
Seit geraumer Zeit finden am letzten Freitag eines jeden Monats in der Thusneldastraße in Dortmund-Dorstfeld sogenannte „Offene Abende“ statt. Dort werben Neonazis der „Heimat Dortmund“ gezielt um Nachwuchs, sprechen Jugendliche an und bieten Anhänger*innen ihrer Partei einen festen Anlaufpunkt. Hintergrund ist, dass jahrelanges antifaschistisches Engagement sowie der Wegzug zahlreicher Neonazi-Kader Spuren hinterlassen haben und die Szene unter Druck geraten ist.
Ziel: „Gemeinsam klare Kante gegen das Treiben der Neonazis“
Aus diesem Anlass hat sich auf Initiative des Bündnisses BlockaDO – gemeinsam gegen Nazis ein neuer Zusammenschluss gebildet. Gruppen und Organisationen aus der Dortmunder Stadtgesellschaft wollen dem Treiben der Neonazis in Dorstfeld nicht länger tatenlos zusehen. Gemeinsam verfassten sie eine Erklärung und verabredeten für 2026 monatliche Aktionen, die sie gegenseitig unterstützen wollen.

In der Erklärung heißt es unmissverständlich: „Wir, die unterzeichnenden Gruppen und Organisationen, rufen dazu auf, sich an jedem letzten Freitag des Monats in Dorstfeld für Gegenaktionen zu versammeln. Wir zeigen dort gemeinsam klare Kante gegen das Treiben der Neonazis der ‚HEIMAT Dortmund‘. Seid dabei! Jede:r kann mitmachen! Denn Dortmund ist bunt, laut und voller Leben – und das bleibt so!“
Auch die Erstunterzeichner:innen finden deutliche Worte. „Dank des unermüdlichen Engagements vieler über Jahre hinweg ist es gelungen, neonazistische Strukturen in Dortmund zurückzudrängen“, heißt es in der Erklärung. Die einstigen Kader seien weggezogen, weil sie in Dortmund keine Zukunft für ihre menschenverachtende Gesinnung gesehen hätten. Das sei ein Erfolg der Zivilgesellschaft und zeige: „Gemeinsam sind wir stärker!“
Auftakt der geplanten Aktionen mit einer Kundgebung am 30. Januar 2026
Die gemeinsame Erklärung sowie eine Liste der beteiligten Organisationen und Gruppen sind auf www.blockado.info veröffentlicht. Weitere Unterstützer:innen sind ausdrücklich eingeladen, sich dem Bündnis anzuschließen und die Liste zu erweitern.
Den Auftakt der geplanten Aktionen macht BlockaDO im Jahr 2026 mit einer Kundgebung am Freitag, 30. Januar. Beginn ist um 18.30 Uhr auf dem Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld. Der entsprechende Aufruf ist ebenfalls auf www.blockado.info zu finden.
BlockaDO-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke betont die Bedeutung der regelmäßigen Präsenz: „Wir können mit wiederholter Präsenz verhindern, dass Jugendliche und Interessierte, die sich ein Bild von der Neonazi-Szene machen wollen, das still und heimlich tun können, ohne gesehen zu werden.“ Ungestörte Neonazi-Treffen, um sich neu zu organisieren, dürfe es nicht geben: „Das können wir nicht hinnehmen.“
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Reaktionen
Protest gegen Nazitreffen in Dortmund Dorstfeld (PM Offenes Treffen gegen Rechts)
Das Offene Treffen gegen Rechts Dortmund (OTGR) ruft gemeinsam mit der Grünen Jugend Dortmund und weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen zu einer Protestkundgebung am 27. Februar von 18:30 bis 20:00 Uhr auf dem Wilhelmsplatz in Dortmund-Dorstfeld auf. Anlass sind die zeitgleich stattfindenden „Offenen Abende“ der rechtsextremen Partei Die Heimat, die gezielt Nachwuchs, insbesondere Jugendliche, ansprechen sollen. Dagegen ruft das Bündnis zum gemeinsamen Protest auf, geplant sind Live-Musik, Infostände, künstlerische Beiträge, Waffeln, Tee und Reden.
„Dorstfeld gehört nicht den Nazis und das wollen wir zeigen“ sagt eine Sprecherin des Offenen Treffens gegen Rechts. „Das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Hass, Ausgrenzung und menschenfeindliche Gesinnungen ist in Dortmund stark und erfolgreich, und das wird auch so bleiben. Wir kommen zusammen, zeigen Präsenz und feiern diesen Stadtteil – und rufen dazu auf, mit uns zu zeigen: Gemeinsam sind wir stärker!“
Das Offene Treffen gegen Rechts Dortmund ist eine breite Vernetzung von Einzelpersonen und Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Das gemeinsame Ziel ist es, sich gemeinsam gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck und die AfD als parlamentarischen Arm der extremen Rechten zu stellen. Das Treffen bietet insbesondere neuen Engagierten einen niedrigschwelligen Einstieg in die politische Arbeit vor Ort. Gleichzeitig stärkt es den Austausch, die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung bestehender Initiativen in Dortmund.
