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Neue Wege gegen Arbeitslosigkeit: Jugendberufshaus vereint Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur unter einem Dach

Alvin Pape, Lisa-Marie Zehm, Daniela Schneckenburger, Friedhelm Sohn, Astrid Neese und Heike Bettermann.

„Jugendliche ohne berufliche Perspektive – davon gibt es leider zu viele in Dortmund“, bedauert Daniela Schneckenburger. „Das Jugendberufshaus soll uns einen Schritt nach vorne bringen, um Jugendarbeitslosigkeit und alle Begleiterscheinungen zu bekämpfen“, sagte die Dezernentin für Schule, Jugend und Familie bei der Eröffnung der neuen Einrichtung, die Jugendamt, Arbeitsagentur und Jobcenter ab sofort an der Steinstraße betreiben.

Unterstützungsangebote für junge Menschen aus einer Hand

Direkt gegenüber des BIZ ist das neue Jugendberufshaus eingerichtet worden.

Es verspricht Unterstützung aus „einer Hand“ unter einem Dach für Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in das Berufsleben.

„Die Zusammenlegung bündelt Kompetenzen, um Doppelberatungen und Fehlförderungen der Vergangenheit angehören zu lassen“, so Schneckenburger. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den drei Häusern werden hier zusammenarbeiten.

Zwar erlebe Dortmund eine leichte Verbesserung der Arbeitslosenzahlen und  den höchsten Beschäftigungsstand seit den 80er Jahren.

Doch der Strukturwandel habe auch zu einem hohen Verlust an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bedeutet. „Die Jugendarbeitslosigkeit ist noch viel zu hoch.“

Jugendberufshaus, BIZ und Integration-Point in unmittelbarer Nachbarschaft

„Wir haben uns vorgenommen, etwas anders und etwas besser zu machen als an anderen Orten“, betonte Astrid Neese, die Chefin der Dortmunder Arbeitsagentur. „Auch die Gestaltung ist alles andere als Behörden-Like.“

das Jugendberufshaus ist im Erdgeschoss der Arbeitsagentur – gegenüber des modernen Berufsinformationszentrums (BIZ) und auf einer Ebene mit dem Integration-Point für Flüchtlinge.

„Wir haben alle entscheidende Serviceeinheiten hier am Standort, um Jugendlichen einen gelungen Start in eine gute Erwerbsbiographie zu ermöglichen“, so Neese.

„Mit 3149 jungen Menschen  haben wir in Dortmund noch deutlich zu viele, die arbeitslos sind. Wir wollen hier aber auch insbesondere Anlaufstelle für alle jungen Menschen unter 25 sein.“

Einheitlicher Zugang zu Beratung und Existenzsicherung

Das Jugendberufshaus vereint Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur. Fotos: Alex Völkel

„Wir haben schon eine sehr lange Zusammenarbeit, die jetzt auch nach außen sichtbarer wird“, erklärt Leiterin des Bereichs Markt und Integration des Jobcenters Dortmund, Heike Bettermann.

„Durch das Jugendberufshaus wird ein einheitlicher Zugang zur Beratung und Existenzsicherung ermöglicht. Für diese große Stadt ein wichtiger Schritt.“

„Mit dem Jugendberufshaus wird nicht alles gelöst. Aber wir sind der Lösung einen entscheidenden Schritt näher gekommen, um allen jungen Dortmunderinnen und Dortmundern eine Perspektive bieten zu können“, ergänzt Neese.

Das große Ziel: Kein Abschluss ohne Anschluss

In der neuen Gemeinschaftseinrichtung bieten das Jobcenter Dortmund, die Agentur für Arbeit Dortmund und das Jugendamt der Stadt Dortmund gemeinsame Dienstleistungen zur beruflichen Integration junger Menschen an.

Das Ziel lautet, keine Jugendlichen auf dem Weg in das Berufsleben aus dem Auge zu verlieren. Dazu gehören: Orientierung und Beratung zu Beruf und Studium, Ausbildungsstellenvermittlung, Sozialarbeit aber auch das Fallmanagement und die Leistungssachbearbeitung.

Diese und weitere Angebote der Partner werden im Jugendberufshaus unter einem Dach verzahnt, um Schülerinnen, Schülern sowie jungen Menschen unter 25 Jahren ein individuell abgestimmtes Unterstützungsangebot beim Übergang in das Berufsleben zu bieten.

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5 Gedanken über “Neue Wege gegen Arbeitslosigkeit: Jugendberufshaus vereint Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur unter einem Dach

  1. BIZ Beitrags Autor

    Angebote für Freiwilligendienste und Ehrenamt

    Am kommenden Montag findet im BiZ der Agentur für Arbeit Dortmund eine offene Sprechstunde zum Bundesfreiwilligendienst statt.

