World Press Photo 2026: Ausgezeichnete Pressefotografien zu Gast im Kulturort Depot

Die internationale Fotoausstellung macht im Herbst Station in Dortmund

Eine alte Frau im Rollstuhl sitzt einem Roboter gegenüber.
Das Bild „Emma the Social Robot“, der Dortmunder Fotografie-Studentin Paula Hornickel, thematisiert die aktuelle Krise in deutschen Altenheimen. Foto: Paula Hornickel

Die Gewinner:innen des World Press Photo Contest 2026 stehen fest. Ihre Arbeiten zeigen die Vielfalt globaler Themen – von politischen Konflikten bis zu persönlichen Lebensgeschichten. Vom 25. September bis 25. Oktober 2026 ist die Ausstellung im Kulturort Depot in Dortmund zu sehen. Auch eine Dortmunder Studentin ist dabei. Die Wanderausstellung macht jährlich weltweit an mehr als 60 Orten Halt.

Dortmunder Fotografie-Studentin unter den Preisträgerinnen

Die ausgezeichneten Fotografien eröffnen sowohl weite Perspektiven auf weltpolitische Entwicklungen als auch intime Einblicke in persönliche Lebensrealitäten.

Zu den Gewinner:innen des diesjährigen Wettbewerbs gehört auch Paula Hornickel. Sie studiert Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. Ihr Bild „Emma the Social Robot“ greift die aktuelle Krise in deutschen Altenheimen auf.

Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Herausforderungen: der Personalmangel in Pflegeeinrichtungen und die zunehmende Einsamkeit älterer Menschen. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass sich jede fünfte Person über 80 Jahren als „stark einsam“ empfindet. Vor diesem Hintergrund werden soziale Roboter wie „Emma“ zunehmend erprobt.

Globale Themen und persönliche Einblicke

Vom 25. September bis 25. Oktober 2026 ist die Ausstellung im Kulturort Depot in Dortmund zu sehen. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

Die ausgezeichneten Projekte dokumentieren Konflikte und Lebensrealitäten auf der ganzen Welt – von den USA und der Ukraine bis nach Nepal, Pakistan und Palästina.

Gleichzeitig spiegeln sie die weitreichenden Folgen der Klimakrise wider, etwa anhand von Arbeiten aus den Philippinen, Mexiko oder Norwegen. Auch gesellschaftliches Engagement und Protestbewegungen, etwa in den USA, Guatemala oder Kenia, sind zentrale Themen der diesjährigen Auswahl.

Neben diesen globalen Entwicklungen stehen persönliche Schicksale im Mittelpunkt vieler Arbeiten. Geschichten von Krankheit, Isolation, Trauer und Überleben stehen neben Einblicken in das Leben junger Generationen und kulturelle Traditionen.

Weltweite Perspektiven – in Dortmund zu sehen

Die Ausstellung im Kulturort Depot ist Teil der internationalen Wanderausstellung, die jährlich an über 60 Orten weltweit gezeigt wird und ein Millionenpublikum erreicht.

In Dortmund haben Besucher:innen die Möglichkeit, die prämierten Einzelbilder, Serien und Langzeitprojekte im lokalen Kontext zu erleben. Die Ausstellung lenkt dabei auch den Blick auf die Bedeutung von Pressefreiheit sowie auf aktuelle ökologische, ökonomische und politische Herausforderungen.

Die Siegerbilder der Kategorien Einzelfoto, Serienbild und Langzeitprojekt werden Ende April bekannt gegeben. Informationen zu Öffnungszeiten, Rahmenprogramm und Angebote für Schulklassen werden rechtzeitig vor Beginn der Ausstellung auf depotdortmund.de veröffentlicht.

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