„Fredolino“ zwischen Tradition und Moderne: Zwei Wochen Osterkirmes in der Nordstadt

100 Geschäfte versprechen Spaß, Adrenalin und Kirmesgefühl

Arbeiter hängen eine Discokugel in einem Fahrgeschäft auf.
Traditionsreich: Die letzten Handgriffe bei der „Amazona-Bahn“ aus dem Jahr 1972 müssen noch getätigt werden. Foto: Fenja Horstmann für Nordstadtblogger.de

Rund herum und hoch hinaus. Die Osterkirmes „Fredolino“ auf dem Festplatz Eberstraße setzt den Auftakt der Jahrmarktsaison und öffnet wieder seine Fahrgeschäfte für Groß und Klein. In diesem Jahr findet sie vom 28. März bis zum 12. April 2026 auf dem Fredenbaumplatz in der Nordstadt statt. Rund um die Osterfeiertage können sich die Besucher:innen auf der größten Osterkirmes in der Region an einem Angebot von Fahrgeschäften, Ess- und Spielbuden erfreuen.

Die Dortmunder Traditionskirmes gibt es seit 130 Jahren

„Unser Ziel ist es, einen Ort zu bieten, an dem sich die ganze Familie wohlfühlen kann“, sagt Veranstalter Patrick Arens vom Schaustellerverein Rote Verein e.V. Der Mix von 28 Fahrgeschäften mit Traditions-Karussellen und Riesen-Schaukeln, Geister- und Achterbahnen, Riesenrad und Break-Dancer soll Nervenkitzel und Familienspaß versprechen.

Bilder von Süßigkeiten und Lebkuchenherzen
Die Kirmes typischen Leckereien gibt es an den vielen Ständen. Foto: Fenja Horstmann für Nordstadtblogger.de

Die Osterkirmes besteht seit 130 Jahren und zieht jedes Jahr ungefähr 60.000 Besucher:innen an. Das Jahrmarktgeschäft ist vor allem eins: ein Traditionsgeschäft. So ist Veranstalter Patrick Arens bereits in siebter Generation Schausteller und arbeitet, seitdem er 16, ist im Geschäft. Seit 30 Jahren organisiert er die Osterkirmes.

Auch Traditionskarusselle wie die „Amazona-Bahn“ wird jedes Jahr um ein Neues auf der Kirmes in der Dortmunder Nordstadt aufgebaut. „Es gibt Karussells, die haben sich durchgesetzt, dass sie nach vielen Jahren immer noch beliebt sind beim Publikum“, sagt Arens.

Erbaut wurde die „Amazona-Bahn“ 1972, dreht seitdem ihre Runden und liegt seit ihrer Erbauung in Besitz von der Familie von Andreas Hoster. Die Berg- und Talbahn, wie sie in der Fachsprache heißt, müsse natürlich gewartet und erneuert werden. „Das ist wie ein Oldtimer, wenn Sie den nicht hegen und pflegen, haben Sie nichts davon“, erklärt Besitzer Hoster.

Neue Fahrgeschäfte erweitern das Angebot

In diesem Jahr konnte der Schaustellerverein wieder einige neue Fahrgeschäfte dazu gewinnen. Dabei ist das brandneue Hochfahrgeschäft „Space X“, das seinen 45 Meter hohen Propeller-Arm um die eigene Achse dreht. Neu ist auch das Laufgeschäft „Chaosfabrik“, wo sich Besucher:innen durch Hamsterräder und Rutschen hindurch rangeln müssen. In dem neuen Rundfahrgeschäft „Playball“ drehen sich die Gondeln um die eigene Achse, während sich das gesamte Karussel bewegt.

Arbeiter putzen Achterbahn.
Für die Besucher:innen werden die Fahrgeschäfte noch geschrubbt. Foto: Fenja Horstmann für Nordstadtblogger.de

Für Kinder stehen unter anderem die Kinderschleifen „Truck Stop“ und „Circus Circus“, ein klassisches Rundfahr-Karussell, der „Disney Star“ sowie ein Baby-Flug zum Selbststeuern bereit.

Zusätzliche Aktionen und Thementage bereichern auch 2026 das Programm: Dienstags und donnerstags finden Aktionstage statt, an denen Special Guests auf dem Gelände unterwegs sind.

Mittwoch ist auf der Osterkirmes Familientag: Dann kosten die Fahrgeschäfte nur den halben Preis und es gibt reduzierte Preise an den Ständen. Am 4. und 11. April wird außerdem ein großes Feuerwerk gezündet.

Bewährtes Sicherheitskonzept: Zugang nur über einen Eingang

Das bewährte Zugangskonzept über den Seiteneingang an der Kleingartenanlage wird auch 2026 fortgeführt. So kann die Besucherzahl bei Bedarf reguliert werden, was sich positiv auf Wartezeiten und Aufenthaltsqualität auswirkt. „Unser Sicherheitskonzept wird von den Gästen sehr geschätzt und sorgt für eine entspannte Atmosphäre. Obwohl es in den vergangenen Jahren überwiegend friedlich war, haben wir das Sicherheitspersonal erneut verstärkt, um allen Besuchern eine sichere Auszeit zu ermöglichen“, erklärt Arens.

Mann steht auf Leiter und installiert Lichter.
Die letzten Lichter werden auf dem neuen Fahrgeschäft hoch installiert. Foto: Fenja Horstmann für Nordstadtblogger.de

Der Eintritt kostet ein Euro. Mit Ausnahme von Karfreitag öffnet die Osterkirmes täglich um 14 Uhr ihre Toren und schließt sie um 23 Uhr. Montags, dienstags und donnerstags bereits um 22 Uhr.

Für die Anreise stehen kostenpflichtige Parkplätze direkt am Kirmesgelände zur Verfügung. Am Wochenende können zusätzlich kostenlose Parkflächen am nahegelegenen Poco Einrichtungsmarkt genutzt werden.

Auch Fahrradstellplätze und Abstellmöglichkeiten für E-Roller sind vorhanden. Drei umliegende U-Bahn-Stationen ermöglichen eine bequeme, umweltfreundliche und stressfreie Anreise mit dem ÖPNV.


Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

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