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Zwei kontroverse Diskussionsabende zum Freihandelsabkommen TTIP in Dortmund

Während einer SPD-Veranstaltung mit Martin Schulz in Dortmund gab es Proteste gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Foto: Alex Völkel

Während einer SPD-Veranstaltung mit Martin Schulz in Dortmund gab es Proteste gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Foto: Alex Völkel

Das Freihandelsabkommen TTIP bewegt viele Menschen. Gleich zwei Veranstaltungen finden dazu in dieser Woche in Dortmund statt. Bei TTIP handelt es sich um ein Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika. TTIP ist die Kurzform von Transatlantic Trade and Investment Partnership.

Seit Juli 2013 werden die detaillierten Vertragsbedingungen von Vertretern der Europäischen Kommission und der US-Regierung ausgehandelt. Für das Wirksamwerden des Vertrages ist allerdings nicht nur die Zustimmung des US-Kongresses und des Europaparlaments erforderlich, sondern es müssen auch die Parlamente aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zustimmen.

„Was geht uns das Freihandelsabkommen TTIP an? Wie können wir uns wehren?“

In der Pauluskirche in der Dortmunder Nordstadt findet am Freitag, 30. Januar, um 19 Uhr ein Film – und Diskussionsabend in Zusammenarbeit mit attac Dortmund statt. Das Thema:  „Was geht uns das Freihandelsabkommen TTIP an? Wie können wir uns wehren?“  Der Eintritt ist frei.

Viele Aktivisten sind sauer. Und helle Empörung herrscht im Bündnis „Stopp TTIP“ für eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen die internationalen Handels- und Investitionsverträge TTIP und CETA: Mit einer fadenscheinigen Begründung hat die EU-Kommission die Registrierung der EBI abgelehnt.

Filmabend auf Großleinwand – Diskussion über Protestmöglichkeiten

In Kooperation mit attac Dortmund beginnt der Abend mit einem Film auf Großleinwand, der umfassende Informationen zu den Freihandelsabkommen TTIP und CETA gibt. Mit den Abkommen soll im Wesentlichen die Wirtschaft gestärkt und die Demokratie massiv eingeschränkt werden.

In einer Diskussionsrunde nach der Filmaufführung geht es um das Für und Wider von TTIP und CETA, aber auch über Möglichkeiten des Bürgerprotestes.

„Jetzt geht die Auseinandersetzung erst richtig los“, erklärt Michael Efler, Kontaktperson der Europäischen Bürgerinitiative, für das mittlerweile knapp 230 Organisationen aus 21 EU-Ländern umfassende Bündnis. „Die Ablehnung der Bürgerinitiative reiht sich ein in die Strategie der EU-Kommission, Bevölkerung und Parlamente aus den Verhandlungen um CETA und TTIP rauszuhalten. Statt Bürgerinnen und Bürgern werden hier lieber Lobbyisten gehört.“

Diskussion mit Europa-Abgeordneten an der FH Dortmund: „TTIP – „Chancen und Risiken“

Bereits am Donnerstag, 29. Januar, um 19 Uhr gibt es eine Diskussion mit Europa-Abgeordneten an der Fachhochschule Dortmund (Raum F211, Sonnenstr. 96.).

Die FH, die Europa Union und die Jungen Europäer haben die Europaabgeordneten Prof. Dr. Dietmar Köster (SPD) und Dr. Renate Sommer (CDU) sowie Jacob Schrot, Präsident des Verbandes Deutsch-Amerikanischer Clubs, und David Schrock, Bundesvorsitzender der Jungen Europäischen Föderalisten Deutschlands eingeladen. das Thema: „TTIP – „Chancen und Risiken“.

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2 Gedanken über “Zwei kontroverse Diskussionsabende zum Freihandelsabkommen TTIP in Dortmund

  1. Dieter

    Liebe Nordstadt-Blogger,

    vielen Dank für diesen Beitrag – ohne ihn hätte ich nicht von den beiden Veranstaltungen erfahren.
    Überhaupt vielen Dank für eure Arbeit.

    Bitte macht weiter so,
    Dieter (52 Jahre und TTIP-Gegner)

  2. M.Fiedler

    TTIP Selbstgespräch an der Fachhochschule in Dortmund: Ein gewisser Herr Jakob (CDU Brandenburg) gibt sich als unabhängig aus : VDAC Verbands Deutsch-Amerikanischer Clubs e.V Junge Transatlantiker – er ist Mitglied in der CDU Jungen Union in Brandenburg und war Junior Kanzlerkandiat für die CDU bein ZDF zu googlen unter: >ZDF-Casting: „Ich kann Kanzler!“Der fleißige Jacob gewinnt MdEP Sommer kritisiert Einführung nationaler Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen< Beide Tingeln duch die Bundesrepublik und machen an Hochschulen Werbung. Sie stehen der deutschen Wirtschaft sehr nahe.
    Gut Gründe gegen ! TTIP
    Wichtigste Ziele gegennTTIP
    Wir wollen TTIP und CETA verhindern, da sie diverse kritische Punkte wie Investor-Staat-Schiedsverfahren und Regelungen zur regulatorischen Kooperation enthalten, die Demokratie und Rechtsstaat aushöhlen. Wir wollen verhindern, dass in intransparenten Verhandlungen Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards gesenkt sowie öffentliche Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgüter dereguliert werden. Die selbstorganisierte EBI unterstützt eine alternative Handels- und Investitionspolitik der EU.

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