Es hat sich wieder einiges an Kurzmeldungen und Nachrichten zu den unterschiedlichsten Themen angesammelt, die nicht immer den Weg in den Blog finden. Wir wollen aber auch nicht, dass diese unerwähnt bleiben und untergehen. Daher haben wir uns überlegt, in unregelmäßigen Abständen Beiträge wie diese zu veröffentlichen – unter unserer Rubrik: „NAMEN UND NOTIZEN!“ Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werden wir die Pressemitteilungen, die unter diese Rubrik fallen, in Zukunft weiter filtern. Diesmal beinhaltet sie Beiträge aus dem Bereich der Wirtschaft.
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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zeigt im wahrsten Sinne des Wortes Flagge und setzt ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung der dualen Berufsausbildung. Stefan Schreiber,
IHK-Hauptgeschäftsführer, und Maike Fritzsching, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung, hissten gemeinsam vor dem IHK-Hauptgebäude an der Märkischen Straße eine neue Fahne im Design der bundesweiten Ausbildungskampagne „Jetzt #könnenlernen“.
Diese Fahne soll nicht nur optisch ein Highlight setzen, sondern auch die Relevanz der dualen Berufsausbildung in den Vordergrund rücken. Unter dem Motto „Jetzt #könnenlernen“ laden die 79 Industrie- und Handelskammern deutschlandweit dazu ein, das Lebensgefühl Ausbildung neu zu entdecken. Die erste bundesweite Azubi-Kampagne
begegnet jungen Menschen mit einer positiven Botschaft und zeigt: Ausbildung macht mehr aus uns. Ziel ist es, im ganzen Land ein neues Bewusstsein für die duale Ausbildung zu schaffen und junge Menschen dafür zu begeistern.
Das Großbauprojekt Wilopark nähert sich weiter seiner Vollendung. Die letzte Bauphase des Networking Cubes ist abgeschlossen. In Kürze geht Wilos neues Marktpartnerbegegnungszentrum in Betrieb. Zudem steht der Baubeginn des neuen Gesundheitszentrums Health Cube kurz bevor. Nach Einreichung des Bauantrags wurde das Grundstück vorbereitet und ist nun bebaubar. Damit sind die bislang letzten großen Einzelbauprojekte auf dem Wilopark voll im Zeitplan. „Wir freuen uns, zwei weitere Meilensteine im größten Bauprojekt unserer Unternehmensgeschichte zu feiern“, sagt Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe. „Der Networking Cube und der Health Cube komplettieren den Wilopark als nachhaltigen Hauptsitz des Technologiekonzerns Wilo. In den Konzepten beider Gebäude zeigt sich unsere ambitionierte, übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie ganz deutlich.“ Mit Creating, Caring, Connecting – Schaffen, Kümmern, Vernetzen – verpflichtet sich Wilo dazu, nachhaltige Technologien und Lösungen zu schaffen, soziale Verantwortung zu übernehmen und in starke Partnerschaften weltweit zu investieren. „Im Networking Cube werden wir uns mit unseren Markt-, Finanz- und Wissenschaftspartner noch enger vernetzen“, erklärt Oliver Hermes weiter. „Und mit dem Health Cube schaffen wir einen Ort, an dem wir uns um die Gesundheit unserer Mitarbeitenden kümmern.“ Im Networking Cube empfängt Wilo künftig Netzwerk-Partner aus der ganzen Welt. Das Gebäude bietet großzügige Räume für Austausch und Interaktion. Ein Highlight des neuen Begegnungszentrums ist eine 191 Quadratmeter große LED-Wand, bestehend aus über 50 Millionen Pixeln. Mit dem Health Cube entsteht auf dem Wilopark ein innovatives Gesundheitszentrum, von dem die Wilo-Mitarbeitenden weltweit und die gesamte Region Dortmund profitieren werden. Die offizielle Inbetriebnahme ist für Anfang 2026 geplant. Nach Abschluss der Bauarbeiten umfasst der rund 200.000 Quadratmeter große Wilopark fünf Hauptgebäude: die Smart Factory, das Verwaltungsgebäude Pioneer Cube, das Forschungs- und Entwicklungszentrum Innovation Cube sowie den Networking Cube und den Health Cube. Insgesamt investierte Wilo in die Standortentwicklung über 400 Millionen Euro.
Auf dem Bild zu sehen: Wilos Marktpartnerbegegnungszentrum – Networking Cube.
Die Spar- und Bauverein eG Dortmund zeichnete die „Besten Generalunternehmer 2023“ aus. Die Leistungen der Geschäftspartner sind immens wichtig für eine qualitative Arbeit im Bereich Wohnen. Die Preise wurden an die Firmen Moderne Heiztechnik Hundertmark GmbH sowie die Walter Meschkat GmbH vergeben. Mit rund 2.000 vergebenen Aufträgen an Handwerksfirmen im Jahr 2023 wurden bei Wohnungswechseln im Genossenschaftsbestand insgesamt 672 betreffende Wohnungen saniert. Essenzielle Partner für diese Projekte waren die Dortmunder Sanitär- und Heizungsbetriebe Hundertmark sowie die Walter Meschkat GmbH. Mit Investitionen in die Beauftragung von regionalen Partnern möchte die Genossenschaft gezielt in den Standort Dortmund investieren, um nicht nur das Wohnen attraktiver zu gestalten, sondern auch Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Im vergangenen Jahr beliefen sich diese Ausgaben auf über 35 Millionen Euro.
Unter 49 verschiedenen Firmen, die im vergangenen Jahr im Rahmen von Sanierungen im Bereich Wohnungswechsel beauftragt wurden, sind 8 Generalunternehmen, die die ganze Bandbreite des benötigten Leistungsspektrums bei komplexen Aufträgen abdecken können. Durch die große Leistungspalette der Partnerfirmen könne die Spar- und Bauverein eG eigene Kapazitäten entlasten und schätze die Leistungen daher in besonderer Weise, beschreibt Vorstandsvorsitzender Franz-Bernd Große-Wilde den Hintergrund der Auszeichnung. „Für die Zusammenarbeit sind wir sehr dankbar. Die Firmen überzeugen durch die herausragende Qualität in der fachlichen Ausführung sowie in der Koordination der Projekte“, sagt er.
Bei der Genossenschaft wird das Verhältnis zur Bewohnerschaft großgeschrieben. „Eine verlässliche, qualitative und fristgerechte Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern hilft uns enorm dabei, unsere Mieterschaft zufriedenzustellen“, erläutert Vorstandsbevollmächtigter mit Gesamtprokura Prof. Dr. Florian Ebrecht den Mehrwert für die Genossenschaftsmitglieder. Insbesondere vor dem Hintergrund von energetischen Umrüstungen und Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt ist es für den Spar- und Bauverein ein Glücksfall, mit zuverlässigen Partnern aus der Region zusammenarbeiten zu können.
Mathias Weyers (53) hat sein Amt als Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer (CFO) der Wilo Gruppe niedergelegt. Weyers, der auf eine lange und erfolgreiche Karriere bei Wilo zurückblickt, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Seine Nachfolge tritt Dr. Patrick Niehr (50) an, der bisher als Chief Change Officer (CCO) Mitglied des Vorstands der Wilo Gruppe war. „Mathias Weyers hat als Vorstandsmitglied und CFO erheblich zur profitablen und nachhaltigen Entwicklung der Wilo Gruppe beigetragen. Im Zeitraum seiner Tätigkeit erzielte Wilo zahlreiche Rekordergebnisse. Zudem navigierte Mathias Weyers ruhig, entschlossen und verlässlich durch Krisen wie der Corona-Pandemie“, erklärt CEO Oliver Hermes, der zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Wilo-Foundation ist. Die Wilo-Foundation ist Mehrheitsaktionärin der WILO SE. „Wir danken Mathias Weyers herzlich für seine Arbeit und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.“ Lars Roßner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wilo Gruppe, betont: „Wilo ist ein resilientes und krisenfestes Unternehmen, auch, weil Mathias Weyers zusammen mit Oliver Hermes als CEO richtungsweisende strategische Entscheidungen getroffen hat, von denen die gesamte Unternehmensgruppe heute und insbesondere auch in Zukunft profitiert.“ Zuletzt erarbeitete Weyers eine umfassende nachhaltige Finanzierungsstrategie, die sich aus der übergeordneten Wilo-Nachhaltigkeitsstrategie „Creating, Caring, Connecting“ ableitet. Nach der Platzierung eines klassischen Schuldscheins (224 Millionen Euro) und eines US Private Placements (95 Millionen Euro) auf dem internationalen Kapitalmarkt im Jahr 2022 schloss die WILO SE im vergangenen Jahr – ebenfalls unter der Verantwortung von Weyers – das bisher größte Finanzierungspaket in ihrer Firmengeschichte erfolgreich ab. Hierbei wurde ein „grünes“ Schuldscheindarlehen in Höhe von 270 Millionen Euro sehr erfolgreich am internationalen Kapitalmarkt platziert sowie ein Konsortialkredit in Höhe von 300 Millionen Euro im Kreis der Kernbanken refinanziert. Das Schuldschein-Darlehen beinhaltet eine ESG-Komponente (Environmental, Social, Governance). Insgesamt konnte die WILO SE somit ein Kreditvolumen von 570 Millionen Euro mit Laufzeiten von bis zu sieben Jahren realisieren und so die Liquidität über das Jahr 2030 hinaus sichern.
Unter der kaufmännischen Führung von Mathias Weyers, der von insgesamt 18 Jahren Tätigkeit für Wilo acht Jahre lang die Funktion des CFOs bekleidete, wurden zudem zahlreiche internationale M&A-Aktivitäten des Konzerns erfolgreich abgeschlossen. So trug Weyers Arbeit unter anderem zum Ausbau von Wilos Marktpräsenz in der Region Nordamerika und im Geschäftsbereich Water Treatment bei.
