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Fotoprojekt „Saints“ macht ganz normale Menschen in St. Reinoldi zu Heiligen – Fokus auf Flüchtlingen

Fotograf Nils Laengner zwischen seinen Heiligen. Foto: Stephan Schütze/VKK

Fotograf Nils Laengner zwischen seinen Heiligen in St. Reinoldi. Foto: Stephan Schütze/VKK

Heilig – das klingt für den Normalsterblichen unerreichbar. Das Fotoprojekt „Saints“ sieht das ganz anders und macht ganz normale Menschen zu Heiligen.

„Unvollkommene Heilige schätzt Gott mehr als vollkommene Scheinheiligkeit“

Stella Lee. Foto: Nils Laengner

Stella Lee. Foto: Nils Laengner

Entsprechend ist auch der Untertitel der Ausstellung, die ab dem 24. September 2015 in der Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund zu sehen ist: „Unvollkommene Heilige schätzt Gott mehr als vollkommene Scheinheiligkeit“.

Ein besonderer Fokus der Bilder von Fotograf Nils Laengner liegt auf Flüchtlingen.

Jeder Mensch hat eine Bedeutung, jedes Leben hat Würde: Diese Botschaft steht im Mittelpunkt der Portraits – und diese Botschaft ist es auch, die Ulf Schlüter, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Dortmund, dafür begeistert hat, das Projekt zu unterstützen.

„Wir als Protestanten betrachten den Menschen als Ebenbild Gottes. Das macht seine Heiligkeit aus. Und die gilt für ausnahmslos jeden – es gibt keine Unterscheidungen nach Herkunft, Geschlecht, Alter oder sonstigen Kategorien.“

Ikonenmalerei der orthodoxen Kirche inspirierte Nils Laengner

Inspiriert durch die Ikonenmalerei der orthodoxen Kirche hat Nils Laengner Menschen unterschiedlichster Kulturen und Lebenssituationen im Studio vor einem goldenen Kreis auf schwarzem Grund abgelichtet.

Koutaiba Aljbawi. Foto: Nils Laengner

Koutaiba Aljbawi. Foto: Nils Laengner

Beim Fotografieren haben sie Bibelverse gelesen, die die Einzigartigkeit und den Wert eines jeden Menschen betonen.

Eine Botschaft, die insbesondere mit Blick auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge wichtig ist: So sind unter den Portraitierten auch einige Menschen, die in der Notunterkunft an der Adlerstraße in Dortmund Zuflucht gefunden haben.

„Anders, als in der aktuellen Debatte, stehen damit eben einmal nicht die vermeintlich bedrohlichen Ströme im Mittelpunkt, sondern die Menschen“, sagt Superintendent Ulf Schlüter.

Die Ausstellung selbst zeigt allerdings nur die Portraits, nicht die jeweiligen Lebensgeschichten, um einen unverstellten Blick zu ermöglichen.

Ausstellungseröffnung am Donnerstag um 19 Uhr

„Lasst uns doch dahin kommen, dass wir uns als Menschen sehen und nicht allein deshalb nett zueinander sind, weil jemand ein Flüchtling ist oder eine Behinderung hat“, sagt Tom Laengner, der „Saints“ im künstlerischen Team mit seiner Frau Ulrike und seinem Sohn Nils realisiert hat.

„Saints“ eröffnet am Donnerstag, 24. September, 19 Uhr mit einer Einführung von Superintendent Ulf Schlüter und Musik von dem Saxphonquartett „MultiColore“. Die Ausstellung ist im Rahmen des Jahresthemas „Kirche und Bild“ im Ev. Kirchenkreis Dortmund zu sehen – siehe auch www.kircheundbild.de

Fakten:

  • Titel der Ausstellung: „Saints“ – Unvollkommene Heilige schätzt Gott mehr als vollkommene Scheinheiligkeit
  • Eröffnung 24. September 2015, 19 Uhr, in der Stadtkirche St. Reinoldi, Ostenhellweg, 44135 Dortmund
  • Laufzeit bis 25. Oktober 2015
  • Konzept: Nils Laengner (Fotograf), Ulrike & Tom Laengner
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