
Beim 38. Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Junior forscht“ in der DASA Dortmund traten 91 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren an – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. In 47 Projekten beantworteten sie selbstgewählte Forschungsfragen und präsentierten ihre Ergebnisse einer 23-köpfigen Jury aus Forschung, Lehre und Wirtschaft. Die fünf besten Projekte dürfen nun zu den Landeswettbewerben für ihre Altersgruppen im März und April weiterreisen.
Vielfalt der Fachgebiete und innovative Ideen

Die Arbeiten der Teilnehmenden deckten sieben Fachgebiete ab, darunter Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Physik und Technik. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine eigene Forschungsfrage mit wissenschaftlichen Methoden zu beantworten und die Vorgehensweise nachvollziehbar darzustellen.
Im Fach Arbeitswelt entwickelten Henry Theo Wittkop, Maximiliane Falke und Moritz Vogt vom Gymnasium Holthausen Hattingen die App „AI Ready: Fit für die digitale Welt“. Ihr Ansatz: Schülerinnen und Schüler sollen auf spielerische Weise lernen, Künstliche Intelligenz sinnvoll einzusetzen – etwa für Recherchen oder das Lernen für Klausuren.

Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Bewertung von KI-Ergebnissen sowie der Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken digitaler Werkzeuge.
Im Fach Physik untersuchte Nehan Ahmed vom Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg kosmische Strahlung. Diese wies er über die Messung von sogenannten „Myonen“ nach, richteten ihre Detektoren in unterschiedlichen Winkeln aus und untersuchten die Veränderung der Myonenrate. Perspektivisch plant er sogar Messungen in Höhlen oder Bergwerken, um Abschirmungseffekte durch Gestein zu analysieren.
Praktische Anwendungen und kreative Experimente

Arvid Lübbe und Adrian Steitz vom Leibniz-Gymnasium Dortmund präsentierten im Fach Technik ihr Projekt „Water Bag gets Water back“. Mithilfe von Peltier-Elementen kondensiert ihr Prototyp Wasser aus ausgeatmeter Luft. Künftig soll daraus ein solarbetriebener Rucksack entstehen, der in trockenen Regionen Trinkwasser liefert – inklusive Keimtest vor dem Einsatz.
Jasmin Schlote vom Gymnasium Holthausen Hattingen untersuchte im Fach Biologie optimale Bedingungen für Mikroorganismen. In verschiedenen Versuchsreihen untersuchte sie, wie Umweltfaktoren ihr Wachstum beeinflussen und näherte sich so systematisch den idealen Lebensbedingungen kleinster Organismen.

Paul Mainusch und Fynn Aust, ebenfalls vom Gymnasium Holthausen Hattingen, entwickelten im Fach Chemie ein biologisch abbaubares Waschmittel aus Efeu. Die in den Blättern enthaltenen Saponine wirken wie Seife. Die Nachwuchsforscher testeten die Waschleistung an unterschiedlichen Flecken und planen, ihr Produkt weiter zu optimieren – etwa durch natürliche „Booster“ oder eine haltbarere Würfelform.
Für die jungen Talente geht es nun beim Landeswettbewerb in Bochum weiter. Das große Finale auf Bundesebene findet am 31. Mai in Herzogenaurach statt. Seit 2006 richtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Wettbewerb in der DASA aus. Seit sieben Jahren sind zudem die Wilo Gruppe und die Wilo-Foundation Paten des Regionalwettbewerbs Dortmund.