Den Nachfolger von Mathias Weyers hat die Wilo Gruppe in Dr. Patrick Niehr gefunden, der bereits seit 2020 als Chief Change Officer Mitglied des Unternehmensvorstands ist. In dieser Funktion verantwortete Niehr unter anderem das konzernweite Produktmanagement, Marketing und Personalwesen. „Wir freuen uns, in Dr. Patrick Niehr einen ebenso erfahrenen wie kompetenten neuen Finanzvorstand gefunden zu haben, der Wilos Strategie und Ambition lebt“, so Oliver Hermes weiter. Lars Roßner ergänzt: „Wir kennen Dr. Patrick Niehr als besonnenen Manager mit Durchsetzungsstärke und Weitsicht und sind froh, ihn als neuen CFO gewonnen zu haben.“ Die Wilo Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von rund 2 Milliarden Euro und ein operatives Rekord-Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 217 Millionen Euro. Die Liquidität der Wilo Gruppe betrug zum Jahresende 2023 rund 700 Millionen Euro. Die derzeitige Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 verläuft planmäßig. „Ich übernehme mit der neuen Rolle die Verantwortung für den kaufmännischen Bereich eines überaus erfolgreichen Konzerns. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bedanke mich herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen“, sagt Dr. Patrick Niehr.
Auf dem Bild: Dr. Patrick Niehr, neuer Chief Financial Officer der Wilo Gruppe.
Die Wilo Gruppe passt die Produktionskapazitäten am Standort Dortmund vorübergehend den aktuellen Marktentwicklungen an. Der europäische und insbesondere der deutsche, durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verunsicherte Heizungsmarkt hat sich zuletzt negativ entwickelt, worauf der Technologiekonzern mit einer befristeten Arbeitszeitreduzierung für einen Teil der Dortmunder Mitarbeitenden reagiert. Dank einer umfassenden Diversifizierungsstrategie ist der Gesamtkonzern mit seinen rund 90 Produktions- und Vertriebsgesellschaften auf der ganzen Welt im Geschäftsjahr 2024 dennoch im Plan. Nachfrageveränderungen verzeichnet das Unternehmen im sogenannten OEM-Geschäft: Wilo stattet Erstausrüster und Hersteller von Heizungskesseln, Wärmepumpen und Klimaanlagen mit Produkten, Systemen und Lösungen aus. Im Jahr 2023 verzeichnete Wilo in diesem Marktsegment eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. In Erwartung verschiedenster Energieeffizienz- und CO2-Einsparmaßnahmen sowie regulatorischer Vorschriften in Europa hatten etwa Wärmepumpenhersteller ihre Ausbringungsmengen deutlich erhöht. Nachdem einige der geplanten Vorhaben nicht oder nur teilweise umgesetzt wurden, sind die Läger entlang der Lieferkette gut gefüllt. Gleichzeitig verhalten sich die Verbraucher infolge der unter anderem politisch verursachten Unsicherheit hinsichtlich der Energieeffizienzprogramme und der entsprechenden Fördermaßnahmen abwartend. Das betrifft insbesondere den starken deutschen Heizungsmarkt. „Wir sehen, dass die langwierige politische Diskussion um das GEG nachwirkt. Sie hat zu nachhaltigen Vertrauensverlusten bei den Verbrauchern geführt“, erklärt Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe. „Der deutsche Markt ist erheblich verunsichert, weshalb Investitionen in Heizungsmodernisierungen weiter eher aufgeschoben werden. Die angestrebte Wärmewende rückt damit in weite Ferne.“ Die negativen Marktentwicklungen haben zu geringeren Auftragseingängen im Dortmunder Wilo-Werk geführt, in dem unter anderem Produkte, Systeme und Lösungen für den OEM-Markt gefertigt werden. Daher reduziert das Unternehmen die Arbeitszeit für einen Teil der in Dortmund beschäftigten Mitarbeitenden in Produktion und produktionsnahen Tätigkeiten von 35 auf 32 oder 30 Wochenarbeitsstunden. Die Arbeitszeitabsenkung ist auf einen Zeitraum von sechs Monaten befristet. Urlaubsansprüche oder tarifliche Sonderzahlungen sind von der anteiligen Reduzierung nicht betroffen. Die Maßnahme steht in Einklang mit dem Manteltarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalens und ist mit dem Betriebsrat der WILO SE vereinbart. Es handelt sich dabei nicht um Kurzarbeit. „Die befristete Anpassung der Produktionskapazitäten ist eine direkte Reaktion auf die europäische und insbesondere deutsche Branchenkonjunktur“, so Oliver Hermes weiter. „Bereits in den vergangenen Monaten haben wir gemeinsam mit dem Betriebsrat alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen, um die Belegschaft vor den Folgen der Unterauslastung des Werkes zu schützen.“ So konnten die Mitarbeitenden unter anderem negative Stundenkonten aufbauen und an Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Dennoch zahlte Wilo in vollem Umfang tarifliche Sonderzahlungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld aus, kürzte keine Urlaubsansprüche und verlängerte sogar selektiv Zeitverträge. „Wir handeln, wie Wilo seit über 150 Jahren handelt: ganz im Sinne der Mitarbeitenden“, sagt Hermes. „Der Betriebsrat der WILO SE trägt diese Maßnahme mit. Wir sind davon überzeugt, dass die gemeinsam getroffenen Entscheidungen dazu führen, den verringerten Auftragseingang im Werk Dortmund sozialverträglich zu überbrücken“, ergänzt Tobias Bähr, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der WILO SE. „Der Tarifvertrag sieht die kollektive Arbeitszeitanpassung sogar als Instrument vor, um etwaige konjunkturelle Veränderungen aufzufangen.“ In den übrigen Marktsegmenten und Regionen verzeichnet die Wilo Gruppe eine planmäßige Geschäftsentwicklung. „Wilo setzt seit Jahren eine konsequente Diversifizierungsstrategie um, die nun greift“, erklärt Oliver Hermes. Dank der Diversifizierung nach Marktsegmenten könne die derzeitige Schwäche des OEM-Geschäfts ausgeglichen werden. Hinzu komme eine starke regionale Diversifizierung. Schon lange setzt der Konzern einen „region-for-region“-Ansatz um. Mit ihm verfolgt Wilo das Ziel, regionale bzw. lokale Kundenbedürfnisse mit regional bzw. lokal hergestellten Produkten, Systemen und Lösungen zu bedienen. So reagiert Wilo auf das voranschreitende Decoupling. „Geoökonomisch betrachtet sind 30 Jahre Hyperglobalisierung vorbei. Doch Europa und Deutschland sind nicht mehr wettbewerbsfähig, weshalb sie als Verlierer aus der Neujustierung der globalen Wertschöpfungsketten hervorgehen werden“, so Hermes. „Wir sehen, dass sich das Wachstum zunehmend in den Globalen Süden verlagert, während in Europa und insbesondere in Deutschland die De-Industrialisierung grassiert. Dem müssen wir Rechnung tragen.“ Auf diese Entwicklungen bereite sich die Wilo Gruppe weiterhin konsequent vor, unabhängig von der aktuellen Marktsituation im OEM-Geschäft. „Vorausdenkende Unternehmen passen sich und ihre Strukturen diesem neuen Zeitalter an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Bis zum Jahr 2030 strebt die Wilo Gruppe ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum auf über 3 Milliarden Euro an. „Als Familienunternehmen, das mit Weitblick handelt, werden wir dieses Ziel erreichen. Doch wir müssen agil bleiben und uns – aus unserer Position der Stärke heraus – immer wieder selbst herausfordern.“ „Wilo ist nicht nur im Marktsegment OEM tätig, vertreibt nicht nur in Deutschland und fertigt nicht nur in Dortmund“, fasst Wilo-CEO Oliver Hermes zusammen. „Mit unserer breiten, internationalen Marktpräsenz sind wir in der Lage, Schwächephasen in einzelnen Märkten und Ländern auszugleichen.“
Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund meldet neue Rekordzahlen: Das erste Halbjahr 2024 (1.1.-30.6.) war das erfolgreichste in der Geschichte des Hauses. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2023 konnten sowohl die Besucherzahlen (+40%) als auch die Ticketing- (+52%) und Merchandising-Umsätze (+236%) signifikant gesteigert werden. Während der Fußball-Europameisterschaft (14.6.-14.7.) besuchten 40.000 Menschen die Ausstellungen im Deutschen Fußballmuseum. In diese Zeit fällt auch der neue Tagesrekord: Vor dem Gruppenspiel Frankreich – Polen am 25. Juni besuchten 2.715 Menschen das Fußballmuseum, so viele wie nie zuvor an einem normalen Museumstag. Journalistinnen und Journalisten aus 31 verschiedenen Ländern sendeten überdies ihre Berichte direkt aus dem Museum in alle Welt. Manuel Neukirchner, Direktor Deutsches Fußballmuseum: „Die Zahlen sind großartig. Noch wichtiger sind aber die Begegnungen der Menschen, die dahinterstehen. Das EM-Motto United by Football wurde im Deutschen Fußballmuseum eingelöst. Hier sind sich Menschen aus ganz Europa begegnet, haben miteinander den Fußball und das Leben gefeiert, waren dabei immer fröhlich, immer friedlich. Das ist es, was wir alle gemeinsam bewahren sollten.“ Das EM-Programm begann Mitte April mit dem Fußball-Kultur-Festival Spielräume, mit dem das Museum im Stadion der Träume und bei manchem Auswärtsspiel in der Rhein-Ruhr-Region und für die Stadt Dortmund Vorfreude auf die Heim-EM schürte. Mehr als 10.000 Menschen haben die insgesamt 62 Veranstaltungen unterschiedlicher Kulturformate wie Theater, Literatur, Film und Musik unter Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Europa besucht. Über 5.000 Besucherinnen und Besucher sorgten allein für fünf restlos ausverkaufte Aufführungen des Theaterstücks Die Nacht von Sevilla von Manuel Neukirchner mit Schauspieler Peter Lohmeyer und Zeitzeuge Toni Schumacher bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, im Theater Dortmund, im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, im Theater an der Ruhr in Mülheim und im Gürzenich in Köln. Im Fußballmuseum selbst zog neben der Dauerausstellung die extra zur UEFA EURO 2024 eröffnete Sonderschau In Motion – Art & Football die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann. In der immersiven Rauminszenierung werden mehr als 175 Kunstwerke nationaler und internationaler Sammlungen präsentiert, darunter teils selten gezeigte Arbeiten von René Magritte, Paul Klee, Banksy, Nicolas de Staël, Friedensreich Hundertwasser, Willi Baumeister, Felix Nussbaum, L.S. Lowry, Robert Delaunay, Salvador Dalí, Joan Miró und Umberto Boccioni. Die Schau läuft noch bis Januar 2025 weiter.Begleitet wurde sie während des Turniers von Europameisterin Josephine Henning als Artist in Residence. Die ehemalige Nationalspielerin und heutige Künstlerin hat verschiedene Kunst-Workshops gegeben und mit ihrem Kunstwerk die Fassade des Museums bespielt. Elf Schnürsenkel haben während der EURO den verbindenden Charakter des Sports symbolisiert. Manuel Neukirchner: „Es war unser Anspruch, beide Welten, die des Fußballs und die der Kultur und hier insbesondere die der Kunst, zu vereinen. Mit diesem Ansatz haben wir uns bewusst geöffnet; einem noch breiteren Publikum und neuen Partnern auch für künftige Projekte.“