    Am Montag, 25. Januar von 14.30 bis 15.30 Uhr stellen Andreas Kramme vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und Cornelia Ungermann von der Dortmunder FreiwilligenAgentur ihre Institutionen vor und beraten zu den Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.

    Menschen jeden Alters können hier praktische Erfahrungen machen, ihre Berufs- und Lebenserfahrung weitergeben und neue Erkenntnisse erwerben – die Einsatzorte liegen zum Beispiel im sozialen, ökologischen, kulturellen Bereich, in den Bereichen Sport, Integration Zivil- und Katastrophenschutz.

    Weitere Informationen unter http://www.bundesfreiwilligendienst.de und http://www.freiwilligenagenturdortmund.de.

    Die Veranstaltung findet im Berufsinformationszentrum (BiZ), Steinstraße 39, 44147 Dortmund, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0231/842-2951 oder per E-Mail: Dortmund.BiZ@arbeitsagentur.de.

  2. BIZ Beitrags Autor

    Weiter zur Schule? Infonachmittag erleichtert Wahl zwischen Schule und Ausbildung

    Nach dem Abschluss der Sekundarstufe I steht Schülerinnen und Schülern der Weg in eine Ausbildung oder an eine höhere Schule offen. Bei der Entscheidung hilft am Mittwoch, 27. Januar, ein großer Infonachmittag der Arbeitsagentur im Keuninghaus weiter.

    Was kommt nach der Schule? Diese Frage stellen sich jedes Jahr Schulabgänger und Eltern. Insbesondere nach der Sekundarstufe I planen zahlreiche Schüler einen weiteren Schulbesuch, um einen höheren Abschluss zu erwerben oder weil sie noch unschlüssig in der Berufswahl sind. Doch auch das Angebot der Berufskollegs ist vielfältig und zum Teil sehr spezifisch.

    Information, Beratung und offene Ausbildungsstellen für 2016 bietet der große Informationsnachmittag „Schule – und dann?“ der Agentur für Arbeit Dortmund am Mittwoch, 27. Januar, von 13.30 bis 16.30 Uhr im Dietrich-Keuning-Haus. Die Veranstaltung richtet sich an Schüler aller Schulformen. Es gibt auch Angebote für Schüler der Sekundarstufe II sowie für Jugendliche, die derzeit an einem Freiwilligendienst teilnehmen und im Anschluss eine Ausbildung planen.

    „Der Ausbildungsmarkt 2016 ist gut aus den Startlöchern gekommen. Junge Frauen und Männer, die sich dafür interessieren, mit einer Berufsausbildung die Basis für ihr Berufsleben zu legen, sollten den Infonachmittag nutzen, um mit unseren Berufsberatern zu sprechen, sich über offene Stellen zu informieren und idealerweise schon erste Stellenangebote mitzunehmen. Manchmal gibt es gute Gründe für einen weiteren Schulbesuch, auch die Dortmunder Berufskollegs stehen am Mittwoch alle zur Verfügung und informieren über die verschiedenen Bildungsgänge“, so Arbeitsagenturchefin Astrid Neese.

    Am Mittwochnachmittag stellen insgesamt 16 Dortmunder Berufskollegs und 2 Einrichtungen des zweiten Bildungswegs ihre Angebote vor. Sie informieren zu Themen wie Berufsvorbereitung in verschiedenen Berufsfeldern, schulische Berufsausbildungen sowie zu Möglichkeiten, während und nach der Ausbildung höhere Schulabschlüsse zu erwerben. Außerdem gibt es Angebote für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf.

    Die Agentur für Arbeit ist mit einem großen Infostand und Berufsberatern und Vermittlern aus dem Arbeitgeber-Service vertreten und stellt offene Ausbildungsstellen für 2016 vor. Bereits jetzt sind bei der Arbeitsagentur Dortmund über 1.400 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Für Vermittlungsgespräche steht ein eigener Raum zur Verfügung, interessante Angebote werden sofort ausgehändigt. Wer noch nicht genau weiß, wie es nach der Schule weitergehen kann, kann sich beraten lassen.

    Für Erläuterungen zum Online-Anmeldeverfahren der Berufskollegs über http://www.schueleranmeldung.de steht eine Vertreterin des Regionalen Bildungsbüros zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Infostand der Bildungsträger, die berufsvorbereitende Projekte durchführen.

    Da es erfahrungsgemäß zu Beginn der Veranstaltung sehr voll ist, wird empfohlen, auch die Nachmittagsstunden bis 16.30 Uhr zu nutzen.

