Kirche im Wandel: Das Dekanat Dortmund wird zum katholischen Seelsorgeraum

Reformprozess „Glauben.Gemeinsam.Gestalten.“

Menschen, die einer Präsentation lauschen.
Michael Bodin / Erzbistum Paderborn Dekanatspastoralkonferenz der Katholischen Stadtkirche Dortmund.


Schwindende Mitgliederzahlen, gesellschaftlicher Wandel und Vertrauensverluste gegenüber kirchlichen Institutionen: Probleme mit denen auch die katholische Stadtkirche Dortmund zu kämpfen hat. Durch den Reformprozess „Glauben.Gemeinsam.Gestalten.“ des Erzbistums Paderborn wird das bisherige Dekanat Dortmund ab dem 1. Advent 2026 zu einem katholischen Seelsorgeraum. Der 1. Advent fällt dieses Jahr auf den 29. November.

Kirchliches Leben und Glaubenspraxis sollen tragfähig bleiben

Aus den zuvor 19 Dekanaten des Bistums sollen in Zukunft 21 sogenannte Seelsorgeräume werden. In einem Seelsorgeraum werden bestehende Strukturen zusammengelegt und Kompetenzen gebündelt. Ziel des Prozesses sei es, auf „veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren und zugleich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass kirchliches Leben und Glaubenspraxis auch künftig tragfähig bleiben“, schreibt die Pressestelle des Erzbistums Paderborn in einer Mitteilung.

Mit wenigen Ausnahmen soll jeder Seelsorgeraum aus nur einer Pfarrei bestehen. Bestehende Pfarrgemeinden sollen aufgelöst oder durch die Fusion von Kirchengemeinden neu errichtete werden. Mit dem 1. Advent beginne „eine Übergangszeit, in der die künftigen Strukturen entwickelt und die nächsten Veränderungen vorbereitet“ würden. Die Übergangszeit umfasst einen Zeitraum von einem Jahr, bis in den Advent 2027.

Andreas Coersmeier und Stefan Kaiser übernehmen Übergangsleitung in Dortmund

In diesem Zeitraum sollen Übergangsleitungen eingesetzt werden, die den Transformationsprozess koordinieren. Unterstützt und beraten werden diese von Übergangsteams, bestehend aus fünf weiteren Hauptamtlichen. Zusammen mit Vertreter:innen der Pastoralen Räume, von Pastoralverbünden, Seelsorger:innen, sowie Angehörigen von Einrichtungen und Verbänden bilden sie den Übergangsrat. Dieser soll Grundlagen für die inhaltliche, strukturelle und organisatorische Ausrichtung der Seelsorge und die vermögensrechtliche Gestaltung des Seelsorgeraums entwickeln.

Drei Männer und eine Frau posieren für ein Foto.
Michael Bodin / Erzbistum Paderborn v.l.: Tobias Heinrich, Annegret Meyer, Andreas Coersmeier und Stefan Kaiser.

Die Übergangsleitung für Dortmund übernehmen Probst Andreas Coersmeier und Stefan Kaiser. „Es geht nicht darum, einfach eine größere Einheit zu bilden, sondern vielmehr darum, die Kirche von Dortmund neu zu denken, mit allem, was dazu gehört, wie Gemeinden, Altenheime, Krankenhäuser, Beratungsstellen und vieles andere mehr“, so Kaiser während der Dekanatspastoralkonferenz der Katholischen Stadtkirche Dortmund.

An dem Treffen aller in der Seelsorge tätigen Hauptamtlichen der Katholischen Kirche in Dortmund nahmen auch Tobias Heinrich, Leiter der Koordinierungsstelle für die Pastoraltransformation im Erzbistum Paderborn und Dr. Annegret Meyer, koordinierende Bereichsleiterin der Pastoralen Dienste teil.

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