Der Sommer Jour Fixe der Wirtschaftsjunioren fand dieses Jahr im Audi Zentrum Dortmund statt. In Kooperation mit dem Projekt „Be YOU. Be EQUAL. Be LEADER“ der Wirtschaftsjunioren NRW durften sie gleich mehrere hochkarätige Gesprächspartnerinnen zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ willkommen heißen. Nach der Begrüßung durch Johanna Pekar, Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Dortmund Kreis Unna Hamm, ergriff Tim Blaschke das Wort. Als Verkaufsberater für Neuwagen im Audi Zentrum Dortmund und zukünftiges Mitglied der Wirtschaftsjunioren stellte er die gesamte Hülpert Gruppe vor. Im Anschluss daran erwartete die anwesenden Gäste die erste Keynote des Abends. Alena Heßhaus, Leiterin der Personalabteilung der Hülpert Gruppe, sprach über die Bedeutung von Vielfalt. So seien diverse Teams innovativer, profitabler, kreativer sowie zufriedener und loyaler. Des Weiteren ging sie der Frage nach, welchen Hindernissen Frauen auf ihrem Karriereweg ausgesetzt seien. Dazu gehörten neben dem Double-Bind-Effekt in Bezug auf Geschlechterstereotypen auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine verzerrte Selbstwahrnehmung durch traditionelle Erziehungsmuster. Heßhaus forderte ein gemeinsames gesellschaftliches und unternehmerisches Engagement, um diese Hürden abzubauen und Frauen gleiche Chancen zu bieten. In der zweiten Keynote des Abends sprach Dr. Petra Beckefeld, Direktorin von Straßen NRW, über ihre langjährigen Erfahrungen hinsichtlich Vorurteilen und Chancenungleichheit. Sie schilderte unter anderem, auf welche Schwierigkeiten sie gerade am Anfang ihrer Karriere gestoßen war und dass sie sich auf ihrem Berufsweg permanent beweisen musste. Zum Schluss des offiziellen Teils folgte eine Paneldiskussion, der sich neben Alena Heßhaus und Dr. Petra Beckefeld auch Johanna Pekar und Maike Fritzsching, Geschäftsführerin Berufliche Bildung bei der IHK zu Dortmund, anschlossen. Sie stellten sich den Fragen von Moderatorin Sarah Finger und lieferten den Anwesenden Tipps und Tricks, wie Frauen in der Wirtschaft erfolgreich sein können und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben. Organisiert wurde der Sommer Jour fixe federführend von Antje Boldt, Past President der Wirtschaftsjunioren Dortmund Kreis Unna Hamm und seit Mai 2024 als Ressortleiterin Zukunft & Innovation Mitglied im Landesvorstand von WJ NRW. „Ich freue mich, dass wir diese gelungene Veranstaltung hier im Audi Zentrum Dortmund durchführen konnten“, bedankte sich Boldt.
Auf dem Bild: Alena Heßhaus, Leiterin der Personalabteilung der Hülpert Gruppe, sprach beim Sommer Jour Fixe der Wirtschaftsjunioren über Frauen in Führungspositionen.
Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH hat 2023 das vergangene Jahr mit einem Rekordumsatz von knapp 60 Millionen Euro abgeschlossen. Damit erzielte sie den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte und konnte die Erfolgsjahre 2017 bis 2019 überholen. „Einmal mehr erweist sich das Zusammenwirken starker Erlössäulen in unserer Unternehmensgruppe als Erfolgskonzept: Messen, die traditionelle Märkte sowie künftige Trends zielsicher bespielen, Tagungen und Kongresse, die bei uns den idealen Spielraum für Wissensvermittlung und Austausch finden, und natürlich publikumsstarke Events und Konzerte, die für atemberaubende Momente sorgen“, erklärt Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH. „Das Erreichen des neuen Rekordumsatzes, dem höchsten in der Firmengeschichte, spornt uns weiter an und lässt uns gleichzeitig optimistisch in die Zukunft blicken.“ Im Verbund der Tochtergesellschaften Messe Dortmund, Kongress Dortmund und Westfalenhalle konnte die Westfalenhallen Unternehmensgruppe 2023 einen Umsatz von rund 60 Mio. Euro generieren. Das sind rund 18 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Bei einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 2,3 Mio. Euro ergibt sich eine Steigerung von 1,4 Mio. Euro. Im Vorjahresvergleich schloss die Unternehmensgruppe noch mit einem operativen Ergebnis von 0,9 Mio. Euro das Kalenderjahr ab.
Wichtige Kennzahlen im Überblick: 2023 wurden die Veranstaltungen der Westfalenhallen Unternehmensgruppe von insgesamt 1,3 Millionen Menschen besucht. Das weist einem Zuwachs von mehr als 0,6 Mio. Besuchern zum Vorjahr aus. Dabei erhöhte sich die Anzahl der durchgeführten Veranstaltungen von 1.031 auf 1.200. Erfreulich stellt sich auch die Eigenkapitalquote dar. Sie stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 8,1 Prozent auf 46,9 Prozent und entspricht nun einem Wert von 45,6 Mio. Euro. Sehr positiv im Reigen der Kennzahlen zeigt sich auch die Umschlagziffer bei der Betrachtung des vergangenen Geschäftsjahres. Sie steigerte sich um den Faktor 4 auf 15,1 und bildet die positive Entwicklung von Umsatzerlösen und Gewinnen ab. Zudem markiert die Gesamtflächenbuchung 2023 das beste Ergebnis in der Geschichte der Unternehmensgruppe.
„Einen großen Anteil an dem beträchtlichen Wachstum trägt die Messe Dortmund. Mit der strategischen Ausrichtung in zukunftsweisende, innovative Formate und der Weiterentwicklung etablierter Messekonzepte – von Weltmesse bis regionale Branchenmesse – haben wir vorausschauend auf wichtige Trends, Entwicklungen und Bedürfnisse in den jeweiligen Märkten reagiert und damit hervorragende Ergebnisse erzielt,“, erklärt Messechefin Sabine Loos. Fanden 2022 noch insgesamt 54 Messen statt, darunter 10 eigene und 35 Gastmessen sowie neun Kongresse und Corporate Events, steigerte die Messe Dortmund GmbH die Anzahl ihrer Veranstaltungen zum Vorjahr erheblich. 2023 gingen nunmehr 77 Messen an den Start mit 16 eigenen Formaten und 45 Guest-Events. Unter ihnen etablierte internationale Leitmessen wie die JAGD & HUND, InterTabac und InterSupply, BOE INTERNATIONAL, CREATIVA oder die INTERMODELLBAU. Unter den neuen Formaten stach beispielsweise die 112RESCUE heraus, eine ganzheitliche Branchenveranstaltung für das Blaulicht- und Rettungswesen. Überaus erfolgreich verliefen auch die Launches der HEATEXPO, die sich der Wärmeversorgung der Zukunft widmet, sowie der internationalen Branchenplattform EVO NXT für Next Generation Products 2023 in Málaga. Insgesamt generierten die Leit-, Fach- und Special-Interest-Messen am Standort Dortmund mehr als 55 Prozent des Gesamtumsatzes. Hierbei konnte sich das Messegeschäft über einen beachtlichen Zuwachs im Bereich der Anbieter freuen (2023: 9.249; 2022: 6.076). Überdies zeigte sich die Attraktivität der Messen in der Besucherquote. Sie erhöhte sich auf 637.402 (2022: 260.391 Besucher) und beinhaltet auch ein deutliches Plus bei den internationalen Gästen.
Mehr Messebesucher aus dem Ausland. „Der starke Zuwachs internationaler Teilnehmer ist für mich ein Indikator dafür, dass es uns gelungen ist, vor allem die Strahlkraft unserer Leitmessen immer stärker ins internationale Rampenlicht zu rücken. Damit erfüllen wir eine unserer wichtigsten Funktionen als Treiber von Stadt-, Regional- und Landesentwicklung. Gerade erleben wir bei der Fußball-EM in besonders komprimierter Form, was größere Kontingente ausländischer Gäste an Umweg- Rentabilitäten für die gesamte Region bedeuten“, so Loos weiter. Neben der Fortführung der neuen Messeformate stehen auch für 2024 weitere Premieren an: die neue BUILDINX – INNOVATIONS FOR LOGISTICS PROPERTIES sowie die IN2AI, die sich als einzigartige Plattform für KI-Technologien im Industrie- und Logistikbereich präsentieren wird. Erfolgreich verliefen die Geschäfte auch im Kongressbereich. Zum Vorjahr steigerte die Kongress Dortmund GmbH die Anzahl der Veranstaltungen von 886 auf 999 Tagungen, Kongresse und Corporate Events. Zu den Highlights 2023 gehörten z.B. der Medizinkongress FOCUS CP rehaKIND mit einem umfassenden Vortragsprogramm sowie der Tierärztefachkongress DeutscheVET mit begleitender Fachausstellung, der deutschlandweit viele Fachbesucher nach Dortmund brachte. Darüber hinaus standen wieder Sitzungen des Stadtrats, des Verwaltungsvorstands und verschiedener Ausschüsse im Veranstaltungskalender. Auch 2024 ist die Kongress Dortmund GmbH Gastgeberin für bedeutende Kongresse wie z.B. den 16. RadiologieKongress Ruhr und die IPAA- Schulungstage sowie für die Betriebsversammlung der SIGNAL IDUNA und die Mitglieder- und Hauptversammlung von Borussia Dortmund. Ob Musik, Sport oder Comedy – Shows und beliebte Eventprogramme sorgten mit einem breit gefächerten Angebot in der Westfalenhalle GmbH gleichfalls für einen erhöhten Besucherstrom. Kamen 2022 noch 363.100 Besucher in die Westfalenhalle, zogen im Jahr darauf 124 Events 601.845 Besucher in ihren Bann. „Sold-Out“ hieß es für die Musik-Events mit Herbert Grönemeyer, DJ Bobo, Wincent Weiss und IRON MAIDEN, ebenso wie für die DIE GIOVANNI ZARRELLA SHOW und den Schlagerbooom 2023 mit Florian Silbereisen. Weitere Publikumslieblinge waren u.a. die Tanzshow Let’s Dance, die Night of the Proms und Europas beliebteste Pferdeshow CAVALLUNA. Mit zahlreichen Höhepunkten wartet auch das Programm 2024 auf: darunter Sold-Out-Shows wie der Tour-Stopp von Judas Priest und Konzerte mit Scooter, Apache 207, Helene Fischer und Marius Müller-Westernhagen. Sportlich gehören sicherlich das European Darts Championship sowie zwei Länderspiele der deutschen Handball-Nationalmannschaften (Herren und Frauen) als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele zu den herausragenden Ereignissen.
