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Verein Kinderglück spendet 1.528 Schulranzen für ErstklässlerInnen in Dortmund – Verteilaktion erfolgreich

1.528 Schulranzen für ErstklässlerInnen verteilt der Verein Kinderglück e.V an bedürftige Familien.

Den Verein Kinderglück e.V. erreichten 2018 von 153 sozialen Einrichtungen 1.528 Schulranzenanträge für ErstklässlerInnen aus sozial schwachen Familien. An zwei Verteiltagen sorgten zwölf Ehrenamtliche in der Kinderglück-Halle für die Verteilung der Ranzen an die AntragsstellerInnen.

Schulranzen sind wichtig für die soziale Akzeptanz der Kinder in ihrem neuen Lernumfeld

Über 1500 Schulranzen warten in dem Lager des Vereins auf ihre Verteilung. Fotos: Stephan Schuetze

Das jährliche Kinderglück-Großprojekt macht es sich zur Aufgabe, den ersten Schritt in Richtung schulische Bildung, für von Armut betroffene Kinder, zu erleichtern. Die Kinder wissen zu keinem Zeitpunkt, dass der Schulranzen eine Spende ist, denn er wird von den AntragsstellerInnen an die Eltern ohne Beisein der Kinder übergeben.

Diese Handhabung ist dem Kinderglück e.V. ein großes Anliegen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Kinder, die regelmäßig mit dem Fakt der eigenen Armut konfrontiert werden, ein geringeres Selbstwertgefühl entwickeln. 2018 verzeichnet der Verein eine 25-prozentige Steigerung der Anträge im Vergleich zu 2017.

Das Kinderglück-Schulranzenprojekt 2018 in Zahlen dargestellt bedeutet: 1.528 Schulranzenanträge, 153 Einrichtungen, mehr als 300 AbholerInnen und zwölf Ehrenamtliche, die die Ranzen an zwei Tagen in der Kinderglück-Halle verteilen. Die Motivation für dieses Großprojekt ist eindeutig: Jedes Kind ohne Schulranzen ist eines zu viel.

Steigende Kinderarmut als Hindernis für die Chancengleichheit in Sachen Bildung

Die Gründe, warum so viele Erstklässler am ersten Schultag mit einer Plastiktüte oder einem Jutebeutel auf dem Schulhof stehen, sind vielfältig. Ein Aspekt ist steigende Kinderarmut. Chancengleichheit in Sachen Bildung beginnt sehr früh.

Kinderarmut erschwert diese Gleichheit, denn es mangelt am Notwendigsten. Ein Erstklässler ohne Schulranzen wird vom ersten Tag an ausgegrenzt und es wird ihm vor Augen gehalten, dass er anders ist als die anderen Kinder.

Der Kinderglück e.V. versucht mit seinem langjährigen Schulranzenprojekt diesem Aspekt von Kinderarmut entgegenzuwirken. Was als kleine Initiative innerhalb der 14 Kinderglück-Projekte startete, ist heute eines der größten Deutschlands. Jugendämtern sowie Betreuungseinrichtungen freier Träger (Kirchengemeinden, Elterninitiativen, AWO, Caritas etc.), Kindergärten und Grundschulen stellen Jahr für Jahr mehr Anträge.

Auch wenn die Antragsfrist bereits abgelaufen ist, so treffen erfahrungsgemäß bis zum Herbst noch bis zu 200 zusätzliche Anträge ein, die auch angenommen werden.

Aktion wäre ohne die Hilfe der Helfern und Firmen nicht möglich

Ehrenamtliche sortieren Schulranzen, für die bedürftigen Kinder.

„1.528 Kindern den Schulstart erleichtern zu können, ist ein großes Geschenk. Das Schulranzenprojekt ist logistisch und planerisch immer wieder eine Herausforderung, die viele Menschen miteinander meistern. Ob Spender oder Ehrenamtliche – jedem möchte ich einfach Danke sagen für ihr Engagement“, so Kinderglück-Gründer Bernd Krispin.

Durch über die Jahre entstandene Kooperationen mit Herstellern wie z. B. Ergobag, Scout und Spiegelburg kann der Verein die Schulranzen-Sets (inkl. Etui, Sportbeutel, Schlamper etc.) stark vergünstigt für diese Hilfsaktion erwerben und verteilen.

Der Verein legt Wert darauf, dass es sich um hochwertige und rückenstützende Produkte handelt. Kinderarmut beinhaltet oft auch gesundheitliche Nachteile und diesem Aspekt möchte der Verein in Bezug auf den Ranzen vorbeugen.

HINTERGRUND: Kinderglück e.V.

  • Der Kinderglück e.V. setzt sich seit 2006 für benachteiligte, kranke sowie vernachlässigte und behinderte Kinder und Jugendliche ein.
  • Die Arbeit des Vereins gründet auf zwei Säulen. Kinderglück entwickelt, plant und realisiert eigene Projekte wie beispielsweise die Schulranzenaktion oder Ferienpatenschaften.
  • Zudem dient der Verein als Netzwerk zur Kinderhilfe und agiert als Ansprechpartner für Jugendämter und Jugendhilfeeinrichtungen sowie Kinderkliniken und Kinderhospizdienste.
  • Diese stellen Förderanträge für die Bedarfe ihrer betreuten Kinder und Jugendlichen.
  • Die enge Kooperation mit Sozialarbeitern, Ärzten, Lehrern und Ämtern dient der Qualitätssicherung, damit die Hilfe bei den Kindern und Jugendlichen ohne Umwege ankommt.
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