  3. Arbeitsagentur Beitrags Autor

    Mobilitätstag im Jugendberufshaus

    Am Dienstag, den 9. August, von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr, stehen im Jugendberufshaus in der Agentur für Arbeit Dortmund (Steinstraße 39, 44147 Dortmund) junge Menschen im Mittelpunkt, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

    Der „Mobilitätstag“ im Jugendberufshaus informiert junge Menschen über die Ausbildungssituation in anderen Regionen und gibt an dem Tag hilfreiche Tipps, wie man sich im Bewerbungsverfahren in anderen Regionen am besten organisiert. Dazu gehört unter anderen, wie man An- und Abreise regelt und Bewerbungskosten beantragt.

    Die Stadt Heilbronn stellt das Projekt „Jobstarter Plus“ vor. Das Besondere: Ausbildungssuchende können per Bustour Ausbildungsplätze und Wohnungen in der Region besichtigen.

    Zudem wird das berufliche Orientierungsprojekt „Austausch-Mobilität-Arbeit“ vorgestellt. Interessierte können zwei Monate in Holland oder Österreich arbeiten und wichtige Erfahrungen sammeln.

    Im Berufsinformationszentrum (BiZ) können Interessierte Informationen über Ausbildungschancen in anderen Regionen und ganz konkrete offene Lehrstellen recherchieren.

    Wer bei der Ausbildungsplatzsuche flexibel ist und die Bereitschaft mitbringt, sein gewohntes Umfeld zu verlassen, hat noch gute Chancen kurzfristig in Ausbildung zu kommen. Interessierte sind deshalb herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  4. BIZ Beitrags Autor

    Große Nachfrage beim Mobilitätstag im Jugendberufshaus

    Beim ersten Mobilitätstag im Jugendberufshaus, am 09. August, standen junge Menschen im Mittelpunkt, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

    Rund 90 junge Menschen sind der Einladung des Jugendberufshauses in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit Dortmund gefolgt, um sich über Ausbildungsangebote in anderen Regionen Deutschlands und Auslandsaufenthalte zur Berufsorientierung z.B. in Österreich und Holland zu informieren.

    Ausbildungssuchende, die flexibel sind und die Bereitschaft mitbringen, das gewohnte Umfeld zu verlassen, haben noch gute Chancen kurzfristig in Ausbildung zu kommen. Zahlreiche Angebote für dieses und das kommende Ausbildungsjahr konnten den Jugendlichen beim ersten Mobilitätstag gemacht werden.

  5. SPD-Fraktion Beitrags Autor

    SPD-Ratsfraktion besucht Jugendberufshaus und Integration Point Dortmund

    Die SPD-Ratsfraktion besuchte mit einer kleinen Gruppe Fachpolitiker das Jobcenter Dortmund. Anlässlich des Mobilitätstages im Jugendberufshaus wollten sich die Ratsmitglieder vor Ort die Arbeit des Jugendberufshauses zeigen und erklären lassen. Im Jugendberufshaus bieten die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter sowie das Dortmunder Jugendamt seit Ende 2015 gemeinsam Hilfen zur beruflichen Integration junger Menschen an.

    „Mit dem Jugendberufshaus hat eine zentrale Forderung der SPD-Ratsfraktion in Dortmund Gestalt angenommen. Wir wollen nicht nur die bereits bestehende Langzeitarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit bekämpfen, sondern sie in neuen Generationen gar nicht erst aufkommen lassen. Das Jugendberufshaus bietet Jugendlichen, die kaum oder nur schlechte Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt haben, Förderungen und eine echte Chance später auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können und ein Leben ohne staatliche Hilfen führen zu können“, so Michael Taranzcewski, Vorsitzender des Sozialausschusses.

    Renate Weyer, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, meint: „Gerade die Verzahnung von Bundesagentur, Jobcenter und Jugendamt kann diese Einrichtung erfolgreich werden lassen. Mit den Möglichkeiten von Jobcenter und Bundesagentur sowie dem Wissen des Jugendamtes über die Jugendlichen selbst können sich für alle Betroffenen optimale Lösungen finden lassen.“


    Im weiteren Verlauf des Besuchs lernten die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion auch den ebenfalls Ende 2015 eingerichteten „Integration Point“ kennen. Hier werden die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Flüchtlinge erfasst, ihr Qualifizierungspotential ermittelt, um ihnen dann zum Beispiel passgenau Deutschkurse zu ermöglichen. So sollen die Hürden für einen Weg in eine Arbeit oder eine Ausbildung gesenkt werden und die Integration der neuen Mitbürger erleichtert werden.

    
“Der Integration Point ist ein gutes Beispiel für den Willen Dortmunds, die zu uns gekommenen Menschen wirklich in unsere Stadtgesellschaft integrieren zu wollen. Mit dem Erlernen der deutschen Sprache wird der Grundstein für einen möglichen späteren Arbeitsplatz gelegt. Denn nur wer Arbeit oder zu Beginng zumindest die Aussicht auf Arbeit hat, kann erfolgreich integriert werden und langfristig in der Gesellschaft ankommen“, so Michael Taranczewski abschließend.

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