Neue Investitionen und Services 2023/2024: Eine moderne Infrastruktur mit servicefreundlichen Angeboten ist für das Veranstaltungsgeschäft essenziell. 2023 wurde das technische Equipment u.a. um eine LED- Bande erweitert, die den kompletten Innenraum der Halle umrundet. Im Jahr 2024 werden die Arbeiten für LED-Video-Installationen am Haupteingang der Westfalenhalle sowie des Kongressbereiches beendet sein. Ein LED-Würfel im Hallenbereich folgt in Kürze. Investiert wurde 2023 auch in den Mehrwert für Teilnehmer mit der bundesweit gültigen Zertifizierung „Reisen für Alle“ im Bereich Barrierefreiheit, die gerade erfolgreich abgeschlossen wurde.
Es ist ein Meilenstein für Saint Gobain PAM, ein Leuchtturm-Projekt für die französische Industrie, und eine Vorzeigemaßnahme für ABP Induction: Im französischen Foug wird eine alte Kupolofenanlage ausgemustert und durch eine klimafreundlichere Induktionsofenanlage von ABP Induction ersetzt. Ziel ist, den CO2-Ausstoß und den Wasserverbrauch massiv zu reduzieren. Nach Aufbau und Installation der ABP -Induktionsanlage wird die Produktion ohne Produktionsunterbrechung umgestellt. Die Historie zwischen Saint Gobain PAM und ABP Induction ist lang: „Wir arbeiten schon seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten zusammen, in der jüngsten Vergangenheit Projekte in China, Tschechien und Brasilien“, erklärt Alexander Keller, als Head of System Sales bei ABP für den Vertrieb verantwortlich. Die Ziele von Saint Gobain PAM decken sich mit der Strategie von ABP, bei der insbesondere die vier Megatrends Dekarbonisierung, Digitalisierung, Deglobalisierung und Demographischer Wandel in den Blick genommen werden. „Gerade in Frankreich wird das Thema Dekarbonisierung noch einmal viel stärker vorangetrieben“, erklärt Alexander Keller. Vordergründig wird hier eine Kupolofenanlage durch Induktionsöfen ersetzt – in diesem Fall durch zwei 30 Tonnen IFM – Öfen mit einer Leistung von 18 MW, ausgeführt in -TWINPOWER®- Technologie; übrigens eine der größten Induktionsofenanlagen, die bisher in Europa in einer Gießerei installiert worden ist. Doch die Veränderungen auf dem Gelände in Foug sind noch viel tiefgreifender: „Hier passiert viel mehr – die gesamte Gießerei wird modernisiert. Es geht um Umweltaspekte, Digitalisierung, eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen – damit identifizieren wir uns bei ABP zu 100 Prozent.“ Deswegen ist es auch zu kurz gegriffen, das Projekt im Arrondissement Toul auf den Vorgang der Technologieumstellung zu reduzieren. „Dahinter steht eine vollständige Projektplanung und -umsetzung, die ganzheitlich und nachhaltig auf die Organisation und die Region einwirkt“, erklärt Alexander Keller. ABP Induction begleitet seine Kunden bei dem Transformationsprozess von Beginn an: „Wir begleiten alle Prozessschritte und entwickeln das Projekt mit dem Kunden gemeinsam. Das beginnt bei der Konzepterstellung, setzt sich in der Projektplanung fort, und führt bis zum Aufbau und der Inbetriebnahme der Anlage inklusive der Schmelzprozessumsetzung“, sagt Alexander Keller. Während des gesamten Prozesses arbeiten die Teams von ABP- und Kundenseite intensiv zusammen, um herauszustellen, was für den Kunden wichtig ist. „Wir müssen verstehen, wo der Fokus liegt und welchen Anteil Aspekte wie Umwelteinflüsse, Arbeitssicherheit oder Produktivität haben.“ Eine große Rolle spielt auch der Faktor Mensch: ABP Induction führt Schulungen der Kundenmitarbeiter am Standort oder auch in der Virtual Academy durch, damit diese die neue Induktionsofenanlage unter optimalen und sicheren Bedingungen effektiv und effizient betreiben können. Desweiteren bietet ABP Produkte für Tätigkeiten auf der Ofenplattform, um den menschlichen Einsatz zu reduzieren: Unsere modernen digitalen Produkte und Sicherheitseinrichtungen helfen dabei, die Gießerei als Arbeitsplatz attraktiver zu machen.“ Die Konzepterstellung nimmt etwa drei bis vier Monate in Anspruch: „Für jedes Projekt entsteht immer wieder ein neues, individuelles Konzept, weil die Ausgangssituation und die Bedingungen je nach Standort und Kunden stark variieren können. Aber unsere Projekterfahrungen und die Expertise unseres Teams bei der Umstellung von Kupolofen auf Induktionsofen helfen da natürlich extrem“, erklärt er. Ähnlich war auch die Vorgehensweise bei einem vorherigen Projekt mit Saint Gobain PAM. Im Jahr 2022 wurde das Werk Pont-à-Mousson im Départment Meurthe-et-Moselle mit einem neuen 30 Tonnen ABP Induktionsofen zur Herstellung von Sphäroguss ausgestattet. Das Unternehmen Saint-Gobain PAM beschäftigt insgesamt 3.300 Mitarbeiter in Europa und fünf Standorte in Lothringen und Haute-Marne – Verantwortung ist hier nicht nur auf den Kunden bezogen, sondern auf die gesamte Region mit den Menschen, die dort leben. „Die Modernisierung in Foug ist ein Leuchtturm-Projekt für die Region, wenn nicht sogar für ganz Frankreich. Man versteht die Bedeutung, wenn man vor Ort ist – in einer malerischen Landschaft mit viel Grün, die bisher gestört wurde durch den Rauch und die Verschmutzung, die die Kupolofenanlage mit sich bringt.“ Saint Gobain hat die komplette Modernisierung der Gießerei-Anlage unter dem Projektnamen Vulcain zusammengefasst. „Auch viele Nebenaggregate und Anlagen werden modernisiert, und das alles werden wir ohne Produktionsunterbrechung umsetzen können“, prognostiziert Alexander Keller. Saint-Gobain PAM als Spezialist für duktile Gussrohre produziert 60.000 Tonnen Rohre und Formstücke jährlich, hauptsächlich für Wasser- und Sanitärrohre. Im April 2024 legte das Werk Foug den Grundstein für das Vulcain-Projekt. Die auf die Herstellung von Sphäroguss spezialisierte Gießerei wird in etwa einem Jahr auf den Kupolofen verzichten können, wenn alle Gebäude für die Induktionsofenanlage und die Anlage selbst stehen. 7.800 Tonnen Kohle wurden hier jährlich verbraucht. Nach der Umstellung fällt dieser Bedarf gänzlich weg – es wird weniger Energie verbraucht und weniger CO2 ausgestoßen. Insgesamt soll es um eine Reduzierung der CO2-Emissionen der Fabrik um 62 Prozent gehen – das sind 22.000 Tonnen eingesparte Emissionen pro Jahr. Foug mit den rund 330 Mitarbeitern soll die Fabrik der Gruppe mit der geringsten CO2-Bilanz in Europa werden. Foug strebt außerdem eine Reduzierung seines Wasserverbrauchs um 80 Prozent an. Damit werde man das Äquivalent des jährlichen Wasserverbrauchs der Stadt Toul mit ihren rund 15.000 Einwohnern einsparen. Jérôme Lionet, CEO bei Saint-Gobain PAM, erklärt in diesem Zusammenhang die Verantwortung, derer sich das Unternehmen bewusst ist und die es offensiv kommuniziert: „Wir müssen die Branche in einer nachhaltigeren Welt verankern, das ist Teil unserer Überzeugung.“ Beim ersten Spatenstich in Foug ging Jérôme Lionet noch einen Schritt weiter: „Für uns ist es eine neue industrielle Revolution, denn wir werden das Zeitalter der Kohle hinter uns lassen – es geht in ein Zeitalter der Elektrizität mit viel geringeren Auswirkungen auf die Umwelt.“ Das Vulcain-Projekt stellt eine große Investition für Saint Gobain dar. Zwar werden von den geplanten 20 Millionen Euro an Investitionssumme 25 Prozent als Förderanteil von der Agence de la transition écologique (ADEME) finanziert, trotzdem bleibt es ein Kraftakt – der sich auszahlen soll, wie Claire Pedini, stellvertretende Generaldirektorin von Saint-Gobain, erläuterte: „Es ist ein Teil dessen, was wir bei Saint-Gobain umsetzen wollen – eben ein verantwortungsbewusstes Unternehmen zu sein, das seinen CO2-Fußabdruck reduziert und seinen Kunden Lösungen zur Dekarbonisierung bietet.“ Zwar haben man potenzielle Risikofaktoren wie die Strompreisentwicklung im Blick, das sei allerdings ein tragbares Risiko, das man gerne eingehe, weil die Projektausrichtung und -aussage Teil der nachhaltigen, umweltbewussten Unternehmensstrategie ist – eben wie bei ABP Induction. ABP Induction ist ein führender Anbieter von Induktionsschmelz- und -erwärmungsanlagen, Aftermarket-Dienstleistungen und Digitalisierungslösungen für die weltweite Gießerei-, Schmiede- und Stahlindustrie. ABP verfügt über Vertriebs-, Produktions- und Kundendienststandorte in den USA, Deutschland, Schweden, Mexiko, Thailand, Indien, China und Südafrika. Seit 2018 ist ABP Induction Teil von Mitsubishi Heavy Industries und Primetals Technologies.
