„Der totgeglaubte Krieg“ präsentiert Werke aus 28 Ländern

Internationale Cartoon-Ausstellung zum Ukraine-Krieg am schauraum: comic+cartoon

„Putins War Room“ von Agostino Tale aus Deutschland.

Die neue virtuelle Cartoon-Ausstellung „The war believed dead – Der totgeglaubte Krieg“ in der Fenstergalerie am schauraum: comic+cartoon läuft bis zum 30. Juni täglich und rund um die Uhr. Öffentlich und kostenlos zu sehen sind 58 Cartoons von Zeichner:innen aus 28 Ländern, die sich mit dem Ukrainekrieg auseinandersetzen.

Der Krieg in der Ukraine versetzt die Welt in Aufruhr

„Sturzputin“ von Marian Kamensky aus Österreich.

Die Cartoon-Kunst gilt als schnellste künstlerisch-mediale Gattung der Reaktion auf aktuelle Ereignisse, gerade auch in Form der tagespolitischen Karikatur. Mit einem feinen Gespür für das Zeitgeschehen reagieren Cartoonist:innen seit dem ersten Kriegstag künstlerisch auf die Situation.

„Die Cartoons stammen aus vielen Ländern Europas, aber auch z.B. aus Burkina Faso, Tansania, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel, China oder dem Iran. Ziel war es zu zeigen, dass zu diesem Thema die ganze Welt in Aufruhr ist“, sagt Bernd Pohlenz, Kurator der internationalen Werkschau.

Die Ausstellung präsentiert auch einige Arbeiten des ukrainischen Zeichners Oleksiy Kustovsky, der seine Cartoons direkt unter dem Eindruck des Krieges vor Ort im Raum Kiew erstellt, sowie Motive aus Russland mit russischer Propaganda.

Die Karikatur als Waffe zur Demaskierung gegnerischer Propaganda

„Dr. Octoputin“ von Rodrigo aus Macau / China.

Zu sehen ist eine vermeintlich zum Untergang verurteilte „Titanic“ namens „Democracy“ – gefolgt von einem österreichischen Cartoon zum untergegangenen russischen Raketenkreuzer Moskva. „Nicht selten in der Geschichte kam in Kriegen auch die Karikatur als Waffe zum Einsatz, als Demaskierung gegnerischer Propaganda oder als eigene Waffe gegen den Feind“, sagt Bernd Pohlenz.

Für die Auswahl der Arbeiten waren Aktualität, Qualität und inhaltliche Originalität ausschlaggebend sowie die Mischung der Nationalitäten. Die Ausstellung startet mit plakativ-bedrohlichen Putin-Darstellungen, sie variiert das Panzer-Motiv mit dem Z-Symbol, Trümmer und Bomben-Chaos.

Mehrfach interpretiert wird auch Putins berüchtigter langer Tisch. Es folgt der Übergang in die zeichnerisch dargestellte Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs und in Endzeit- bzw. Steinzeitvisionen. Die gesamte Ausstellung ist auch online zu sehen unter: https://bit.ly/39CN2pu.

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  1. Comics zu verschenken: Gratis-Comic-Tag im Studio B und am Comic-Schauraum (PM)

    Am Samstag, 14. Mai gibt es für Comic-Freunde in Dortmund nur ein Ziel: die Stadt- und Landesbibliothek bzw. den schauraum: comic + cartoons. Zum 12. Mal lädt der Gratis-Comic-Tag dazu ein, neue Comics kennenzulernen und kostenlos mitzunehmen.

    An beiden Standorten am Max-von-der-Grün-Platz können pro Person bis zu drei Comics ausgesucht und mitgenommen werden – aus einer Auswahl aus 35 Heften von 19 Verlagen. Zwischen 10 und 15 Uhr werden die Comics im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek herausgegeben, ab 10 Uhr bis 18 Uhr gibt es im benachbarten schauraum: comic + cartoon Gratis-Comics, passend zur aktuellen Horror-Ausstellung.

    Auf der Wiese vor der Bibliothek hat der Comic-Schauraum mit Unterstützung seines Sponsors 21 zudem ein „Kissa.21“ eingerichtet, ein Manga-Café unter freiem Himmel. Von 10 bis 15 Uhr gibt es einen Bubble-Tea-Stand und Gelegenheiten zum Sitzen und Schmökern. Ein weiteres Highlight sind die kostenlosen Dortmund Mangas (Teil 1 und Teil 2), die es zusätzlich zu den Gratiscomics im schauraum gibt. Vor Ort ist auch Alexandra Völker, die Mangaka des Dortmund Dungeon Trip.

    Eine Übersicht über alle Gratis-Hefte und Veranstaltungen rund um den Comic-Tag gibt es unter http://www.gratiscomictag.de
    .
    Eine Kooperationsveranstaltung der Freunde der Stadt- und Landesbibliothek e.V., der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund und des schauraum: comic + cartoon mit Unterstützung von 21.
    kissa.21.de

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