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125 Jahre ganzheitliche Heilung: Kneipp-Verein Dortmund feiert Jubiläum mit jungen und zeitgemäßen Angeboten

Kneipp-Verein 125 Jahr Feier, v.L. Bernd Wulfram, Margot Müller und Manfred Plieske

Bernd Wulfram, Margot Müller und Manfred Plieske laden zum Jubiläum des Vereins ein. Fotos (3): Gerd Wüsthoff

Von Gerd Wüsthoff

Nachdem der Kneipp-Verein Dortmund e.V. den 197. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Marien-Kirche gefeiert hat, bereitet sich der Kneipp-Verein auf seinen Tag der offenen Tür am 22. Juli 2018 (11 bis 17 Uhr) in seinen Räumlichkeiten in der Karl Marx Straße 32 vor. „Kneipp behandelte und half Menschen, die damals von der Medizin aufgegeben worden waren“, erklärt Martina Hengesbauch, Pressereferentin des Kneipp-Vereins. Mit einem neuen Kurs „Kundalini-Yoga“ geht der Kneipp-Verein auch in die Nordstadt.

Dortmund entwickelte sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Kneipp-Zentrum

Die Veranstaltungen am Tag der offenen Tür im Kneipp-Verein am 22. Juli

Der Veranstaltungs-Plan zum Tag der offenen Tür am 22. Juli ist prall gefüllt. Foto: Martina Hengesbach

Ende des 19. Jahrhunderts kamen einigen DortmunderInnen die Naturheilmethoden und Heilerfolge von Kneipp zu Ohren, woraufhin 15 von ihnen beschlossen, die Lehren und Lebensregeln von Kneipp auch in Dortmund durch die Gründung des Kneipp-Verein-Dortmund im Oktober 1893 zu verbreiten.

Dr. Franz Petermann, der die Wasserkur bei Kneipp erlernt hatte, beriet den Verein und betrieb in der Nähe der Funkenburg eine Kneipp-Kuranstalt. Dortmund entwickelte sich zu einem Zentrum der Kneipp-Ideen, welche sich zu einer Bewegung in der Stadt entwickelte. Die zwei verheerenden Weltkriege, in welche sich Deutschland manövrierte, unterbrachen das Vereinsleben des Kneipp-Vereins.

In den 1950er Jahren benötigte es große Anstrengungen, den Verein wieder zu beleben. Schon zur 100-Jahr-Feier des Kneipp-Vereins war eine große Schar von EhrenamtlerInnen im Verein tätig.

Die Prioritäten des Kneipp-Vereins haben sich in der heutigen Zeit geändert: Er ist bestrebt, das Angebot an gesundheitlich sinnvollen Kursen und Veranstaltungen in Dortmund aufrecht zu erhalten und auszubauen. Die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der BürgerInnen haben sich in der hektischen Zeit grundlegend verändert.

Der Kneipp-Verein-Dortmund geht jetzt auch in die Nordstadt

Neuer Kurs in der Nordstadt - Kundalini Yoga mit LarissaJaworski

Neuer Kurs in der Nordstadt: Kursleiterin Larissa Jaworski wird „Kundalini Yoga“ anbieten. Foto: Martina Hengesbach

Der Kneipp-Verein passt sich mit seinem Angebot den neuen Anforderung der Zeit an und bemüht sich, die Lehren von Kneipp heutigen Generationen zugänglich zu machen. Kneipp ist daher heute weit mehr als Wassertreten.

„Gerade in der heutigen Zeit ist eine neue, ganzheitliche Herangehensweise in der Physiotherapie nötig“, betont der Vereinsvorsitzende Bernd Wulfram.

Die Betreuung von Kneipp-Kindergärten in Dortmund ist dabei ein wichtiger Baustein. Dies sind der Kindergärten Villa Regenbogen Elterninitiative e.V. in der Schüruferstraße und der katholische Kindergarten Heilige Familie in Marten.

Daneben werden neue KursleiterInnen gesucht und Programme entwickelt. Neu dabei sind u.a. Ulrike Güreli mit ihrem Angebot des orientalischen Tanzes und  Qi-Gong-Trainer Albert Ast. Sehr beliebt und regelrechte Dauerbrenner sind Walking, Tai Chi und Yoga.

Ab September 2018 geht der Kneipp-Verein mit einem Yoga-Kurs in die Nordstadt. Der Kundalini-Yoga-Kurs mit Larissa Jaworski als Leiterin startet ab Donnerstag, 6. September 2018, von 18 bis 19.30 Uhr. Er findet in der Turnhalle der LWL-Realschule in der Uhlandstraße 88 statt.

Kneipp hatte einen holprigen Start und musste um die Anerkennung seiner Heilmethoden kämpfen

Kneipp-Verein 125 Jahr Feier Bernd Wulfram, Margot Müller und Maria Schadeck

Bernd Wulfram, Margot Müller und Maria Schadeck laden zum Besuch und Mitmachen ein.

Kneipp begann mit seinen Wasserkuren zuerst nur für sich und begann schon während seines Theologiestudiums auch andere Personen, Kommilitonen, damit zu behandeln. Später allerdings erregte es den Widerstand (bis hin zu Anklagen) durch Apotheker und Ärzte. Die Schul-Medizin machte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gewaltige Fortschritte.

Jedoch verabschiedete sich dabei die moderne Medizin von den alten ganzheitlichen Heilmethoden und begann, sich zur aktuellen Hochleistungsmedizin zu entwickeln. Kneipp hingegen bezog die Seele in seine Heilmethode mit ein. Heute wäre es eine Physiotherapie zu nennende Methode, macht Manfred Plieske, der 2. Vorsitzende des Vereines, deutlich.

Im Mai 1855 wurde Kneipp Beichtvater und Hausgeistlicher im Kloster Wörishofen der Dominikanerinnen, in dem heute ein Kneipp-Museum eingerichtet ist. Unter seinem Einfluss änderte sich dort das Leben. Wörishofen entwickelte sich mit den Jahren des Wirkens von Kneipp zu einem Kurort von Rang.

Weitere Informationen:

  • Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für Kurse gibt es hier:
    www.Kneipp-Verein-Dortmund.de
  • Kneipp-Verein Dortmund e.V., Karl-Marx-Straße 32, 44141 Dortmund.

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