Feiern mit allen Generationen – das ist das Motto des jährlichen Mieterfestes in der Insterburger Straße in Dortmund-Huckarde. Gemeinsam mit dem Seniorenbüro Huckarde hat das Wohnungsunternehmen Vonovia auch in diesem Sommer ein großes Fest auf die Beine gestellt. Neben dem Beratungsangebot des Seniorenbüros nahmen viele lokale Partner an der Veranstaltung teil, um für alle Generationen ein buntes Fest zu veranstalten. Größter Veranstaltungspartner war auch in diesem Jahr das Seniorenbüro Huckarde, welches mit einem umfassenden Beratungsangebot vor Ort war. Als feste Anlaufstelle unterstützt das Team Seniorinnen und Senioren nicht nur bei alltäglichen Herausforderungen, sondern auch bei Anträgen, der Suche nach einer Haushaltshilfe oder einer Pflegeunterstützung zu Hause. Gleichzeitig steht das Seniorenbüro im Austausch mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, um für jeden die passende Unterstützung zu ermöglichen. „Das Team des Seniorenbüros freute sich, mit einigen älteren Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung ins Gespräch zu kommen und Fragen zu Themen wie Pflege, Versorgung oder ehrenamtliches Engagement beantworten zu können. Zu diesen und allen anderen Themen rund ums Älterwerden können sich Betroffene und Angehörige gerne auch im Seniorenbüro Huckarde unter der Nummer 0231 5028490 melden“, erklärt Sarah Horn vom Seniorenbüro Huckarde. Neben dem Seniorenbüro und Vonovia war auch die Caritas mit einem persönlichen Beratungsangebot zum Thema Energie- und Stromsparen vor Ort. Für Kinder und Spielbegeisterte sorgten Malangebote und das beliebte spiel– und sportMOBIL für Unterhaltung, welches mit vielen Sport- und Spielmaterialien nicht nur Bewegungsangebote, sondern auch viele kreative Spielideen mitbrachte. Für das leibliche Wohl sorgte der Grubenwagen mit Currywurst, Pommes, Erfrischungsgetränken und „lokal willkommen“ mit leckerer Zuckerwatte. Während des Essens konnten die Gäste entspannt dem Musiker-Duo „Safe by Sound“ lauschen. „Auch in diesem Jahr war es wieder ein gelungenes Fest, bei dem lokale Vereine Hand in Hand gearbeitet haben. Die enge Zusammenarbeit in Huckarde schätzen wir sehr“, erklärt Vonovia Quartiersentwicklerin Nora Woker.
Moderne neue Fenster, sanierte Dächer und aufgefrischte Fassaden – in Dortmund können sich Vonovia Mieterinnen und Mieter über energetisch optimierte Wohnungen freuen. Mit umfangreichen Sanierungen investiert das Wohnungsunternehmen in seinen öffentlich geförderten Wohnungsbestand. Hier finden Menschen mit Wohnberechtigungsschein im Vergleich zum ortsüblichen Mietniveau günstigen Wohnraum mit hoher Qualität. Vonovia hat in den letzten beiden Jahren insgesamt 150 Wohneinheiten für Menschen mit Wohnberechtigungsschein modernisiert und hierfür mehr als drei Millionen Euro investiert. So wurden beispielsweise an der Heiligegartenstraße die alten Alufenster gegen eine moderne Dreifachverglasung getauscht, die Heizungsanlage und Brandschutztüren erneuert sowie die zeitlose Klinkerfassade, die Balkone und die Sichtbetonflächen gereinigt und zum Teil neu gestrichen. In der Kronprinzenstraße senken ein neues Dach inklusive Einblasdämmung, neue Fenster und Haustüren sowie der Anschluss der Gebäude an die Fernwärme langfristig die Nebenkosten für Mieterinnen und Mieter. Daneben tragen eine überarbeitete Fassade und ein neu gestrichenes Treppenhaus zu einem modernen und wohnlichen Zuhause bei. Im Freischöffenweg und in der Zacharias-Löbbecke-Straße erhielten weitere 16 Wohneinheiten neue Fenster, Haustüren sowie ebenfalls einen Balkon-, Treppenhaus- und Fassadenanstrich. Darüber hinaus führt Vonovia in diesem Jahr zwei weitere Modernisierungen durch. So ist an der Parsevalstraße ein ähnliches Maßnahmenpaket mit Austausch von alten Alufenstern, der Erneuerung der Haustür sowie der Sanierung der Balkone geplant. Ein neuer Fassadenanstrich rundet die Maßnahme ab. Über neue Fensterelemente, ein gedämmtes Dach, sanierte Balkone und eine gereinigte Waschbetonfassade können sich ebenfalls die Mieterinnen und Mieter an der Rahestraße in Dortmund-Neuasseln freuen. Hier werden derzeit weitere 96 Wohneinheiten saniert. Haus- und Brandschutztüren wurden bereits getauscht und eine neue Treppenhausbeleuchtung angebracht, der Austausch der Fenster hat begonnen und die Dämmarbeiten am Dach sind abgeschlossen. Für die Maßnahmen werden rund 1,3 Millionen Euro investiert. „Zu einer nachhaltigen Strategie unseres Dortmunder Wohnungsportfolios gehört selbstverständlich, dass wir auch die öffentlich geförderten Objekte auf den Pfad zu einem nahezu klimaneutralen Wohnungsbestand bis 2045 mitnehmen. Indem wir in unseren Bestand investieren, können wir unseren Mieterinnen und Mietern nicht nur ein modernes Zuhause bieten“, betont Vonovia Regionalbereichsleiter Ralf Peterhülseweh. „Durch die energetischen Sanierungen fallen die Energieverbräuche zukünftig deutlich geringer aus. Es ist unsere oberste Priorität, dass sie sich in unseren Beständen zuhause fühlen.“ Quartiersentwicklerin Nora Woker ergänzt: „Für uns von Vonovia ist es ein zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit, das Zuhause für unsere Mieterinnen und Mieter zu gestalten. Neben der Modernisierung der Gebäude selbst gehört dazu die Gestaltung des Wohnumfeldes sowie ein hohes soziales Engagement, mit dem wir das Leben für die Menschen in den Quartieren angenehmer machen.“ So unterstützt Vonovia in Dortmund beispielsweise soziale Initiativen und Projekte wie „Tausche Bildung für Wohnen e. V.“, den „Falkentreff Westerfilde“ oder das städtische Beratungsangebot „Mittendrin“ in Nette. Und auch für Sportangebote oder Quartiersplätze vor der eigenen Haustür setzt sich Vonovia ein.
Die Mitgliederversammlung hat gewählt. Es gibt einen neuen Vorstand beim BDA Dortmund Hamm Unna: Marcus Wagner (Marcus Wagner Architektur, steigt neu ein und folgt auf Frank Fietz, Inga Soll bleibt weiter am Ball, ebenso Eva Reber (Architektur und Städtebau. Zum Sprecher wurde Marcus Patrias (Marcus Patrias Architekten, wiedergewählt, das Amt des Schatzmeistern liegt auch weiterhin in den erfahrenen Händen von Dirk Becker. Das neue Gruppenfoto entstand vor dem neuen SOS-Kinderdorf Dortmund, für das Eva Reber beim jüngsten Architekturpreis eine Auszeichnung erhielt.
Schwerpunkte legt die BDA-Gruppe in diesem Jahr auf die Themen „Umbau vor Neubau“, eben das „Bauen im Bestand“. BDA-Forderungen – vor allem für die Schulstadt Dortmund – bleiben ein qualitätsvoller Schulbau, mehr Wettbewerbe für mehr gestalterische Qualität und mehr Beachtung des öffentliches Raumes. Im Oktober gestaltet der BDA das Forum StadtBauKultur. Zu Gast ist Stefan Bendiks aus Brüssel, der zum Thema „Verkehrswende und Mobilität“ vor Jahren schon einmal die Besucher mitreißen konnte. Im November-Forum steht die „Kunst am Bau“ im Mittelpunkt des baukulturellen Exkurses. Auch die Werkvorträge von alten und neuen Mitgliedern sollen weiterlaufen – regelmäßig am Kunstverein am Westentor.
Auf dem Foto zu sehen v.l. Marcus Wagner, Marcus Patrias, Eva Reber, Inga Soll und Dirk Becker.
Das kommunale Wohnungsunternehmen
DOGEWO21 hat damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klimaschutz und Erhöhung der Wohnqualität gemacht. Die Fertigstellung der umfangreichen energetischen Modernisierungen an der Dorfgrenze in Aplerbeck ist ein weiterer Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen im Gebäudebestand. Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts wurden neun Häuser mit 36 Wohnungen umfassend energetisch modernisiert. Hierbei wurden insgesamt rund 1,55 Millionen Euro investiert, dabei flossen mehr als 1,1 Millionen Euro in energetische Maßnahmen. Diese Investition wurde durch Fördermittel unterstützt. Die Arbeiten an den Wohngebäuden wurden bereits im Herbst 2023 abgeschlossen. Dank neuer Fenster und der Fassadendämmung konnte die Energieeffizienz der Gebäude erheblich gesteigert werden. Zusätzlich wurden die Loggien saniert und die Häuser haben dank farbigem Edelkratzputz eine frische Optik. Auch das rund um den Gebäudekomplex bestehende Regenwasserprojekt ist nach den Bauarbeiten erneuert worden: In den Grünflächen wurden neue Ablaufmulden und Rinnen angelegt, wodurch Regen- und Oberflächenwasser zunächst über neue Fallrohre und Steinrinnen auf das Gelände und dann in die benachbarte, renaturierte Emscher geleitet werden. Ein Teil des Wassers versickert bereits auf der Grünfläche und trägt damit auch zur angenehmen Kühlung der Umgebungsluft bei. Im Sommer sind die finalen Arbeiten in den Außenbereichen abgeschlossen worden. Die beiden Bauleiter Nils Kater, zuständig für die Gebäudemodernisierung, und Raffael Mastnak, der für die Außenanlagen verantwortlich ist, freuen sich gemeinsam über den erfolgreichen Abschluss des Projekts, das sowohl den Mietern und Mieterinnen als auch der Umwelt zugutekommt. Bereits 2022 hatte DOGEWO21 in einem ersten Bauabschnitt fünf benachbarte Häuser mit 30 Wohnungen energetisch modernisiert. Auch hier wurden im Anschluss die Außenanlagen erneuert und Abläufe für Regen- und Oberflächenwasser angelegt. Die Investition in diesem Abschnitt betrug inkl. Förderung knapp 1,2 Millionen Euro, wovon rund 1 Million Euro in energetische Maßnahmen investiert wurde.
