707 Millionen Euro.

Innerhalb der Verbrauchsteuern war die Energiesteuer mit knapp 326 Millionen Euro der größte Posten. Zusätzlich trug die Kraftfahrzeugsteuer mit über 388 Millionen Euro zu den Einnahmen bei.
Neben den Einnahmen zeigte sich auch bei der Warenabfertigung ein hoher Umfang: Die Zollämter im Bezirk fertigten insgesamt über 15 Millionen Warensendungen ab. Davon entfielen knapp 5,5 Millionen auf Einfuhren, über 7,3 Millionen auf Ausfuhren und rund 2,6 Millionen auf Versandpositionen.
Auch im Bereich der Produktpiraterie wurden Kontrollen durchgeführt. In 103 Fällen wurden 93.505 Plagiate sichergestellt, darunter gefälschte Elektronik, Kleidung und Accessoires. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Waren lag bei über 3,3 Millionen Euro.
Drogen, Waffen und umfangreiche Kontrollen im Verkehrsweg
Insgesamt konnte die Kontrolleinheit Verkehrswege im Jahr 2025 über 883 Kilo Rauschgift sowie 946 Kilo unversteuerten Wasserpfeifentabak, über 1,3 Millionen unversteuerte Zigaretten und über 2.175 Liter unversteuertes Liquid für E-Zigaretten sicherstellen. Außerdem wurden neun verbotene Waffen beschlagnahmt.

Bei den insgesamt 7.872 im Jahr 2025 durchgeführten Kontrollen wurden 5.072 Strafverfahren – darunter 4.522 Strafverfahren bei Kontrollen von Postsendungen – eingeleitet.
Vor allem in den kontrollierten Postsendungen in den bedeutenden Postverteilzentren im Bezirk des Hauptzollamts Dortmund konnten erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln festgestellt werden
Kontrollen am Flughafen: Bargeld, Tabak und Schmuggel
Die Kontrolleinheit Reiseverkehr am Flughafen Dortmund stellte im Jahr 2025 umfangreiche Waren und verbotene oder nicht angemeldete Gegenstände fest. Dazu gehörten über 687.000 Zigaretten, Zigarillos und Zigarren sowie 75,5 Kilogramm Tabak. Auch mehr als 335 Liter alkoholische Getränke, Betäubungsmittel sowie Goldschmuck im Wert von über 513.000 Euro wurden sichergestellt.
Im Bereich der Finanzkontrollen wurden 59 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen nicht angemeldeter Barmittel eingeleitet. Insgesamt ging es dabei um knapp 1,2 Millionen Euro. Zusätzlich wurden 365 Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eröffnet.
Auch weitere Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen spielten eine Rolle: 3.660 Kilogramm Lebensmittel wurden nach dem Tierseuchenrecht sichergestellt. In 97 Fällen führten Vollstreckungsmaßnahmen gegen Schuldner mit Wohnsitz im Ausland zur Beitreibung von knapp 44.000 Euro. Zudem konnte der Einfuhrschmuggel von zwei lebenden Tieren ohne gültige Papiere verhindert werden.
Vollstreckung bringt Millionenbeträge zurück
Die Vollstreckungsstellen der Zollverwaltung verfolgen ausstehende Steuern, Beitragsforderungen und zu Unrecht ausgezahlte öffentlich-rechtliche Geldleistungen.
Knapp 278.000 neue Vollstreckungsverfahren hatten die Bediensteten der Vollstreckungsstelle des Hauptzollamts Dortmund im Jahr 2025 zu bearbeiten. Knapp 120 Millionen Euro wurden beigetrieben.
Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüfte im Jahr 2025 insgesamt 1.026 Arbeitgeber und führte dabei 13.330 Personenüberprüfungen durch. Die risikoorientierten Kontrollen dienten der Aufdeckung und Verfolgung illegaler Beschäftigung.

In der Folge wurden 4.289 Strafverfahren sowie 1.652 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Abgeschlossen wurden 3.916 Strafverfahren und 1.665 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Die Ermittlungen führten zudem zu weiteren rechtlichen Konsequenzen.
So wurden Geldbußen und Verwarnungsgelder in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro festgesetzt. Die Geldstrafen beliefen sich auf knapp 1,4 Millionen Euro, zudem wurden Freiheitsstrafen von insgesamt 81 Jahren verhängt. Der durch Schwarzarbeit verursachte Schaden lag bei rund 22 Millionen Euro.

