
Die BVB-Gründerkirche in Dortmund hat zusammen mit Kooperationspartner:innen ein neues seelsorgliches Angebot für Menschen, die um einen verstorbenen BVB-Fan trauern entwickelt. Die sogenannte Trauerbox wurde jetzt im Rahmen eines Pressegesprächs in der Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund vorgestellt. Das Projekt möchte Trost, Halt und Hoffnung geben und Trauer auf gemeinschaftliche Weise erfahrbar machen – ganz wie die Verbundenheit, die Fußball stiftet.
„Trost, Glaube und Borussia“: Fußball ist mehr als ein Sport
Die Trauerbox enthält symbolische Elemente wie ein Windlicht oder eine Kerze, einen kleinen Engel, Trost- und Hoffnungstexte aus christlicher und literarischer Tradition sowie ein persönliches Anschreiben der BVB-Gründerkirche. Zudem sind Kontaktadressen der evangelischen und katholischen Trauerbegleitung in Dortmund enthalten.

Der etwa 25 Zentimeter breite und 10 Zentimeter hohe Karton kann mit der Post verschickt werden. „Trost – Glaube – Borussia“ steht als Aufschrift darauf. Das Angebot richtet sich an Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fanclubs von Verstorbenen und soll in Zeiten des Abschieds Trost und Halt und Hoffnung spenden.
Die Box kann auf Anfrage über die BVB-Gründerkirche an die Betroffenen weitergegeben werden. Schwester Klara Arnolds und Karsten Haug stehen als Ansprechpartner:innen bereit. Die Erfahrung zeigt, dass Fußball für viele Menschen mehr als ein Sport ist: Fußball stiftet Gemeinschaft und Zugehörigkeit, auch in Krisen- und Trauersituationen.
Gemeinsam trauern: Die Box als Teil seelsorglicher Begleitung
Die Trauerbox versteht sich nicht als fertiges „Antwortpaket“ oder Werbeprodukt, sondern als Einladung, innezuhalten und Trostquellen zu entdecken und Unterstützung anzunehmen. „Trauer ist eine gute Kraft, aber wir können das häufig nicht allein“, erklärt Pfarrer Georg Birwer, Beauftragter für Trauerpastoral der katholischen Stadtkirche Dortmund. Die Trauerbox ergänzt so bestehende kirchliche Angebote der Trauer- und Sterbebegleitung und kann allein, im Familienkreis oder gemeinsam mit einem Fanclub genutzt werden.

Die Box ist eingebettet in ein Netzwerk aus evangelischer und katholischer Trauerseelsorge mit der Grabeskirche Dortmund als Ort des Gedenkens, der BVB-Gründerkirche als spirituellem Ankerpunkt für Fans sowie Kooperationspartnern wie den Maltesern und der BVB-Stiftung „Leuchte auf“. Ziel ist es, Trauer nicht zu privatisieren, sondern gemeinschaftlich und begleitend erfahrbar zu machen.
Beim Pressegespräch stellten Maike Vollmer (Stiftungsbevollmächtigte „Leuchte auf“ und 2. Vorsitzende Förderverein BVB-Gründerkirche), Pfarrerin Birgit Steinhauer (evangelische Pfarrerin für Seelsorge und Trauerbegleitung), Pfarrer Georg Birwer, Inge Werner (Malteser-Hilfsdienst), Schwester Klara Arnolds und Karsten Haug das neue Angebot vor.