Mit solchen Projekten investiert DOGEWO21 gezielt in den Klimaschutz und steigert gleichzeitig die Wohnqualität nachhaltig.
Auf dem Bild zu sehen: Die DOGEWO21-Bauleiter Nils Kater und Raffael Mastnak freuen sich über das Ergebnis der umfangreichen Modernisierung an der Dorfgrenze in Aplerbeck.
Dem Team der ABP Induction, einem der global führenden Hersteller von Induktionsschmelz- und erwärmungsanlagen, ist es erneut gelungen, einen Großauftrag für sich zu gewinnen und somit den Standort im Dortmunder Hafen mit seinen derzeit rund 150 Beschäftigten als Kompetenzzentrum für die Induktionsanlagentechnologie zur grünen Stahlproduktion auszubauen. Im Mittelpunkt dieses Großauftrags für Zhongshou Special Steel Group, einen in China ansässigen Stahlhersteller, steht dabei eine Walzwerksanlage nach dem Arvedi-ESP-Prinzip (Endless Strip Production) des ABP Mutterkonzerns Primetals Technologies aus Linz in Österreich. Im Besonderen die in diesem Auftrag erneut konsequent umgesetzte Substitution jeglicher gasbeheizter Erwärmungssysteme durch elektrisch betriebene Induktionslagen zur Zwischenerwärmung von einem Stahlband stellt dabei einen bedeutenden Schritt in Richtung einer grünen Stahlproduktion dar. Die von ABP speziell für diesen Anwendungsfall in Dortmund entwickelten und auch hier gefertigten Induktionsanlagen vom Typ TSH bestehen im Wesentlichen aus großen wassergekühlten Kupferspulen und leistungsstarken IGBT Umrichtern mit Anschlussleistungen zwischen 45 und 60 MVA. Dabei werden in mehreren Spulenmodulen mittels eines induktiven Querfeldes ein endloses Stahlband mit einer Breite von 1.600 mm auf eine kontinuierliche Zieltemperatur von ca. 1.200 °C gebracht, so dass im anschließenden Walzprozess ein Dünnblech mit einer Bandstärke von 0,7 mm eingestellt werden kann. „Die Konfiguration dieser Anlage ist ein exzellentes Beispiel, wie die Umstellung auf Null-Emission-Stahlproduktion gelingen kann“, erklärt Till Schreiter, CEO und Präsident von ABP Induction. „Mit unserem Engagement bei diesem Projekt unterstreichen wir unsere Strategie für die Industrie Partner auf dem Weg zu ‚Zero Emission‘ zu sein. Wir haben immer betont, dass wir die Energiewende, vor allem in der energieintensiven metallverarbeitenden Industrie, nur gemeinsam schaffen können. Insofern ist das Zusammenspiel von Primetals, der Acciaieria Arvedi SpA und ABP Induction gemeinsam mit den verschiedenen Kunden hier nur konsequent.“ Für ABP Induction ist dieses Großprojekt mit seinen Hightech-Komponenten ein weiterer Beleg für die Bedeutung des Unternehmens im Fokus der Green Steel-Bewegung. Das global aufgestellte Unternehmen mit seinen Technikern, Ingenieuren, und Facharbeitern der unterschiedlichen Fachrichtungen im Dortmunder Hafen sieht in der stabilen Auslastung seiner Fertigung sowie der Entwicklung einen Beleg für seine Relevanz in diesem Kontext für den Weltmarkt.
Auf dem Foto: Till Schreiter, CEO und Präsident von ABP Induction.
Zu ihrem turnusgemäßen Austausch trafen sich die DGB-Regionsgeschäftsführer*innen und SPD-Bundestagsabgeordneten sowie Vertreter der Landtagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet in Essen, Gastgeber war Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bei thyssenkrupp Steel standen vor allem die Themen der wirtschaftlichen Entwicklung mit Fokus auf grünen Stahl und die Chancen durch die Energiequelle Wasserstoff im Mittelpunkt des Gespräches. Einig war man sich, dass auch vor dem Hintergrund der öffentlichen Finanzzusagen in Höhe von 2 Milliarden Euro eine Schließung von Standorten inakzeptabel ist. Zusammen mit der Gewerkschaft IG Metall fordern die DGB-Regionen des Ruhrgebiets Thyssenkrupp auf, die langfristige Finanzierung ihrer Stahlsparte endlich zu klären und nehmen dabei vor allem den Konzernchef Miguel López in die Pflicht.
Markus Töns, Bundestagsabgeordneter für Gelsenkirchen und Sprecher der SPD-Bundestagsabgeordneten aus dem Ruhrgebiet, betont: „In der aktuellen Situation stehen wir gemeinsam an der Seite der Beschäftigten von thyssenkrupp im Ruhrgebiet und in ganz NRW.“
Das vielfältige Programm reichte unter anderem von Fotoshootings über Kräutersalzworkshops und Glückradspiele bis hin zum Spiel- und Sportmobil. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Begegnung vor Ort, Seniorenbüro Hombruch und dem AWO Ortsverein hat das Wohnungsunternehmen Vonovia seine Mieterinnen und Mieter zum Austausch bei Currywurst, Eis und kalten Getränken eingeladen. Auch der Energiesparservice der Caritas hat vor Ort mit einem Stand mitgefeiert. „Unser erstes Mieterfest in Menglinghausen war ein schönes Erlebnis. Der Parkplatz war voll mit kleinen Ständen und Aktionen und die Gäste wurden parallel von einem engagierten Musiker unterhalten. Für Kinder aller Altersklassen gab es Spielmöglichkeiten, während wir Erwachsenen bei leckerem Catering zusammengesessen und uns ausgetauscht haben“, berichtet Mieter Mark Schmidt vom Fest. „Nachbarn, die ich sonst im Vorbeigehen oder beim Müllrausbringen treffe, konnte ich besser kennenlernen. Alle sind aufeinander zugegangen und hatten Spaß zusammen.“ Die Kinder des Quartiers begeisterte besonders das Spiel- und Sportmobil des Stadtsportbundes, das seit wenigen Wochen auch regelmäßig in Menglinghausen zu finden ist. Ein weiterer Programmpunkt des Festes war der Stromsparcheck der Caritas. Hier konnten sich Mieterinnen und Mieter zu Energiethemen beraten lassen. „Die Beratung war ein tolles Angebot für unsere Mieterinnen und Mieter. Es ergänzt perfekt unsere frisch abgeschlossenen Sanierungsarbeiten im Quartier, in deren Rahmen wir Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen installiert haben“, erklärt Vonovia Quartiersentwicklerin Nora Woker. „Wir freuen uns sehr über das viele positive Feedback, das wir aus der Nachbarschaft erhalten haben. Neben dem neuen Spielplatz und dem Bücherschrank wollen wir unseren Mieterinnen und Mietern ein abwechslungsreiches Wohnumfeld bieten und ihre Gemeinschaft fördern. Umso schöner ist, dass wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern beim Mieterfest so viele Menschen vor Ort zusammenbringen konnten.“
Bei DOGEWO21 feierten 46 Mieterinnen und Mieter ihr goldenes Mieterjubiläum. Auf Einladung des kommunalen Wohnungsunternehmens verbrachten sie einen schönen Tag auf der historischen Zeche Zollern in Bövinghausen. Zur Begrüßung hieß Geschäftsführer Klaus Graniki die Jubilare herzlich willkommen und bedankte sich für ihre langjährige Treue: „Es ist etwas ganz Besonderes, wenn Mieterinnen und Mieter seit fünf Jahrzehnten bei uns wohnen und sich so wohlfühlen. Das zeigt uns auch, dass Sie die Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzen, und dafür sind wir sehr dankbar.“ Die Teilnehmenden wurden bequem per Bus aus verschiedenen Stadtteilen zum Veranstaltungsort gebracht. Nach einem Sektempfang genossen sie ein leckeres Mittagsmenü, bevor es auf eine spannende Führung durch das Industriedenkmal Zeche Zollern ging. Begleitet wurden sie dabei auch von Heiko Bahn, Bestandsmanagement, und Kerstin zur Horst, Unternehmenskommunikation, die den Tag mit viel Freude und Engagement mitgestalteten. „Es hat uns sehr gefreut, gemeinsam mit unseren Mieterinnen und Mietern diesen besonderen Tag zu verbringen. Ihre Treue und Loyalität schätzen wir sehr, denn sie zeigen, wie wichtig ein gutes Miteinander und das Vertrauen in unser Unternehmen ist“, berichtet Kerstin zur Horst vom Mieterjubiläum.
Zum Abschluss ließ man den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen. Für Unterhaltung und so manches Schmunzeln sorgte der Zauberkünstler und Entertainer Sascha Lange. Die Stimmung war ausgelassen, und alle waren sich einig: Das war ein rundum gelungener Tag!