Beteiligt sind der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität (TU) Dortmund, die Autonome Antifa 170, Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Dortmund, Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Dortmund Innenstadt-West, das Bündnis Dortmund gegen Rechts, BlockaDO – gemeinsam gegen Nazis, Die Linke Bezirksgruppe Dortmund Innenstadt-West, Die Linke Kreisverband Dortmund, die GRÜNE JUGEND Dortmund, die Jusos Dortmund, die Naturfreund:innen Dortmund Nord e. V., Nordstadt gegen Nazis – Solidarität verbindet, OMAS GEGEN RECHTS Dortmund-West, das Offene Treffen gegen Rechts Dortmund (OTgR), Quindo e. V. und das Projekt Quartiersdemokraten, Rhythms of Resistance im Pott (RoR Pott), die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, Unterbezirk Dortmund (SJD – Die Falken UB Dortmund), ver.di Westfalen sowie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Dortmund (VVN-BdA Dortmund).
Antifaschistischer Spaziergang in Dorstfeld wird auf 20. März vorgezogen (PM)
Ein antifaschistischer Stadtteilspaziergang in Dorstfeld wird vorgezogen. Hintergrund ist, dass ein regelmäßig stattfindendes Treffen der rechtsextremen Szene kurzfristig auf Freitag, 20. März, verlegt wurde. Die Organisator:innen reagieren darauf und passen den Termin ihres Rundgangs entsprechend an.
Der Spaziergang beginnt am Freitag, 20. März, um 18 Uhr am S-Bahnhof Dorstfeld. Eine gemeinsame Anreise ist ab Dortmund Hauptbahnhof um 17.30 Uhr vorgesehen. Aufgrund der kurzfristigen Änderung rufen die Veranstalter:innen dazu auf, die Informationen weiterzugeben und sich zahlreich zu beteiligen.
Ziel der Veranstaltung ist es, ein Zeichen gegen rechte Aktivitäten im Stadtteil zu setzen und Präsenz zu zeigen. Der Rundgang richtet sich an Interessierte, die sich mit der Entwicklung in Dorstfeld und den dortigen Auseinandersetzungen beschäftigen möchten.
Weitere Informationen sind online abrufbar.
Homepage: https://aa170.noblogs.org/post/2026/03/13/27-03-antifaschistischer-stadtteilspaziergang-auseinandersetzungen-um-dorstfeld-2005-heute/
Bluesky:https://bsky.app/profile/afa170.bsky.social/post/3mhby3wy2h22h
Mastodon:https://ruhr.social/@afa170/116246777203198834
Instagram:https://www.instagram.com/p/DWAHi1pDJud/
. „Rave gemeinsam gegen Nazis“: Dortmund setzt Zeichen für Vielfalt und Demokratie (PM)
Mit Musik, Tanz und einer klaren Botschaft gegen Rechtsextremismus wollen zahlreiche Initiativen und Organisationen aus Dortmund am Freitag, 29. Mai, auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld ein Zeichen setzen. Unter dem Motto „Rave gemeinsam gegen Nazis“ beginnt die Veranstaltung um 16 Uhr und läuft bis 20 Uhr.
Organisiert wird die Aktion vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit weiteren Akteurinnen und Akteuren der Dortmunder Zivilgesellschaft. Anlass sind die regelmäßigen sogenannten „Heimatabende“, zu denen sich Neonazis nach Angaben der Veranstalter monatlich in Dorstfeld treffen.
Zeichen gegen rechtsextreme Treffpunkte
In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren antifaschistische Organisationen aus Dortmund insbesondere die monatlichen „Offenen Abende“ der Partei „Die Heimat“ in der Thusneldastraße. Dort werde nach ihrer Darstellung gezielt um Nachwuchs geworben und versucht, Jugendliche für rechtsextreme Positionen anzusprechen.
Die beteiligten Gruppen verweisen zugleich auf die Erfolge der vergangenen Jahre. Durch das Engagement zahlreicher Menschen sei es gelungen, rechtsextreme Strukturen in Dortmund deutlich zurückzudrängen. Daran wolle man anknüpfen und weiterhin Präsenz gegen menschenfeindliche Ideologien zeigen.
„Dorstfeld gehört uns allen“
Der Protest-Rave versteht sich dabei nicht nur als Gegenveranstaltung, sondern auch als Bekenntnis zu einem vielfältigen und offenen Stadtteil. „Dorstfeld gehört uns allen“, heißt es in dem Aufruf. Die Veranstalter werben für ein Zusammenleben, das von Respekt, Offenheit und Solidarität geprägt ist.
Zugleich rufen die beteiligten Initiativen dazu auf, sich auch künftig jeweils am letzten Freitag eines Monats an Gegenaktionen gegen die rechtsextremen Treffen zu beteiligen. Ziel sei es, dauerhaft ein sichtbares Zeichen für Demokratie und Vielfalt zu setzen.
Der „Rave gemeinsam gegen Nazis“ findet am Freitag, 29. Mai, von 16 bis 20 Uhr auf dem Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld statt.