Die Spar- und Bauverein eG Dortmund setzt auf nachhaltige Wohnraumerweiterung und nutzt dafür die Potenziale ihrer Bestandsgebäude. Durch die Aufstockung um ein weiteres Geschoss wird in dicht besiedelten Stadtteilen neuer Wohnraum geschaffen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Aktuell entstehen so im Goldschmiedingweg 50 Prozent mehr Genossenschaftswohnungen. Im vergangenen Jahr wurde das Modernisierungsprojekt im Wohngebiet „Bergmanns Wiesen“ in Dortmund Hostedde erfolgreich abgeschlossen, bei dem durch Dachaufstockungen 28 neue Wohnungen entstanden sind. Seit Anfang 2024 läuft das nächste große Bauprojekt der Spar- und Bauverein eG: Am Goldschmiedingweg in Kirchderne werden in vier Bauabschnitten 14 Häuser um jeweils ein Geschoss aufgestockt. Im ersten Bauabschnitt werden bereits acht neue Wohneinheiten in vier Gebäuden fertiggestellt. Insgesamt entstehen so bis 2028 28 neue Wohnungen in Holzrahmenbauweise mit Putzfassade und 2.300 m² zusätzliche Wohnfläche. Die neuen Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und einer Größe von 71 bis 98 m² ergänzen die bestehenden 56 Wohneinheiten am Goldschmiedingweg und erhöhen das Wohnungsangebot im Quartier um 50 Prozent. „Die Dachaufstockung ist eine zukunftsweisende Bauweise, die in Ballungsräumen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sie ermöglicht es, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen zu bebauen“, erklärt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG Dortmund. „Besonders unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bietet diese Methode viele Vorteile: Vorhandene Grundstücke werden effizient genutzt und der Bedarf an Neubauten mit zusätzlicher Flächenversiegelung wird reduziert. Zudem profitieren die Bewohner:innen von teilweise niedrigeren Nebenkosten, da sich die allgemeinen Fixkosten der Bestandsgebäude auf mehr Parteien verteilen“. Neben der Erweiterung des Wohnraums legt die Genossenschaft großen Wert auf die Aufwertung des gesamten Quartiers. Ein neuer, zentral gelegener Spielplatz soll die Wohnqualität für Familien erhöhen und die bestehenden Garagen werden um 36 zusätzliche Stellplätze erweitert. Langfristig sind auch E-Ladesäulen für das Wohngebiet geplant. Abgerundet wird das Mobilitätskonzept durch die Errichtung von zwei Fahrradhäusern und weiteren Fahrradstellplätzen. Darüber hinaus ist die zentrale Beheizung aller Objekte über ein Blockheizkraftwerk vorgesehen, das mittelfristig durch eine Luftwärmepumpe und Photovoltaikanlagen ergänzt werden soll.
In Mengede und Huckarde weisen von nun an farbenfrohe Beschilderungen den Weg. Die künstlerischen Unikate erfreuen nicht nur das Auge, sondern sollen auch den Weg zu den lokalen Einrichtungen der verschiedenen Vereine vor Ort erleichtern. Entstanden sind die Wegweiser in der Workshop-Reihe „Kreativ vor Ort“, die von Begegnung VorOrt und der Dortmunder Künstlerin Kirsten Bergmann für Jung und Alt veranstaltet wurde. Das Wohnungsunternehmen Vonovia finanzierte die Reihe durch sein Sonderförderprogramm. Mit Pinsel in der Hand und Farbe im Gesicht gestalteten die Teilnehmenden in mehreren Workshops individuelle Wegweiser zu Lieblingsorten und empfehlenswerten Angeboten im eigenen Stadtteil und darüber hinaus. Diese bieten nicht nur Orientierung, sondern regen auch die Fantasie an. Hierbei konnten sich alle Generationen einbringen: Während in Huckarde Kinder die Wegweiser für ihr Quartier gestalteten, trafen sich in Oestrich und Nette Nachbarinnen und Nachbarn jeden Alters zum gemeinsamen Gestalten und Malen. Ideengeberin der Workshops war Silke Freudenau vom Diakonischen Werk Dortmund und Lünen, zugleich Ansprechpartnerin für Begegnung VorOrt im Stadtbezirk Mengede. Bei den Workshops waren sie und ihr Kollege Benedikt Gillich live dabei: „Es war großartig zu sehen, wie die Menschen in Mengede ihre Kreativität entfaltet haben und über die Gestaltung der Wegweiser ins Gespräch gekommen sind“, erklärt sie. „Es ist schön zu sehen, dass die Straßen mit etwas mehr Farbe und Leben gefüllt sind. Kreativität ist wichtig und sollte in allen Generationen gefördert werden. Umso mehr freut es uns, dass wir mit diesem Projekt einen Beitrag dazu leisten konnten“, betont Vonovia Quartiersentwicklerin Nora Woker. Vonovia unterstützte zudem bei der Installation der Wegweiser in den Quartieren. In Nette finden Anwohnerinnen und Anwohner die neuen Wegweiser an der Ecke Wodanstraße und Friedrich-Naumann-Straße und in Oestrich auf der Vogelwiese (Erlenkamp 62), in Huckarde in Jungferntal-Rahm an der Ecke Willstätterstraße und Jungferntalstraße. Ein weiterer Workshop ist bereits in Planung, hier soll ein kreativer Wegweiser für Westerfilde entstehen.
HSHL-Präsidentin absolviert Praktikum in Zimmerei von HWK-Präsident Berthold Schröder. 9 Uhr morgens, die Arbeitsschuhe passen perfekt… es kann losgehen für Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell, Präsidentin der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL). Heute verbringt die Professorin ihren Tag bei der Georg Schröder Schreinerei und Holzbau GmbH in Hamm. Geschäftsführer und Zimmerermeister Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, begleitet die Professorin und bringt ihr das Zimmerer-Handwerk näher. „CAD, CNC, Drohnen, Laser Messgeräte und viele andere Dinge gehören heute ebenso zum Zimmerer Handwerk wie Hammer und Säge“, so Berthold Schröder. „Bereits seit 2019 kooperiert die Handwerkskammer Dortmund mit der Hochschule Hamm-Lippstadt. Die HSHL hat im Auftrag der Handwerkskammer als Teil des Gesamtprojektes ‚handwerk-digital.nrw‘ eine Innovationsplattform entwickelt, die den Transfer von spezialisiertem Know-how branchenübergreifender Unternehmen anregen und über verschiedene Funktionen ermöglichen sollte“, berichtet der Kammerpräsident. „Für die Umsetzung von digitalen Themen oder der Klima- und Mobilitätswende ist eine enge Zusammenarbeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung dringend notwendig. Wir brauchen dafür hochqualifizierte Fachkräfte auf allen Ebenen.“ Ein Tag in einem Handwerksbetrieb biete Gelegenheit für einen interdisziplinären Austausch und einen Einblick in die Praxis. „Mit dieser Aktion möchten wir zudem die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung herausstellen. Personen, die eine berufliche Ausbildung abgeschlossen haben, können leichter in ein akademisches Studium wechseln oder weiterführende Qualifikationen erwerben. Studienzweiflern steht wiederum der berufliche Bildungsweg offen“, sagt Schröder. „Um junge Menschen optimal auf ihren beruflichen Weg vorzubereiten, ist eine gezielte sowie interessenbasierte Beratung und Orientierung unerlässlich“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell. „Es geht darum, sowohl berufliche als auch akademische Bildungswege in ihrem Wert zu erkennen und zu fördern, denn beide bieten vielfältige Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen. Die Verzahnung beider Bildungswege ist essenziell, um allen ihre individuelle berufliche Entwicklung zu ermöglichen. Es muss hier Handwerk und Hochschule heißen – nicht ‚oder‘. Auch im Alltag können wir beide Bereiche nicht getrennt für sich betrachten. Mit meinem Praktikum setze ich mich für diese Offenheit und Zusammenarbeit ein.“
Auch kleinere Projekte bieten die Möglichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen: In Dortmund-Westerfilde nutzt das Wohnungsunternehmen Vonovia eine Dachstuhlsanierung, um vier neue Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Die Arbeiten am Wehrling 8 und 10 haben bereits im Frühjahr 2024 begonnen und sollen im Dezember 2024 abgeschlossen sein. „Neuen Wohnraum – auch in geringerer Zahl – zu schaffen, ist immer eine gute Sache. Deshalb prüfen wir diese Möglichkeit bei allen unseren Maßnahmen“, unterstreicht Vanessa Weber, Vonovia Regionalleiterin Dortmund. „Neuer Wohnraum in funktionierenden Quartieren – das ist noch besser.“ Die Gebäude am Wehrling stammen aus dem Jahre 1916, die Infrastruktur ist mit fußläufig erreichbaren Geschäften des täglichen Bedarfs, Schulen und Anschluss an den ÖPNV sehr gut. Auch das Naturschutzgebiet Rahmer Wald grenzt direkt an das Quartier an und bietet Anwohnenden Raum für ausgiebige Spaziergänge im Grünen. Im Zuge der Sanierung wird der Dachstuhl zunächst abgerissen und danach komplett neu aufgebaut, auf der Hofseite sind im Anschluss Gauben vorgesehen. Vonovia begleitet den Bau in engem Austausch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort. „Solche Arbeiten sind mit Lärm und Schmutz verbunden“, beschreibt Weber. „Die Mieterinnen und Mieter, die bereits in den Gebäuden wohnen, bekommen deshalb auf jeden Fall eine Entschädigung.“ Die Zahl der Wohnungen wird durch den Ausbau des Dachs von 12 auf 16 erhöht. Die neuen Wohnungen werden eine Größe von rund 52 bzw. 61 Quadratmetern haben. Vonovia investiert rund 700.000 Euro.
Auf dem Bild zu sehen: Mit einer Dachgeschosssanierung am Wehrling 8 und 10 schafft Vonovia in Westerfilde neuen Wohnraum.
Mehrere personelle Veränderungen im Parlament der regionalen Wirtschaft. Die Vollversammlung (VV) der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund hat Torsten Cremer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hamm, in ihrer Sitzung zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Er folgt damit auf Hans J. Hesse, Geschäftsführender Gesellschafter der Hesse GmbH & Co. KG in Hamm, der bereits im März sein Amt als IHK-Vizepräsident nach 14 Jahren niedergelegt hatte und in der gestrigen Sitzung zum Ehrenmitglied ernannt wurde. IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann gratulierte Torsten Cremer herzlich zur Wahl. Cremer gehört der IHK-Vollversammlung seit 2016 an. Er war Mitglied im Dienstleistungs- sowie im Industrieausschuss und ist seit März 2021 Mitglied und Vorsitzender im Haushaltsausschuss. In der Sitzung wurden weitere personelle Weichen gestellt: VV-Mitglied Andreas Zaremba, Geschäftsführer des Bauvereins zu Lünen Beteiligungs GmbH, hat seine Tätigkeit niedergelegt. Als neues VV-Mitglied wurde Katja Lilu Melder, Geschäftsführerin der bmg santec GmbH, verpflichtet. Nach dem Eintritt in den Ruhestand und dem Ausscheiden von VV-Mitglied Dietmar Bläsing, Vorstandssprecher der Volkswohl Bund Versicherungen, wurde der neue Vorstandsvorsitzende
Dr. Gerrit Böhm als neues VV-Mitglied für die Wahlgruppe Versicherungen gewählt.
Auf dem Bild zu sehen: IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann (2.v.r.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber (l.) gratulierten Torsten Cremer (r.) herzlich zur Wahl als neuer IHK-Vizepräsident. Feierlich verabschiedet wurde das Lüner VV-Mitglied Andreas Zaremba.
Das Großprojekt der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) zum nachhaltigen Umbau des 72 Kilometer langen Fernwämenetzes schreitet voran. Der Fokus beim Fernwärmeausbau liegt zunächst auf innenstadtnahen Quartieren wie dem Althoffblock und dem Unionviertel. Diese Gebiete werden in den kommunalen Energienutzungsplan aufgenommen. Ein erstes Etappenziel auf diesem Weg ist nun erreicht: Im Althoffblock werden ab sofort rund 400 Wohneinheiten in zwei Karrees der Spar- und Bauverein eG zu einem Großteil mit industrieller Abwärme der Deutschen Gasrußwerke beheizt, die als nahezu klimaneutrale Quelle genutzt werden kann. Bis 2028 werden rund 1.300 Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft an das DEW21-Fernwärmenetz angeschlossen. Beim Spar- und Bauverein umfasst der Ausbau in diesen Quartieren 828 Wohnungen im Unionviertel und 450 im Althoffblock. Ein halbes Jahr nach Baubeginn haben DEW21 und die Dortmunder Wohnungsgenossenschaft schon rund 30 Prozent dieser Wohnungen angeschlossen. „Mit dem ganzheitlichen Umbau des Fernwärmesystems und der Einbindung industrieller Abwärme bereits seit 2018 haben wir schon jetzt einen wichtigen Meilenstein in Richtung Klimaneutralität erreicht,“ sagt Peter Flosbach, Technischer Geschäftsführer von DEW21 und wirft einen Blick in die Zukunft: „“In den kommenden Jahren planen wir, den Ausbau des Netzes weiter voranzutreiben. Unser nachhaltiges Ziel ist eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung in unserer Stadt. Um das zu erreichen, prüfen wir auch den Einsatz weiterer Technologien wie Wasserstoff, Großwärmepumpen oder Tiefengeothermie.“ Und der Fernwärmeausbau geht weiter. „Mit der Maßnahme erreichen wir langfristig die Klimaneutralität für unsere Altbauten in den beiden Quartieren“, erklärt Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG. „Die Fernwärme punktet bei den Emissionen. Außerdem ist sie im Unionviertel und Althoffblock nahezu alternativlos, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen – insbesondere mit Blick auf die aktuelle Prüfung einer Denkmalunterschutzstellung.“ Seit 2022 arbeitet die Stadt Dortmund gemeinsam mit kommunalen Akteuren wie DEW21 an einem Energienutzungsplan (ENP), um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern langfristig zu verringern. Schon jetzt steht fest: Die Nutzung von Fernwärme nimmt dabei für die Innenstadt eine Schlüsselrolle ein. „Das gemeinsame Fernwärmeprojekt von DEW21 und der Spar- und Bauverein eG zeigt, wie eine zukunftsfähige Wärmeversorgung fast ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe erfolgreich gestaltet werden kann. Ganze Wohnquartiere in Dortmund erhalten so schnell eine effektive und langfristig funktionierende klimafreundliche Lösung, die auch zukünftigen Anforderungen standhält.“ zeigt sich Thomas Westphal, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, überzeugt. Die Wohnquartiere des Spar- und Bauvereins gehören zum DEW21-Ausbaugebiet Südtrasse zwischen Unionviertel und B1, in dem Projekt werden insgesamt 4,5 Kilometer neue Fernwärmeleitungen gebaut und an das mit Abwärme versorgte Wärmenetz angeschlossen. Das Land NRW unterstützt den klimafreundlichen Ausbau mit Fördergeldern von über 9,1 Mio. Euro aus dem Programm progres.nrw und betont dabei die landesweite Vorreiterrolle unserer Stadt.
Auf dem Bild zu sehen: Bastian Stegemann (DEW21 Leiter Nah- und Fernwärme), Florian Ebrecht (Vorstandsbevollmächtigter mit Gesamtprokura Spar- und Bauverein eG), Peter Flosbach (Geschäftsführer Technik von DEW21), Thomas Westphal (Oberbürgermeister Stadt Dortmund), Franz-Bernd Große-Wilde (Vorstandsvorsitzender Spar- und Bauverein eG), Marcel Wegener (DEW21 Leiter Netzplanung und Netz).
Die Wilo Gruppe ist als „Europe’s Climate Leader 2024“ ausgezeichnet worden. Für die Ernennung haben die Financial Times und Statista Hunderte von europäischen Unternehmen anhand ihrer Fortschritte bei der Reduzierung ihrer CO2-Emissionen bewertet. „Dass Wilo in dieses wichtige und umfassende Listing aufgenommen wurde, freut uns sehr, denn es zeigt: Wir sind nicht nur auf einem guten Weg, sondern gehören nachweislich zu den europäischen Spitzenreitern beim Klimaschutz“, sagt Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe. Die Reduzierung von CO2-Emissionen ist ein zentrales Ziel der gruppenweiten Wilo-Nachhaltigkeitsstrategie. Mit Creating, Caring, Connecting – Schaffen, Kümmern, Vernetzen – verpflichtet sich Wilo dazu, nachhaltige Technologien und Lösungen zu schaffen, soziale Verantwortung zu übernehmen und in starke Partnerschaften weltweit zu investieren. „Nachhaltigkeit ist der Taktgeber der Wilo Gruppe. Deshalb verstehen wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie als übergeordnet. Alle anderen, funktionalen Unternehmensstrategien ordnen sich ihr unter – ausnahmslos“, erklärt Oliver Hermes. „Diese Selbstverpflichtung zu konsequentem Nachhaltigkeitsengagement äußert sich auch in unserem ambitionierten Ziel, bis 2025 weltweit klimaneutral zu produzieren“, sagt Georg Weber, Mitglied des Vorstands und CTO der Wilo Gruppe. Schon heute sei dieses Ziel für alle europäischen und chinesischen Wilo-Standorte erreicht. „Möglich machen diesen Erfolg erhebliche Investitionen der vergangenen Jahre, zum Beispiel in Photovoltaik-Anlagen. Wir kommen aktuell auf eine weltweite Kapazität von 20 Megawattpeak“, so Georg Weber weiter. Für ihr Nachhaltigkeitsengagement ist die Wilo Gruppe bereits von mehreren Organisationen ausgezeichnet worden. Die Ratingagentur EcoVadis verlieh Wilo 2023 zum wiederholten Mal die Platin-Medaille. Im Jahr 2021 gewann der Technologiekonzern den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Transformationsfeld „Klima“. Ein Jahr zuvor wurde Wilo zu einem von „50 Sustainability & Climate Leaders“ ernannt, einer globalen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzinitiative der Vereinten Nationen und Bloomberg. Für die Initiative „Europe’s Climate Leaders“ haben sich die Financial Times und Statista zusammengeschlossen, um Unternehmen zu identifizieren, die relevante Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergreifen. Die Liste konzentriert sich hauptsächlich auf die Reduzierung der Kernemissionen Scope 1 und Scope 2. Weitere Faktoren wie die Transparenz im Umgang mit Scope-3-Emissionen und die Zusammenarbeit mit Nachhaltigkeitsbewertern wie der Science Based Targets Initiative (SBTi) wurden ebenfalls berücksichtigt.
Für vorbildliche Ausbildung junger Menschen sowie besonders erfolgreiche Nachwuchsgewinnung und Fachkräftebindung erhielten 40 Unternehmen aus dem Kammerbezirk Dortmund am vorigen Freitag das Siegel für Ausbildungsqualität der Handwerkskammer Dortmund. Zehn Unternehmen kommen aus Dortmund. Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, überreichte mit Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die Auszeichnungen, passend zum bundesweiten Tag des Handwerks. „Durch die Ausbildung junger Menschen übernehmen Handwerksbetriebe eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung. Sie tragen zur Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt bei und unterstützen deren berufliche Entwicklung“, sagt HWK-Präsident Berthold Schröder. „Gleichzeitig sichern sie damit den Fachkräftenachwuchs im Handwerk, nicht nur für ihren eigenen Betrieb, denn viele Handwerksunternehmen bilden über ihren eigenen Bedarf aus. Unternehmen, die diese Auszeichnung erhalten, haben erfolgreich gezeigt, dass sie sich mit großem Engagement für eine zukunftsorientierte und qualitativ hochwertige Berufsausbildung einsetzen. Sie können mit Recht stolz auf diesen Erfolg sein. Gerade heute sind wir mehr denn je auf engagierte Unternehmen angewiesen, weshalb es uns ein Anliegen ist, ihre Leistungen mit dem Ausbildungssiegel sichtbar zu machen und zu würdigen. Gleichzeitig möchten wir mit diesen guten Beispielen andere Unternehmen ermutigen, jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen.“ „Über eine Million Beschäftigte arbeiten in den nordrhein-westfälischen Handwerksbetrieben. Wir brauchen dieses starke Handwerk, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Nur mit gut ausgebildeten Handwerkerinnen und Handwerkern werden wir den Klimaschutz, die Digitalisierung oder die Erneuerung unserer Infrastruktur erfolgreich umsetzen können. Darum müssen wir gemeinsam junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk begeistern. Schließlich bietet eine Ausbildung vielfältige Berufschancen, sichere Perspektiven und ermöglicht jungen Menschen ein selbstbestimmtes Leben sowie Verdienstmöglichkeiten, die sich in vielen Fällen mit denen eines Akademikers messen können“, so Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. „Ich freue mich daher sehr, heute hier bei der Handwerkskammer Dortmund zu sein. 40 Unternehmen aus dem Kammerbezirk Dortmund erhalten das Siegel für Ausbildungsqualität der Handwerkskammer, weil sie sich besonders für den Nachwuchs einsetzen. Das Siegel ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Wir brauchen engagierten Unternehmen, die sich für die Fachkräfte von morgen stark machen. Nur mit vereinten Kräften können wir dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen. Wir wollen in Nordrhein-Westfalen alle Anstrengungen unternehmen, um junge Menschen zu qualifizieren und ihnen eine gute Perspektive zu bieten. Genau darum geht es auch bei der Fachkräfteoffensive NRW, bei der wir die entscheidenden Akteure des Arbeitsmarktes mit einbinden und uns gemeinsam für die Fachkräftesicherung einsetzen.“